Ich will nicht mehr leben

Ich will nicht mehr leben – was das bedeutet

Ich will nicht mehr Leben.

Hast du das schon mal gedacht, oder vielleicht gesagt? Ich kenne dieses Gefühl. Doch in so einer Situation ist man sich meist gar nicht darüber bewusst, was das eigentlich bedeutet.

Schon oft in meinem Leben habe ich unter Depressionen gelitten. Es bedeutet Niedergeschlagen sein (lat. deprimere niederdrücken). Man hat also das Gefühl, dass man niedergedrückt wird.

Niedergedrückt wird – also fremdbestimmt. Man sagt das so leichtfertig: Ich will nicht mehr Leben. Dabei ist das ein so furchtbarer Satz, der eigentlich etwas ganz anderes bedeutet.

Selbstmord als Hilfeschrei

Manchmal wird so eine Selbstmorddrohung nicht ernst genommen. Viel zu oft heißt es: Das ist doch nur ein Aufmerksamkeitsdefizit. Sowas macht der/die ja eh nicht.

Ja, richtig, es ist ein Hilfeschrei. Es bedeutet, dass man selbst nicht mehr weiß, was man tun soll und keinen anderen Ausweg sieht. Es bedeutet, dass man sich Hilfe wünscht, irgendjemanden, der einen da raus holt. Jemanden, der einem zeigt was man tun soll. Jemand, der weiß, was das Richtige ist.

Meine Mutter hat versucht sich mit Tabletten umzubringen als ich 12 war. Ich war alleine mit ihr zu Hause. Sie hat sich einen riesigen Haufen Tabletten zusammen mit einer Flasche Wodka reingepfiffen (wie hat sie das nur geschafft?). Das ganze bei 45 Kg Körpergewicht.

Als ich ins Wohnzimmer kam saß sie auf dem Sessel und sah sich ihren Lieblingsfilm an, hatte es sich gemütlich gemacht. Da war sie schon im Delirium. Sie sagte: Alles wird gut.

Bevor ich sie fand hatte sie aber noch etwas anderes gemacht: Ihre beste Freundin angerufen.

Ja, irgendwo war sie davon überzeugt, dass es so besser wäre. Aber irgendwo wusste sie auch, dass das nicht die einzige Lösung ist.

Es war ein Hilfeschrei. Sie hat ihre beste Freundin angerufen, weil sie Hilfe wollte, weil sie eigentlich nicht sterben wollte.

Sie lebt übrigens und ist heute (glaube ich) ziemlich glücklich.

Auch ich selbst hatte früher sehr oft Selbstmordgedanken – zu oft. Nach einem schlimmen Autounfall, bei dem ich hätte sterben können war ich zum ersten Mal froh am Leben zu sein.

Seit dem schätze ich mein Leben und will es auch nicht mehr loswerden. Aber was bedeutet das nun eigentlich, wenn jemand sagt: Ich will nicht mehr leben?

Ich will nicht mehr leben oder ich will so nicht mehr leben.

Ein simples kleines Wort aus zwei Buchstaben korrigiert die Aussage. Aus Ich will nicht mehr leben wird Ich will so nicht mehr leben.

Auf meine Erfahrung trifft das genau zu. Ich wollte nicht nicht mehr leben sondern ich wollte ganz einfach so nicht mehr leben.

Mein Leben verlief nicht so wie es sollte, oder wie ich es wollte. Ich hatte das Gefühl fremdbestimmt zu sein, nichts an meiner ausweglosen Situation ändern zu können.

Vielleicht dachte ich wirklich, dass es besser ist gar nichts zu fühlen, als diese Depression zu fühlen. Der Meinung bin ich heute definitiv nicht mehr.

Ein einziger Weg führt aus der Depression

Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass eine Depression eine Krankheit ist, die man einfach hat und gegen die man sich nicht wehren kann.

Ich glaube, dass es nur einen Weg raus aus der Depression gibt. Nämlich den Hintern hoch bekommen, Verantwortung übernehmen und etwas ändern.

Leben ist nicht nur ein Substantiv, es ist auch ein Verb. Das heißt leben bedeutet, dass du etwas machst. Zu leben heißt selbst zu leben und nicht gelebt zu werden.

Der Sinn, dass man so nicht mehr leben möchte gibt auch gleichzeitig den Weg vor. Nämlich eine andere Art zu leben zu finden.

Denn das Leben selbst ist nicht das Problem, das ist es niemals. Sondern die Art, wie man ein Leben führt, die ist das Problem.

Besonders in Phasen einer schlimmen Depression ist es verdammt schwierig, sich aufzuraffen und etwas zu tun. Aber besonders da ist es auch verdammt wichtig.

Also wenn du dich im Moment in einer Depression befindest und dieser schlimme Satz „Ich will nicht mehr Leben“ in deinem Kopf herum schwirrt, dann kann ich dir nur eines Raten:

Mach etwas. Egal was. Ändere etwas. Egal was. Fang einfach an. Zwing dich dazu. Trink morgens Tee statt Kaffee. Steh eine halbe Stunde früher auf. Ruf jeden Tag einen guten Freund an oder bei der Seelsorge.

Lies jeden Tag einen Witz. Geh raus und genieß die Sonne (wenn es gerade geht). Fang an Sport zu machen. Sieh dich nach einer anderen Wohnung oder einem anderen Job um. Oder kauf dir ein neues Stück Deko, dass dir wirklich gut gefällt.

Höre dir gute Musik an um dich besser zu fühlen oder lerne das Glücklichsein selbst herauf zu beschwören.

Sprich mit den Leuten um dich herum und sag ihnen, wie sie dir helfen können. Jede einzelne noch so kleine Veränderung kann dich aus deinem Tief holen und dir die Motivation geben auch die großen Dinge zu verändern, von denen du dich so niedergedrückt fühlst.

Willst du deine Depression endlich überwinden? Dann empfehle ich dir von Herzen das Depressions-Coach: Soforthilfeprogramm von Arne Tempel als wertvolle Untertützung auf deinem Weg raus aus der Depression. Klick hier und fang noch heute an.

Dachtest du schon einmal: Ich will nicht mehr leben? Und wolltest du auch einfach nur so nicht mehr leben? Wie hast du es geschafft? Schreib mir doch einen Kommentar, ich freue mich über dein Feedback. 🙂

Sei du selbst und geh deinen Weg!

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Kommentar

freiheit fuermich | am 5.März 2015 um 12:17 Uhr

Den Gedanken nciht mehr Leben zu wollen, hatte ich in meiner Ehe des Öfteren. Diese war geprägt aus Psychoterrror udn häsulicher Gewalt. Ich war verheiratet mit einem Psychisch Kranken. Es schien mir alles absolut ausssichtslos. Etwas zu Ändern, dachte ich nicht im Stande zu sein. Dies passierte mir in 4 Jahren Ehe stetig.
Gerettet hat ich immer meine Liebe zu meiner Tochter ohne sie wäre ich nicht mehr. Mein noch mann hörte nicht auf ich und machte es stetig noch schlimmer. Doch jedes Mal in letzer Sekunde hatte ich meine Prinzessin vor Augen. Heute bin ich FREI wie nie zuvor. Die Zeit, dass ich mir über das „nicht mehr leben wolen“ Gedanken gemacht hab ist vorbei. Bei mir gab es dafür immer einen Auslöser diesen AUslöser habe ich für mich gelöscht auch wenn es ein langer harter Weg war.
Wie ich mich ablenkte bzw. durchhielt, das war mit nähen, Freunden, Studieren etc. ich begann mich zu zwingen was zu machen.

