Ex zurück

Schluss mit den Ex Zurück Spielchen – so findest du wirklich dein (Beziehungs)glück

Lass uns ehrlich sein. Trennungen sind schei*e. Egal wie freundschaftlich alles geregelt sein mag. Du siehst jedes Mal deinen Hoffnungen und Träumen dabei zu, wie sie den Ausgang durch das Abflussrohr nehmen.

Aber sie bieten auch Chancen, auch wenn es super abgedroschen klingt. Nur nach einer Trennung kann man wieder zusammen finden. Oder zu sich selbst.

Und weil das so ein umfassendes Thema ist, beteilige ich mich mit diesem Artikel an der Ex Zurück Blogparade von Männlichkeit-stärken.de.

Willst du wirklich zurück?

Vielleicht ist dein erster Impuls nach einer Trennung – verdammt, ich will meinen Partner zurück. Du denkst an die schöne Anfangszeit. Daran, wie dein Herz hüpfte, als ihr euch zum ersten Mal in die Augen gesehen habt.

An den Hormoncocktail, der dir das Gefühl gab auf Wolke sieben zu schweben und dass kein Problem der Welt dich noch wirklich berührt.

Aber es hat seine Gründe, warum ihr nicht mehr zusammen seid. Und darum sollte der erste Schritt immer Klarheit sein.

Denn du kannst sicher ein super tolles 10 Schritte Ex Zurück Programm durchspielen, um alles wieder auf Anfang zu stellen. Naja, oberflächlich jedenfalls.

Das mag auch klappen – aber wenn du nur etwas vorspielst, dich nur verstellst, dann wird das wiedergewonnene Glück nicht von Dauer sein.

Die Voraussetzung für eine gesunde, glückliche und langfristige Beziehung ist immer, dass ihr grundlegende Werte teilt und euch gegenseitig geben könnt und wollt, was ihr braucht.

Wozu bist du bereit?

Vielleicht fragst du dich, was du tun kannst. Was du hättest tun können. Meistens ist es so, dass der Mensch an deiner Seite dich darauf aufmerksam macht, was ihm fehlt und was er von dir möchte.

Ich erlebe das vor allem bei Männern oft. Da steht Mann plötzlich unvorbereitet vor dem Aus, und es heißt nur: „Ich bin schon seit Jahren nicht mehr glücklich.“

Und der Gute hat keine Ahnung, wo das jetzt her kommt. Oft geht das einfach nur im Alltag unter, oder durch fehlendes Verständnis. Besonders – aber natürlich nicht nur -Männer hören ihren Partnerinnen häufig nicht richtig zu oder nehmen die Klagen einfach nicht ernst.

Also was wollte dein Herzblatt von dir? Worüber gab es Beschwerden, welche Wünsche wurden geäußert? Das ist was deine bessere Hälfte von dir will und das ist gleichzeitig was du tun kannst um das Ganze zum funktionieren zu bringen.

Die Frage ist also, was bist du bereit zu tun? Bist du bereit, dein Verhalten anzupassen? Und zwar dauerhaft?

Was kannst du annehmen?

Du hattest auch unerfüllte Wünsche. Dinge, die dich gestört haben.

Ja, jeder Mensch hat Stärken und Schwächen. Es gibt schöne Seiten, richtig schöne bestimmt. Und dann gibt es auch die unschönen Seiten.

Sind die tragbar? Vor allem, sind die für dich tragbar?

Geh auf keinen Fall davon aus, dass nur weil du dich entscheidest etwas an dir zu ändern, dein Gegenüber das gleiche tut. Das kannst du vergessen.

Die vielleicht wichtigste Regel überhaupt lautet: Du hast keine Macht über andere Menschen.

Lass dir das auf der Zunge zergehen. Du hast keine Macht über andere Menschen.

Du kannst niemanden dazu bewegen sich zu ändern. Nicht wirklich. Nicht dauerhaft.

Also lautet die zweite wichtige Frage: Bist du bereit die Downsides zu akzeptieren? Wirklich anzunehmen? Ohne zu hoffen, zu warten, zu betteln oder gar zu verlangen, dass ein anderer Mensch sich und seine Überzeugungen für dich ändert?

Wenn du nicht bereit bist das zu geben, was dein Partner braucht oder nicht bereit bist zu akzeptieren, was er oder sie dir geben kann, dann sieht es schlecht aus für euch beide.

Aber egal wie du dich entscheidest – wenn deine Entscheidung gut durchdacht ist und du sie aktiv und guten Gewissens triffst, dann wirst du bald wieder auf der richtigen Spur sein.

Die Chance der Trennung

Ob es nun wieder ein gemeinsamer Weg oder doch eine neue Abzweigung sein soll, so oder so bergen Beziehungen und Trennungen enormes Potential. Wachstumspotential. Erkenntnispotential.

Okay also nach einer echt schiefen Beziehung da fragst du dich schon mal: Warum zum F*ck hab ich meine Zeit eigentlich damit verschwendet?

Aber so einfach ist das nicht. Es ist selten eine reine Zeitverschwendung.

Wenn du einmal darüber nachdenkst, stellst du fest, dass du aus jeder dieser Zeitverschwendungen verdammt viel gelernt hast.