Übrigens ein toller Blog den du hier hast

Christina Schindler | am 5.März 2015 um 13:02 Uhr

Du hast auf jeden Fall meinen größten Respekt. Ich kann mir nicht vorstellen, wie es wäre, wenn ich in eine ähnliche Situation kommen würde. Man stellt sich das nie so vor und leider passiert es dann trotzem.

Toll, dass du durchgehalten hast und dich aus deiner schwierigen Situation befreien konntest. Es wäre doch eine Schande, wenn es dich nicht mehr gäbe. Du bist ein Vorbild und ein tolles Beispiel für alle, die im Moment nicht an das Leben glauben und nicht glauben, dass es irgendwann besser werden kann. Ich hoffe du kannst in Zukunft deine Freiheit voll auskosten und dass dir nie mehr so etwas schlimmes passiert!

Liebe Grüße
Tina

mini | am 27.Juni 2015 um 14:58 Uhr

mir geht es gerade genau so…ich will nicht mehr leben. ich fühle mich so ungeliebt. ich habe eigentlich nach 20 schweren jahren endlich alles was ich mir gewünscht habe, nur keine mutterliebe…ich komme nicht darüber hinweg, dass ich meiner mutter egal bin. es schmerzt so furchtbar. wenn ich ihr egal bin, wem soll ich dann wichtig sein? ich weiß nicht was ich sagen soll, aber dein beitrag hat mich sehr berührt…ich sitze hier und weine, die schmerzen sind unerträglich, aber als ich deinen beitrag las hatte ich das gefühl es gibt da jemanden, dem es genau so erging, wie ich mich fühle….ich wünsche mir so sehr, diese schmerzen nicht mehr zu spüren, oder das mich jemand rettet….

Christina Schindler | am 3.Juli 2015 um 18:51 Uhr

Hi Mini,

ich glaube du solltest nicht darum trauern, dass deine Mutter dir nicht die Liebe gibt, die du dir wünschst. Du solltest dir selbst wichtig sein. Denn der einzige Mensch, der die die Liebe geben kann, die du verdienst bist du selbst. Und dann, wenn du dir selbst wichtig bist, und dich selbst liebst, und dich gut um dich kümmerst, dann werden auch andere Menschen in dein Leben treten, die dich so lieben, wie du es verdient hast. Ich weiß, gerade von der eigenen Mutter erwartet man viel. Doch du bist nicht mehr auf sie angewiesen, so wie du es als Säugling einmal warst. Bloß weil sie dich zur Welt gebracht hat musst du nicht mehr von ihr abhängig sein, als von allen anderen Menschen. Die Familie, in die man hinein geboren wird, kann man sich nicht aussuchen. Man kann sich allerdings die Menschen aussuchen, mit denen man Zeit verbringt und um die man sich kümmert. Bau dir dein eigenes Umfeld auf, mit Menschen, die dich lieben und achten.

Ich wünsche dir alles Gute und ganz viel Liebe,
LG Tina

Positiv | am 15.September 2015 um 22:19 Uhr

Ich kenne auch dieses Gefühl von meiner Ma nicht geliebt worden zu sein ,ich glaube meine Ängste heute gaben immer noch mit diesem nicht geliebt zu werden (von ihr) zu tun.Ich habe in einer Rückführung gelernt alles wieder abzugeben an meine Mutter!
Ich bin aber wie du immer noch so unendlich traurig über die Zeit des nicht geliebt zu werden …..von ihr .
Heute mit meinen Kindern und Enkelkindern gebe ich meine Liebe an sie weiter und freue mich immer über ihre Reaktionen der Hingabe und des jetzt glücklich sein , gib das was du nicht bekommen hast an deine nächsten weiter und das Glück kommt zu dir .
Vertraue auf die Zukunft

Christina Schindler | am 16.September 2015 um 10:43 Uhr

Danke dass du so etwas schönes schreibst. Ich bin sicher du bekommst von deiner Familie all die Liebe zu spüren, die du dir von deiner Mutter gewünscht hättest.

Alles Liebe
Tina

Marcello | am 3.Juli 2015 um 17:59 Uhr

“Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass eine Depression eine Krankheit ist, die man einfach hat und gegen die man sich nicht wehren kann.“
Insgesamt hat mir dein Artikel sehr gut gefallen, aber das hier halte ich- es tut mir ehrlich leid- für hanebüchenen Unsinn. Depression ist sehr wohl eine Krankheit, aber was hat das damit zu tun, dass man sich nicht dagegen wehren kann? Nur weil die Krankheit im Normalfall keine offensichtlichen Verfallserscheinungen mit sich zieht, ist es trotzdem eine Krankheit. Und man kann sich selbstverständlich gegen Krankheiten wehren, sonst wären wir, wie es auf neudeutsch heißt, alle bereits im “Holzpyjama“ . Bei physischen Krankheiten nennt man sowas Immunantwort, die auch dafür sorgt, dass wir in den meisten Fällen gar nicht erst krank werden. Zusätzlich kann man mit Medikamenten, manchmal auch mit psychischen Tricks und Hausmittelchen (aber Achtung, da ist viel Schrott dabei, immer aufpassen!!!) diesem auf die Sprünge helfen. Bei geistigen Krankheiten gibt es dafür Psychater, aber auch gute Freunde oder Freundinnen können helfen (im Grunde genommen ist ein Psychater nur ein Ersatz-Freund mit etwas vertieftem psychologischen Kenntnissen, wobei auch einfühlsame und emphatische Mitmenschen ein riesiges psychologisches Wissen unbewusst mit dabei haben. Also, natürlich ist es eine Krankheit, aber wir können uns gemeinsam aus eigener Kraft (am besten mit etwas Unterstützung) heilen oder zumindest ein erfüllteres Leben führen. Ich liege hier mit Streptokokken im Bett und bin auch zuversichtlich, dass aus meinem Inneren heraus mit bisschen Schützenhilfe wieder alles ins Lot gerät. Wir haben die Pocken besiegt, wir könnten irgendwann auch die Depressionen besiegen, daran glaube ich fest.

Christina Schindler | am 3.Juli 2015 um 18:38 Uhr

Hi Marcello,

nun, ADHS zum Beispiel wird auch als Krankheit definiert. Die hat man einfach so erfunden, weil man nicht so recht wusste wie man junge Menschen mit Konzentrationsstörungen aufgrund psychischer Probleme behandeln sollte. Auch das lässt sich mit Medikamenten behandeln und „heilen“. Die Grenze zu ADHS wird übrigens mit den Jahren immer mehr ausgeweitet. Allerdings halte ich ADHS als Krankheit für Unsinn. Ebenso wie die Depression. Man könnte ja künftig auch Trauer, Wut und weitere unangenehme Gefühle als Krankheit definieren. Man könnte auch das Verliebt sein als Krankheit einstufen, hat ja große Ähnlichkeit mit einer Manie.
Ich denke, dass die sogenannten Depressionen ganz natürliche psychische Reaktionen auf ungünstigen Lebensstil und Umgang mit den eigenen Gefühlen und den Alltag ist. Die Grenze zwischen Krankheit und natürlichen Zuständen wird immer verschwommener.
Ob man es nun als Krankheit betrachtet oder nicht ist jedoch im Umgang mehr oder weniger egal. Auch dann, wenn man es als Krankheit betrachtet kann man ganzheitlich an das Problem herangehen und die Ursachen beheben, wo sie her kommen.

Liebe Grüße
Tina

Suvi | am 7.Juli 2015 um 17:59 Uhr

Hi,
ich muss mich hier jetzt doch auch noch einmischen.
„kann man ganzheitlich an das Problem herangehen und die Ursachen beheben, wo sie her kommen.“
Wo die Ursachen liegen, weiß ich. Aber wie will man Schülern beibringen, mit dem Mobben aufzuhören? Das geht nicht. Und jetzt kommen sie bitte nicht damit, dass das Opfer sich verändern soll – das stimmt nicht. Von daher muss ich der Aussage, dass man das Problem mit der Erkennung desselben damit beheben kann, leider erstmal widersprechen.
Liebe Grüße

Christina Schindler | am 9.Juli 2015 um 17:04 Uhr

Hi Suvi,

selbstverständlich kann man Schülern beibringen nicht zu mobben. Und natürlich ist das Erkennen der Ursachen eine Notwendigkeit, um diese beheben zu können. Das Erkennen selbst reicht natürlich nicht aus, man muss aktiv etwas dafür tun.
So hart es klingen mag, die einzige Person, die etwas an der Situation ändern kann ist der Mensch selbst, der gemobbt wird. Die Depressionen kommen in der Regel nicht alleine vom Mobbing, ebenso wenig wie ein geringes Selbstbewusstsein und die Angst davor, sich zur Wehr zu setzen. Das Gegenteil ist der Fall. Das Leben ist nicht immer fair und leicht, der Mensch, auch schon als Kind, muss lernen auch mit unschönen Umständen zurecht zu kommen. Wenn ein Kind gemobbt wird muss es lernen damit umzugehen um den Respekt vor sich selbst für die Zukunft zu behalten, oder zu erlangen. Für ein starkes Selbstbewusstsein ist es für so ein Kind wichtig zu lernen, dass es selbst über sich bestimmen kann und auch über die eigenen Emotionen, unabhängig davon, was andere versuchen ihm anzutun. Wird es einfach bloß von außen notdürftig beschützt, so wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit auch als Erwachsener mit den selben Problemen zu kämpfen haben. Gemobbt wird ein Kind in der Regel deshalb, weil es ein geringes Selbstwertgefühl hat und sich nicht traut etwas dagegen zu unternehmen, was oft auch mit einem mangelnden Vertrauensverhältnis zu Eltern und anderen Bezugspersonen zusammenhängt.
Ich selbst wurde als Kind gemobbt. Und es war schlimm für mich. Doch bin ich heute hier, frei von Depressionen und Selbstmordgedanken. Weil ich an dessen Ursachen gearbeitet habe. Auch heute habe ich mit Kollegen zu kämpfen. Die Menschen versuchen es eben immer wieder, aus verschiedensten Gründen. Doch ich lasse mich nicht mehr mobben, wie ich es damals als Kind getan habe. Das ist der einzige Unterschied. Und genau das musste ich lernen, nämlich dass sie mich nur mobben können, wenn ich das zulasse.

Liebe Grüße
Tina

Nichtwichtig | am 13.Oktober 2015 um 08:53 Uhr

Hallo,

gerade das Thema Mobbing ist ein sehr wichtiges und aktuelles Thema. Aber, daß man sich dagegen wehren kann, kann ich nicht bestätigen.
Sobald das eigene soziale Netzwerk unterminiert wird von den Mobbern, hast Du keine Chance mehr. Und es gibt leider sehr viele Opfer im familiären Bereich. Was willst Du tun, wenn von fünf Geschwistern vier auf Dich los gehen, Dich belügen, diffamieren und öffentlich nieder machen?? Dazu kommt, daß diese Fälle noch nicht mal von der Staatsanwaltschaft verfolgt werden, wenn Körperverletzung im Spiel ist. Familiäre Streitigkeiten heißt es dann, und die Sache wird eingestellt. Ich stimme zu, daß man sich gegen Mobbing in der Firma wehren kann, aber nicht innerhalb der Familie, wo intimste Kenntnisse des Opfers gegen es verwendet werden. So geschehen mit meinem Mann. Es war ein Familienbetrieb, der Vater starb und die Geschwister haben ihn fertig gemacht. Durch Gewaltanwendung, wirtschaftlich, durch Ausgrenzung und letztendlich durch Rufmord. Er hatte keine Chance. Er wurde depressiv und selbst dann war es ihnen egal – sie haben ihn in den Selbstmord getrieben. Er hat selbst mit anwaltlicher Hilfe nichts erreicht. Er wurde ruiniert. Als Miterbe der Firma galt er bei den Ämtern als vermögend und hat keinerlei soziale Unterstützung erhalten, auch von den Miterben hat er keinen Cent gesehen – egal ober gearbeitet hat oder nicht. Von der Familie verraten und vom Staat im Stich gelassen.
Trotzdem finde ich den Grundgedanken bezüglich des Zusammenhangs zwischen der Depression und der Fremdbestimmung genial. Das kann ich nur bestätigen. Es sind meist die Umstände, die dazu führen, daß jemand in Depressionen verfällt – oder in Aggressionen. Manchmal wünsche ich mir, mein Mann hätte öfters mal zurückgeschlagen. Vielleicht hätten das die Geschwister eher verstanden. Er war zu gutmütig und hat immer das Wohl der Familie gesehen, während die anderen nur ihr Geld gesehen haben. Ich führe nun die Strafsache weiter, im Namen meines Mannes. Ich will Gerechtigkeit – auch zum Wohle unserer Kinder, die ebenfalls gelitten haben.

In diesem Sinne – viel Kraft mach weiter so

Liebe Grüsse

Anita | am 26.Oktober 2015 um 22:37 Uhr

Was Du geschrieben hast ist einfach einfälltig. Nur weil Du bei Depressionen, weder Beinbruch noch Deine Streptokokken feststellen kannst, findest Du wir seien Spinner, die einfach keine Lust mehr haben und uns nicht mehr bemühen. Ich hätte ganz viele Dinge um die ich mich bemühen sollte, kann es einfach nicht und wäre froh, wenn ich nur mit Streptokokken im Bett liegen müsste!

Christina Schindler | am 27.Oktober 2015 um 13:05 Uhr

Hallo Anita,

ich finde ganz und gar nicht wir seien Spinner, schade dass du das so aufgefasst hast. Ich kann deine Gefühle der Ohnmacht gut nachvollziehen. Das heißt aber nicht, dass du nichts tun kannst gegen deine Depression. Ich finde wenn man sie als „übermächtige Krankheit“ betitelt, dann nimmt einem selbst das Verantwortung und damit die Macht etwas zu verändern. Was ich sagen will ist ganz einfach, dass jeder Mensch es schaffen kann die Depression zu überwinden, wenn er bloß die für ihn richtigen Methoden kennt.