Was du nicht willst


Vor allem, wenn es echt schief ging, dann hast du sicher gelernt, wie du es auf keinen Fall mehr haben willst.

Das heißt du hast etwas über dich gelernt. Und diese Erkenntnis hilft dir bei der künftigen Partnersuche.

Vielleicht nicht einmal nur da, sondern in deiner gesamten Lebensgestaltung.

Du lernst auf Warnsignale zu achten. Das äußert sich dann oft in einem diffusen Bauchgefühl.

Irgendwoher kennst du doch dieses seltsame Verhalten. Und irgendwie hast du auch schon eine Idee, wo das wieder hin führen könnte. Vielleicht solltest du lieber die Finger davon lassen.

Kennst du solche Gedanken?


Was du willst


Nicht immer ist das was du willst das genaue Gegenteil von dem was du nicht willst.

Aber je klarer dein Bild von dem einen, desto klarer dein Bild von dem anderen.

Wenn du siehst wie es nicht geht, dann lernst du auch immer ein bisschen was darüber, wie es gehen könnte.

Je mehr gescheiterte Beziehungen du hinter dir hast, desto besser kannst du erkennen, wie es stattdessen funktionieren kann und was dir in einer Partnerschaft wichtig ist.

Und auch das kannst du in gewissem Maße dann voraussehen. Du weißt was dir wichtig ist und auch wie wichtig es dir ist.

Sobald du erkennen kannst, dass ein Mensch dir die wirklich wichtigen Dinge nicht bieten kann, kannst du entsprechende Maßnahmen ergreifen.


Wenn’s immer wieder gleich läuft


Im Idealfall entwickelst du dich also mit jeder Beziehung weiter und bist auf kommende besser vorbereitet.

Aber was, wenn es immer wieder auf ähnliche Weise abläuft und endet?
Dann kannst du die Hoffnung verlieren. Oder dein Augenmerk auf etwas ganz Zentrales richten: Deine Beziehungsmuster.

Wir wollen immer wieder zum Altbekannten zurück kehren. Wir begeben uns immer wieder in Situationen, in denen wir die Rollen aus unserer Kindheit nachspielen können.

Das im Detail zu erklären ist einen eigenen Artikel wert. Aber deine Muster kannst du aufdecken, nutzen und durchbrechen.

Manchmal ist es ganz klar und manchmal musst du ein bisschen graben.
Überleg dir wie es in der Vergangenheit lief. Was genau passiert ist. Auf welche Art von Partner du dich immer wieder eingelassen hast und wie du immer wieder zum entsprechenden Ausgang beigetragen hast.

Das ist echte Analysearbeit aber ich verspreche, dass es das Wert ist.
Ich für meinen Teil habe eines Tages festgestellt, dass jeder einzelne meiner Ex Partner von irgendetwas abhängig war. Und ich meinerseits von ihnen.

Nachdem ich das entdeckt habe, konnte ich alles aufdecken. Wie ich auf solche Menschen reagierte.

Wodurch ich zugelassen habe, dass sie mich in einer bestimmten Art und Weise behandelten.

Welche Warnsignale ich gesehen und einfach verdrängt habe, auf die ich heute reagieren kann.

Erzählt mir heute etwa jemand dass er Drogen irgendeiner Art zu sich genommen hat, ist sofort jegliche Anziehungskraft dahin.

Das war ein Prozess. Das geschieht nicht von heute auf morgen.

Was du also tun kannst ist die gesamte Konstellation zu betrachten.
Welche Art von Partnern zieht dich an? Wie unterstützt du mit deinem Verhalten das ihre?

Ziehst du zum Beispiel keine klaren Grenzen? Oder übersiehst du wie ich die Warnsignale?

Wie kannst du dein ganz bestimmtes Muster einmal gezielt durchbrechen?

Hilfreich dafür ist es dir Zeit für dich zu nehmen. Wirklich Zeit für dich.
Finde erst einmal zu dir zurück. Beantworte dir selbst all die Fragen, die ich hier aufgeführt habe und noch mehr.

Werde dir klar über dich, deine Wünsche, Bedürfnisse, dein Verhalten und deine Zukunftsplanung.

Das spannende an all dem ist, der Weg zu deinem Ex zurück, der führt nur über dich.

Falls es eine Zukunft für euch beide geben kann, dann nur, wenn du zuerst zu dir gefunden hast.

Daran führt keine Abkürzung und schon gar kein manipulativer Trick vorbei.

Nur wenn du dich kennst und dich spüren kannst, nur wenn es dir gut geht, dann hast du genug zu geben um eine gesunde und glückliche Beziehung zu führen.

Alles andere ist Selbstbetrug.


Nochmal kurz zusammengefasst für dich:

  • Nutze die Trennung um Klarheit zu schaffen
  • Analysiere ob ihr beide eine Zukunftschance habt
  • Kümmere dich um dich und schaffe die Voraussetzungen für eine gesunde Beziehung

Welche Erfahrungen hast du mit zweiten Chancen gemacht? Hat es für dich funktioniert? Hinterlass einen Kommentar, ich bin gespannt.

Sei du selbst und geh deinen Weg!

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