Ich wünsche dir alles Gute.
Tina

diiamond | am 10.Juli 2015 um 18:00 Uhr

Ich habe diesen Beitrag gerade durchgelesen. und ich muss sagen er ist wirklich sehr schön. ich habe diese Gedanken jetzt schon über 2 Jahre. hab vieles da drüber gelesen aber dieser text hat mich bisher am meisten bewundert.
Trotzdem ist mein Problem einfach, ich finde keinen Ausweg für meine Probleme. vor ungefähr 4 Jahren, hatte ich alles was ich wollte. und das wichtigste natürlich auch freunde. Ich konnte aber dennoch, nur meinen Besten Freund Vertrauen. Lukas war sein Name. Alle anderen haben mich verraten, mich hintergangen und mich wirklich auf übelster weise damals in der Schule fertig gemacht. Er war immer für mich da, und eigentlich auch der Grund warum ich nicht aufgegeben habe. er stand mir jeden tag beiseite und hat mich stärker gemacht wie ich war..Am Besten kann ich mich dran erinnern, wie er immer zu mir sagte “ Wenn deine schönheit deine stärke ausmacht, wärst du die stärkste von allen“ als er aber an Brustkrebs erkrankt und gestorben ist, wusste ich nicht mehr weiter. Ich wusste mir nicht mehr zu helfen.Ich habe tagelang geweint. Ich war so fertig.. Ich habe es kaum zu seine Beerdigung geschafft.. Ich habe niemanden. Wirklich niemanden der sich interessieren würde für mich.. Ich habe Mehrmals versucht nach seinem tot, etwas in meinem Leben zu ändern.Nach circa einem Jahr habe ich jemanden Kennengelernt. er war so Gutherzig Zu mir. hat mich immer verstanden. wir hatten eine sehr tolle Zeit. war dann auch der einziger zu dem ich wieder ein bisschen vertrauen aufbauen konnte. Als er jedoch umgezogen ist, hat er sich sehr verändert. hat “Bessere“ Freunde wie mich gefunden.. Hat mich auch im stich gelassen.. Es ist so viel mehr passiert, aber um alles zu erzählen, müsste ich wahrscheinlich ein buch schreiben.. Hab versucht mit meinen Eltern damals dadrüber zu reden. Sie meinten damals zu mir, es wäre normal, daher ich jugendlich war. “ Depression gefühle hat jeder in diesem alter, es würde nach einiger Zeit wieder vergehen“ Ich hatte da dran geglaubt. aber es hat sich auch nach einigen Jahren nichts in meinem Kopf verändert. Alles was ich Heute tue, ist sehr viel Weinen. Einen Gedanken an meine alten freunde, oder allgemein an meiner Vergangenheit macht mich sehr müde und schwach. Vielleicht aber, lebe ich zu sehr in meiner Vergangenheit? Ich weiss es nicht..

Christina Schindler | am 13.Juli 2015 um 18:30 Uhr

Hi Diiamond,

soweit ich das beurteilen kann hast du ein großes Problem damit, anderen Menschen zu vertrauen. Das kann ich natürlich sehr gut verstehen, insbesondere da dich viele Menschen verletzt und verlassen haben. Allerdings ist es ziemlich wichtig Vertrauen zu anderen Menschen fassen zu können. Vertrauensvolle Beziehungen, auf die du dich verlassen kannst entstehen ohne dieses Vertrauen nicht. Auch wenn einige Menschen dich enttäuscht haben, heißt das aber nicht, dass du keinem Menschen mehr vertrauen kannst. Immerhin hat dein damaliger bester Freund dich immer unterstützt. Dass er gestorben ist, ist traurig, war aber nicht seine Schuld. Verurteile aber auch die anderen Menschen nicht, denn Menschen verändern sich und Beziehungen lösen sich dann. Das ist an sich ganz normal.
Sag bitte nicht, dass es niemanden gibt, der sich für dich interessiert. Denn du hast immer dich. Du solltest dich für dich interessieren und dich um dich selbst kümmern. Dich selbst wirst du niemals verlieren. An deinem Vertrauen zu anderen Menschen solltest du vielleicht arbeiten, damit du eines Tages wieder persönliche, stabile Beziehungen eingehen kannst. Dabei kann dich wahrscheinlich ein Therapeut am Besten unterstützen. Versuche außerdem im hier und jetzt zu leben und Lösungen für jetzt und die Zukunft zu entwickeln, damit es dir besser geht.

Ich wünsche dir alles Gute und dass du deinen Lebensweg findest!
Liebe Grüße
Tina

Maria | am 5.August 2015 um 22:46 Uhr

Hallo,
Ich habe oft das Gefühl nicht atmen zu können.. Weil ich mit dem Altagsdruck nicht umgehen kann.. Ich habe das Gefühl, dass ich nicht die Kraft habe mich aufzuraffen.. Ich will mich einfach nur in meinem Bett verkrichen und nichts mehr hören, nichts mehr fühlen!
Zudem fühle ich mich so allein und habe das Gefühl das mich niemand lieben kann, da nicht mal ich dazu im stande bin.

Christina Schindler | am 11.August 2015 um 16:27 Uhr

Hi Maria,

das klingt ganz klassisch nach einer Depression. Es ist „normal“ dass man sich da kaum noch aufraffen kann. Doch besonders da ist es wichtig dass du es trotzdem tust, dein Leben und deinen Alltag mit so vielen schönen Dingen wie möglich füllst. Du kannst dich lieben. Das kann man lernen. Und natürlich können auch andere dich lieben. Und wer es nicht tut, den brauchst du nicht in deinem Leben, auch wenn das jetzt leichter klingt als es in der Tat ist. Bitte such dir professionelle Hilfe und gib dich nicht auf. Du kannst es schaffen diese Depression zu überwinden und glücklich zu werden. Ich glaube an dich. 🙂

Alles Liebe
Tina

Ralf | am 6.Oktober 2015 um 11:01 Uhr

Genauso geht es mir,bloss ich nehm Tabletten und alkohol,dazu um mich uu betäuben!

maja | am 11.August 2015 um 16:22 Uhr

Hallo, Ihr Artikel hat mich ziemlich bewegt und mich auch sehr angesprochen. Das was Sie durchgemacht haben mit ihrer Mutter kann vermutlich niemand nachvollziehen aber ich finde es beeindruckend das Sie das alles überstanden haben.
Ich habe mittlerweile das gleiche Gefühl..ich bin auf diese Website gestoßen weil ich als Suchbegriff „Ich will nicht mehr leben“ eingegeben hatte..diese Tatsache alleine macht mir schon echt Angst. Mein bester Freund ist vor kurzem aus meinem Leben verschwunden weil er sich für jemanden anders entschieden hat. Meine 1. Große Liebe hasst mich..und zu allem Überfluss will ich schon gar nichts mehr mit meinen Freunden machen, ich lasse mir irgendwelche Ausreden einfallen weil ich einfach Panik bekomme vor Menschen, weil ich weiß das sie eh gehen. Zu allem Überfluss hab ich mich noch darüber informiert wie viele Tabletten zu Bewusstlosigkeit führen. Ich sehe mittlerweile einfach keine Zukunft mehr. Meine Freunde denken ich bin behindert weil ich nichts mehr mit ihnen mache..ich habe jetzt versucht einer zu erklären was in mir vorgeht..aber sie versteht es nicht im geringsten. Keiner versteht mich irgendwie mehr. Alle meinen ich soll meinen besten Freund und so vergessen aber es geht einfach nicht. Nichts geht mehr.

Christina Schindler | am 11.August 2015 um 16:34 Uhr

Hi Maja,

das Gute an dem was du schreibst ist, dass du erkennst dass deine Selbstmordgedanken nicht der richtige Weg sind. Solange du das noch erkennst kannst du daran arbeiten.
Deine Freunde haben recht, wenn sie sagen dass du deinen besten Freund vergessen solltest. Du solltest nur Menschen um dich herum versammeln, die dich lieben und respektieren und gut zu dir sind.
Dass deine Freunde es nicht unbedingt verstehen wie du dich fühlst ist leider ganz normal, wer das nicht selbst erlebt hat versteht es selten. Dass dir aber in deiner Situation Kommentare wie: „Reiss dich doch einfach zusammen“ nichts bringen sondern es nur schwerer machen ist den meisten Menschen einfach nicht klar.
Du solltest dich unbedingt jemandem öffnen, der dir mit deinem Problem helfen kann, zum Beispiel einem Psychologen. Gerade dann wenn du dich nicht aufraffen kannst und nichts mit anderen Menschen unternehmen willst kann es gut tun es trotzdem zu tun. Versuche dich nicht noch tiefer in deine Depression hinein zu manövrieren indem du dich zurück ziehst. Auch wenn es dir im Moment nicht so vor kommt, glaube daran, dass wieder bessere Zeiten auf dich zu kommen, denn das werden sie bestimmt – vorausgesetzt du lebst dein Leben! Versuche am besten dich anzunehmen und selbst lieben zu lernen. Es ist nicht wahr, dass alle Menschen dich verlassen. Oft stößt man sie auch aus Angst von sich weg. Hab bitte Vertrauen darin, dass du die Depressionen überwinden kannst und arbeite daran.

Alles Liebe
Tina

Claudia | am 14.August 2015 um 09:06 Uhr

Hallo,
ich habe Depressionen und bin schon seit über 25 Jahren in Behandlung.
Mal geht es besser, mal geht es schlechter.
Viele Krankenhausaufenthalte, Medikamente usw.
Manchmal wenn ich aus der Therapie komme, denke ich, dass ich es nicht verstehe. Ich verstehe nicht, was die Therapie bewirken soll, was ich da überhaut mache? Zu was ist es gut? Dann wieder kommt ein kleiner Aha-Effekt.
Was ich aber eigentlich schreiben wollte: Meine größte Angst ist, dass ich es irgendwann schaffe, dem Ganzen ein Ende zu setzen.
Ich fühle mich mit meinen 43 Jahren mittlerweile auch schon zu alt um irgendetwas ändern zu können (zu wollen?). Rentiert sich das noch? Mit 43?
Wie lange noch? Wie lange noch? Wie lange noch?
Meine größte Hochachtung vor denen, die es geschafft haben aus dem
dunklen Loch zu kommen. Die ihren A….. gelupft haben….meinen aller größten Respekt!!!! Ihr könnte verdammt stolz auf Euch sein!!!
Claudia

Christina Schindler | am 14.August 2015 um 16:01 Uhr

Hi Claudia,

auch du kannst stolz auf dich sein. Denn nach über 25 Jahren gehst du immerhin noch zur Therapie. Du hast dich noch nicht aufgegeben, du arbeitest weiter daran. Und du kannst es auch schaffen, daran glaube ich fest.

Ob es sich lohnt mit 43 noch etwas an deinem Leben zu ändern? Verdammt, ja! Rein statistisch gesehen hast du immerhin noch 27 Jahre vor dir. Das ist mehr Zeit als ich bis jetzt auf dieser Erde verbracht habe. Und selbst wenn es nur noch ein Jahr, oder nur ein Tag wäre, natürlich lohnt es sich. Denn jeder einzige Moment in dem du dich wohl fühlst und glücklich bist ist es wert. Wenn du wüsstest, dass du nur noch 6 Monate zu leben hast, wie würdest du dein Leben dann füllen? Würdest du einfach aufgeben, weil es sich ja eh nicht mehr lohnt oder würdest du vielleicht alles anders machen? Überleg dir was du machen wollen würdest und versuche dein Leben mit einzelnen Teilen davon zu füllen. Denn vieles von dem was man sich erträumen würde, wenn man nur genug Geld hätte, oder nur noch ein paar Monate zu leben, kann man auch im ganz normalen Alltag umsetzen. Gib dich nicht auf, egal wie lange dein Leben noch dauern wird, du bist es Wert diese Zeit mit Freude zu füllen!

Alles Liebe
Tina

Lili | am 21.August 2015 um 15:58 Uhr

Hallo ihr lieben ich bin sehr beeindruckt davon das es die meisten von euch geschafft haben ihr Leben auf die reihe zu bekommen und sich aufzuraffen. Ich bin 23 Jahre alt und habe mich bereits vor einigen Jahren aufgegeben. Bei mir ist unter anderem auch das Problem mit der Mutterliebe. .wir sind insgesamt 4 Kinder und ich bin das jüngste und musste unter anderem schon seit klein auf immer zurück stecken und War das schwarze schaff bei meiner Mutter. Alle Versuche ihre Aufmerksamkeit und liebe zu bekommen waren vergebens. Alle anderen wurden immer bevorzugt und ich War an allem schuld. Sie wirft mir oft Sachen an den Kopf wie das ich ein Schwein bin und ein schlechter Mensch , das ich niemals einen Partner finden werde der mit mir leben wollen würde. Ich habe mir nie was zu Schulden kommen lassen und habe immer brav alles erledigt was ich an Aufgaben hatte und trotzdem bin ich schlecht. Langsam glaube ich das auch .. vor wenigen Jahren habe ich zum ersten mal mit einem Freund eine Wohnung genommen aber er hat mich nur betrogen und daran scheiterte alles.ich habe angefangen Sachen zu bestellen und zu kaufen um mich besser zu fühlen und es hat auch geklappt.bloss nur einen kurzen Moment und ich hatte sofort danach ein schlechtes gewissen. Mittlerweile bin ich verschuldet, und als ob es nicht schlimmer kommen könnte hatte ich Anfang des Jahres eine Fehlgeburt gehabt und habe seit dem einen so starken Kinderwunsch aber mein verlobter will nicht .er sagt er ist dafür noch nicht bereit.
Ich bin wirklich dabei mich aufzugeben..ich fange an mich zu ritzen und schlafe seit tagen nicht mehr durch oder kaum.
Ich bin ständig vertieft in Gedanken und verkrieche mich Zuhause. .ich kann einfach nicht mehr…

Jacqueline | am 30.August 2015 um 20:28 Uhr

Bin seit Jahren in einem Tief,.. Wünsche mir jeden Tag eine Krankheit, die mich endlich erlöst, da ich selber nicht den Mut aufbringe und ich nicht will, dass meine 2 Kinder mal dastehen als: “ Deren Mutter hat sich selbst umgebracht“. Meine Kinder leben nicht bei mir, da ich ihnen die Möglichkeit gab, an besseren Orten aufzuwachsen, wo sie geliebt werden. Ich konnte ihnen dies leider nicht geben, da ich nach allem was ich erlebt hab, nicht genug Liebe geben konnte… Jetzt hab ich eine Krankheit bekommen, nach langem Beten aber leider bringt sie mich nicht um… Ich weiss nicht, was diese MS mit mir in Zukunft machen wird, aber ich hoffe, sie macht ne Ausnahme und erlöst mich in den nächsten Jahren…

Christina Schindler | am 8.September 2015 um 11:50 Uhr

Hi Jaqueline,

es tut mir wirklich weh zu lesen, dass du dir wünschst krank zu sein. 🙁 Ich bin sicher du kannst noch etwas aus deinem Leben machen, es mit Schönheit, Freude und Liebe füllen, wenn du dich nur dazu entscheidest.

Alles Gute
Tina

Irgendjemand der nicht weiß wohin | am 8.September 2015 um 20:49 Uhr

Ich bin seit kurzem auch in einem tief…ich bin 13, und habe vor kurzem die Schule gewechselt. Ich habe nirgendwo einen Kommentar gelesen, dass es jemanden in einer Situation wie mich gibt.
Ich habe wie schon gesagt die Schule zum letzten Halbjahr gewechselt(3 schulwechsel) und habe mich schlecht in die klasse eingelebt, aber das meine ich nicht. Ich bin nie auf einer reguleren Grundschule gewesen, sondern auf einer Waldorf Schule. Ich habe vieles nicht gelernt was ich auf meinem 2. gym gebraucht hätte. Ich habe alles immer vertuscht, obwohl ich währenddessen versucht habe das was ich weiß was mir fehlt nach zu hohlen. Habe ich nie geschafft. Ich bin jetzt auf dem neuen gym total aufgeschmissen. Weil es langsam(8 klasse) zu Tage kommt und auch mit Mama geredet habe weil ich die arbeiten und das lern Pensum + das nach zu holende nicht schaffe. Heute hatte ich dann noch krach mit meiner Mutter. Sie hat mir bei den Hausaufgaben geholfen weil ich ausnahmsweise wollte das sie das nochmal ließt. Dann als ich b) machen wollte Diehl mir auf das ich den ganzen Text (2 Seiten) nochmal schreiben durfte weil ich was falsch gemacht habe. Mama meinte ich hätte das nur n bisschen falsch, aber sie kennt meine Lehrer nicht. Alles muss korrekt und perfekt der Aufgabenstellung entsprechen…dann wollte sie das nicht verstehen…und meinte als ich ihr das mit den Lehrern erklärte ich sind mich doch eh nur im Selbstmitleid!?! Ich weiß nicht mehr wie und was ich aufholen kann und muss + den Stoff den ich jetzt habe. Wie soll ich das schaffen?!? Ich habe keine Lust mehr mich Tag täglich mit ihr, meinen Klassenkameraden, den Lehrer. Etc auseinander zu setzten!!! Ich will nicht mehr! Ich weiß nichts mehr!?! Bitte helft mir wie ich da wieder raus komme! Was soll ich denn machen? Wie soll ich da meinen **sch hoch Kriegen?!? Ich weiß nicht mehr weiter!
Bitte helft mir, ihr habt Erfahrung mit sowas!

Christina Schindler | am 16.September 2015 um 10:45 Uhr

Ich denke du solltest auf jeden Fall deine Position klar machen. Wenn du überfordert bist, dann ist das eben so. Dann solltest du dich auch nicht dafür kaputt machen. Versuche den Druck der Gesellschaft und deiner Mutter einmal außer Acht zu lassen und finde heraus was du dir für die Zukunft wünschst. Wenn du dann feststellst, dass es wirklich deinem Wunsch entspricht diese Schule zu schaffen, dann hast du deine Motivation dafür auch.

Alles Liebe und viel Erfolg
Tina

G. Kcr | am 29.September 2015 um 16:53 Uhr

Auch ich stecke momentan in einer Krise. Ich leide seit Jahren unter der Angst, dass sich alles aus meiner Kindheit wiederholt. Diese Angst, gepaart mit den physischen Schmerzen von einem schweren Unfall vor ein paar Jahren lässt mich nachts kein Auge zutun. Diese Angst lässt zu, dass ich aus Frust alles esse was ich in die Finger bekomme. Gott sei Dank hab ich ein noch recht normales Gewicht, das aber auch nur wegen der Bewegung, zu der ich mich zwinge damit ich einen Ausgleich hab. Aber glücklich bin ich nicht. Ich hab tolle Freunde und Familie und weiß, dass sie mich gern haben, aber ich schaffe es nicht, mich daran zu erfreuen. Manchmal schaffe ich es nicht Emotionen zu zeigen, wenn ich mich freue, man sieht mir das dann nicht an. Ich schaffe es aber auch wunderbar meine Gefühle hinter einer lächelnden Maske zu verstecken. Darin bin ich mittlerweile sehr geübt. Es gibt Tage, da fühle ich mich, als hätte ich versagt. Ich hab das Gefühl, ich hab nichts erreicht. Das Gefühl, ich hab noch nichts getan, was meine Eltern stolz macht. Einfach wie eine leere Hülle meiner selbst.

giselly | am 10.Oktober 2015 um 19:59 Uhr

Hallo,
Bin 34 Jahre altund habe gerade auch Selbtsmordgedanken.lebe seit 16 Jahren hier in Deutschland, von meiner ersten Ehe habe ich ein 12 jähriges Mädchen (Pubertät ). Aus meiner jetzigen Ehe ein 4 jähriger Junge (Sprach-und Entwicklungsverzögerung)
Ich arbeite freiberuflich als Dolmetscherin, Übersetzerin und Sprachdozentin . Versuche gerade eine kleine Schule bei mir Zuhause zu grunden, ausserdem putze ich fremde Häusern damit keiner,wegen meinen beruflichen Ziele, runter leidet.
So jetzt zum Thema :
Fühle mich einfach sehr allein.bekomme vo meiner Mann weder seelische noch anderer Art von Unterstützung. Er geht arbeiten, kommt nach 9 Stunden nach hause zurück, duschen, essen, Handy und Fernseher laufen danach gleichzeitig, danach geht er ins Bett und optimal wäre, wenn ich dann auch noch für Ihn „bereit“ wäre. Soviel zu seinem Tagesablauf.
Mein Tagesablauf sieht ganz anders aus: ich stehe aus, bereite die Kinder für Schule und Kindergarten vor, bringe sie auch dahin.arbeite (alles was ich schon vorher detaillierte ) komme nach Hause, koche, bringe die Kinder zum Arzt oder Therapie, kümmere mich um die Post (Rechnungen, überweisungen, etc…) mache Hausaufgaben mit der Große, spiele mit dem junge, mache die Einkäufe und den ganzen Haushalt halt.Abends wenn alle schlafen, versuche ich um meine Selbständigkeit zu arbeiten. Ich finde, das ist eine schlechte Verteilung der Aufgaben. Ich versuche mit meinem Mann darüber zu sprechen, das Gespräch endet immer mit heftigen Diskussionen, die alles nur schlimmer machen.ich habe versucht auch mit ihm über Scheidung gesprochen. Im ersten Moment nimmt er das an und wenn es soweit ist, dann tretet er zurück, fängt an zu weinen, entschuldigt sich tausend mal und verspricht sich zu ändern. So läuft es seit 4 Jahren (seit 7 Jahre sind wir zusammen )
Vorschläge sind willkommen und für jeden wäre ich dankbar, denn ich sehe kein Ausweg mehr! !!
Vielen Dank

giselly | am 10.Oktober 2015 um 20:02 Uhr

Entschuldige bitte meine Rechtschreibfehler. Wenn ich schnell und total nervös schreibe, passieren solche Missgeschicke

ave | am 3.November 2015 um 22:43 Uhr

Ich weiß nicht ob es euch eigentlich bewußt ist was ihr da sagt. Ihr seid gesund und habt das Leben noch vor euch. Ich habe mein einziges Kind durch einen Freitod verloren. Was mit den Menschen wird die euch lieben und die dann leiden und deren Leben aus den fugen gerät denkt ihr auch mal daran ,was ihr denen antut. ihr wollt nicht sehen das es in eurer unmittelbaren nähe Menschen gibt die euch helfen wollen und ihr denkt nur an euch-
ave

Christina Schindler | am 4.November 2015 um 11:09 Uhr

Hi Ave,

Depressionen und der Wunsch nach dem Tod sind nicht einfach so weg zu denken. Auch wenn es Paradox scheint kann man gleichzeitig wissen, dass das Leben wertvoll ist und sich trotzdem den Tod wünschen. Diese Gedanken kommen mit der Krankheit einfach und es bedarf etwas Arbeit sie zu verändern. In den Momenten, in denen man nicht mehr Leben möchte denkt man nach meiner Erfahrung auch nicht mehr an andere Dinge oder an die Menschen um einen herum. Man möchte einfach den Schmerz beenden. Allerdings heißt das nicht dass die Menschen einem egal sind. Man ist bloß einfach gefangen in einer Gedanken Spirale. Ich kann mir kaum vorstellen wie es sein muss das eigene Kind zu verlieren. Doch denke bitte nicht dass du deinem Kind egal warst.

Alles Liebe
Tina

Vicky | am 11.Oktober 2015 um 21:45 Uhr

Hallo,
(ich weiß nicht, aber der Text könnte sensible Menschen triggern, vielleicht. Also eine kleine Warnung^^)
heute habe ich auch wieder diesen Gedanken. Das erste Mal habe ich daran gedacht, mich selbst umzubringen, als ich noch ein Kind war. 8 Jahre oder so. Ich hatte mir ein Messer genommen und einen Abschiedsbrief geschrieben. Ich wollte mir ins Herz stechen, aber wie soll man das als kleines Kind schon. Als meine Mutter mich fand, hat sie sich nur über meine Rechtschreibung beschwert. Zumindest ist es das Einzige an das ich mich erinnere.

Ich habe immer das Gefühl nicht ausreichend zu sein. Ich habe es mir seit dem öfter ausgemalt wie man es machen könnte. Wirklich weiter ging es bisher nie. Dieses Jahr sind mein Vater und meine Großmutter gestorben, deshalb denke ich, dass ich mich nicht umbringen darf, da meine Mutter sonst ganz alleine ist. Es gibt noch meinen Bruder und meinen Onkel. Aber sie kommt manchmal nicht mit meinem Bruder aus, und ich weiß sie mag mich und wäre traurig wenn ich nicht mehr da bin. Aber ich habe häufig das Gefühl, dass ich nichts wert bin. Ich wünsche meine Mutter eine Tochter die erfolgreich ist oder zumindest einen guten Job hat, einen anständigen Mann un Kinder hat, oder zumindest den Wunsch danach. Ich weiß das klingt dämlich, aber ich bin ein Kindskopf. Ich bin über 20 und weiß nicht was ich beruflich machen will. Ich hab zwar eine kaufmännsiche Ausbildung abgeshclossen aber ein Studium angefangen, das mir nicht mehr gefällt und eigentlich weiß ich gar nichtw as ich mag und was ich machen will.
Ich weiß, dass es Menschen gibt die mich vermissen würden, aber ich fühle mich als gehöre ich nicht hier her. Ich fühle mich wertlos und weiß nicht so recht was ich mit mir anfangen soll. Aber wenn ich mir einen Selbstmord wirklich ausmale, denke ich mir irgendwann „ich wollte doch noch da hin und das sehen…“ und so. Das heißt doch, dass ich eigentlich doch leben will.

Es tut mir leid, dass ich dieses Forum als Kummerkasten nutze. Das war nicht meine Absicht. Ich hoffe der Post ist nicht zu lang.

LG Vicky

Alexandra | am 3.November 2015 um 21:58 Uhr

Der Text hat mich echt berührt. Ich bin selbst seit meiner Kindheit depressiv und lebe auch unter Angstzuständen. Z.b. jetzt in der Herbst und Winterzeit traue ich mich kaum mehr raus weil ich Angst habe mich (mit Grippe oder was auch immer da draußen rumfliegt) an zustecken und lasse mich sogar Krankschreiben weil es ja sein könnte das ich schon einen Virus in mir trage(fühle mich dann komischerweise auch krank)… und dann wenn ich abends im Bett liege gehts los. Der gedanke nicht mehr leben zu wollen und dieses ständige geheule. Habe leider auch schon paar Selbstmordversuche hinter mir weil ich einfach geglaubt habe das mich niemand liebt.. das einzige das mich jetzt gerade recht Glücklich macht ist meine Familie und mein Freund. Ohne ihn (meinem Freund)will ich nicht mehr weil ich noch nie so glücklich war als mit ihm und mit ihm schwankt es gerade ziemlich 🙁

Christina Schindler | am 4.November 2015 um 11:12 Uhr

Hi Alexandra,

ich verstehe deine Angst vor Krankheitserregern. In gewissem Maße ist das ja auch sinnvoll. Doch wenn du dann nicht mehr aus dem Haus gehst ist es wahrscheinlich ein Tick zu viel. Stelle deine Ängste in Frage, frag dich ob es wirklich Sinn macht so große Angst vor der Grippe zu haben. Dein Körper ist ein Wunderwerk der Natur und stark genug mit solchen Erregern klar zu kommen. Stelle dich deiner Angst und gehe jeden Tag ein bisschen länger raus oder ein bisschen weiter weg. Du wirst merken dass dir nicht mehr passiert als wenn du drinnen bist. Die Angst ist es, die dich an einem erfüllten Leben hindert, nicht die Erreger.

Alles Liebe
Tina

Smooth | am 21.November 2015 um 19:13 Uhr

Wie kommst Du nur darauf, dass man sich nur ablenken muss, um aus einer Depression heraus zu kommen? Mit dem was du schreibst, machst du diese Krankheit zu einer Episode, die man überwinden kann! NEIN! Kann man nicht! Ich hatte schlimmste Depressionen; war grade auf dem Weg der Besserung: durch ihn, meinen geliebten Mann! Er hat mich so geliebt, mir immer das Gefühl gegeben, dass ich etwas wert bin. Dann – langsam – gings mir besser, weil er so für mich da war. 2 Wochen vor SEINEM Tod sagte ich ihm: Kleiner, ich weiss gar nicht, wie ich an Selbstmord denken konnte, mir geht es so gut! Daraufhin sagte „mein Kleiner“: „Kleine, das merk ich doch, ich freu‘ mich so!“.
2 Wochen später stirbt ER, in meinen Armen, 47 Jahre alt – jung – weil er einen unerkannten Herzfehler hat!! Und ich sitze da und denke: warum muss er sterben, der leben wollte und ich bin immer noch da, obwohl ich nicht mehr leben will???

Christina Schindler | am 21.November 2015 um 19:17 Uhr

Hi Smooth,

es geht nicht darum dich abzulenken. Es geht darum dein Leben zu verändern. Das Leben, das du nicht mehr möchtest in ein Leben zu verwandeln das du gerne leben willst. Wenn du die Depression als unbesiegbare Krankheit betrachtest, dann wirst du sie niemals überwinden können. Du nimmst dir damit die Macht dein Leben und dein Wohlbefinden selbst zu steuern.
Es tut mir sehr leid dass du deinen Mann verloren hast. Das muss schrecklich sein. Nimm dir den nötigen Raum um das zu verarbeiten aber gib dich nicht auf.
Du sagst selbst, dass du vor seinem Tod nicht mehr an Selbstmord gedacht hast. Dein Leben kann also so sein, dass du es leben willst. Es braucht Arbeit, es geht nicht mit einem Fingerschnippen. Aber es ist möglich. Und ich wünsche dir von Herzen, dass du es wieder schaffst, froh zu sein, dass du am Leben bist und diese wundervolle Chance nutzen kannst.

Alles Liebe
Tina

Smooth | am 27.November 2015 um 20:05 Uhr

Liebe Tina,
Recht herzlichen Dank für deine schönen, warmen Worte! Ich werde alles versuchen um weiter zu machen. Du bist ganz grossartig!!

aerdna | am 29.November 2015 um 15:50 Uhr

Ja, aber nicht, wenn man nicht mehr lange zu leben hat und die Zeit und Kraft noch was zu ändern nicht da ist.
Alles blödes Gesappel.Das kommt immer auf die Situation an, in der man ist.

Christina Schindler | am 29.November 2015 um 16:07 Uhr

Hallo aerdna,
Natürlich ist jeder Mensch in seiner eigenen Situation, doch es kommt immer auf die Perspektive an und was man daraus macht.

Alles liebe
Tina

sasa | am 19.Dezember 2015 um 19:11 Uhr

Ich habe mich auf die brücke gestellt, ich dachte:“Einmal schmerz und dann nie wieder!“ Ich habe dann jemanden gesehen. In meinem Kopf. Ich wusste nicht wer sie war, sie stand einfach da. Ich hatte echt keine Idee wer das war. Ich habe sie lachen gesehen und immernoch nicht erkannt wer es war, weil ich wissen wollte wer sie war bin ich noch nicht gesprungen. Ich sah sie fröhlich, wütend, genervt, überrascht. Dann sah ich sie weinen und bemerkte das ich dieses Mädchen war. UIch habe sie erst erkannt als sie geweint hat. Das machte mich trauriger und trauriger, ich meine, diese anderen Gefühle waren die nicht echt? Ich habe mich in keine dieser Gefühle wieder erkannt. Dann dachte ich an meine Schwester und meinen Bruder. Ich habe mir vorgestellt wie es ihnen gehen würde. Sie haben es nicht bemerkt als ich mich geritzt habe, aber lag das an ihnen? Ich habe immer geantwortet dass es mir gut gehe. Dass ich nur müde bin. Ausreden erfunden. Dann sah ich wie sie sich Vorwürfe machten. Ich wollte nicht das sie traurig sind ich wollte dass sie lachen. Ich habe versucht weiter zu leben, für zwei Personen. Dann habe ich ein Mädchen kennen gelernt und wir wurden Freunde. Sie war die erste die ich Freundin nennen konnte. Und diese drei Personen haben mir einen Sinn gegeben leben zu wollen. Drei Personen die der Menge die mich tot sehen wollte in den Hintern getreten haben, drei Menschen für die ich alles tun würde, selbst leben. Und ich bin mittlerweile sehr glücklich, weil es diese drei Menschen gibt die anders sind dei mich vermissen würden.

Christina Schindler | am 19.Dezember 2015 um 19:16 Uhr

Hi Sasa,

Das ist eine sehr rührende Geschichte. Und eine schöne Geschichte, denn sie geht gut aus. Ich freue mich dass du diese Menschen in deinem Leben gefunden hast und ich freue mich dass du noch am Leben bist. Du wirst bestimmt nicht bereuen dass du dich für das Leben entschieden hast, denn du wirst noch viele schöne Momente erleben. Ich hoffe dass deine Geschichte einigen verzweifelten die Kraft gibt weiter zu machen. Dankeschön dafür.

Alles liebe
Tina

ladyinblack | am 1.Januar 2016 um 20:45 Uhr

Ich glaube, dass es nur einen Weg raus aus der Depression gibt. Nämlich den Hintern hoch bekommen, Verantwortung übernehmen und etwas ändern.
Zitat aus dem obigen Text

Erzählen Sie das mal einem schwer depressiven Menschen mit Suizidabsicht. Der geht abschließend direkt auf ein Gleis und wartet auf den nächsten ICE!!

Ebenso ist der Einwurf „tue etwas egal was“ eine üble Phrase!!!

Meine Meinung zum gesamten text: Sie haben keine Ahnung von der gesamten Materie!
Soviel geschriebenen Müll über Depressionen habe ich noch nie gelesen!!!

Sie schreiben, geh raus und mach Sport…..Robert Enke war Leistungssportler und hat sich suizidiert!!!

Christina Schindler | am 1.Januar 2016 um 21:48 Uhr

Nun, nichts zu tun und die Depression die Überhand gewinnen lassen führt sicher nicht zur Lösung. Um sie zu überwinden ist es notwendig etwas zu tun und die Macht über sich selbst wieder zu gewinnen. Besonders dann, wenn man sich nicht dazu überwinden kann etwas zu tun ist es umso wichtiger doch etwas zu tun. Und wenn man es nur schafft duschen zu gehen, oder sich etwas zu essen zu machen – was es auch ist, man kann stolz darauf sein, dass man es geschafft hat. Das gibt ein gutes Gefühl und dieses wiederum kann dabei helfen schwierigere Dinge zu schaffen.

Da ich selbst oft unter schweren Depressionen gelitten, Selbstmordgedanken gehabt und -Versuche unternommen und schlussendlich überwunden habe kann ich deine Aussage, ich hätte keine Ahnung von der Marterie nicht bestätigen. Es tut mir Leid dass du meine Erfahrungen als Müll empfindest. Du findest bestimmt andere Texte über Depressionen im Netz, die dir besser gefallen.

Sonnenlicht, frische Luft, Sport, die Gesellschaft anderer Menschen und vieles mehr heben nachweislich die Laune und können dabei unterstützen Depressionen zu überwinden. Das bedeutet nicht dass Sportler nicht Depressiv werden und sich selbst töten können. Jeder Mensch ist anders und kann nur durch ausprobieren herausfinden, was ihm am besten hilft und was eher nicht. Gäbe es eine allgemeingültige Lösung für das Problem Depression dann würden nicht jeden Tag hunderte von Menschen die oben beschriebene Phrase in die Suchmaschine tippen.

Ich wünsche dir ein frohes neues Jahr und alles Gute!

Tina

Vanessa | am 8.Januar 2016 um 14:43 Uhr

Hi, ich finde den Beitrag wirklich sehr gut. Ich fühle mich einwenig vetstandener. Ich bin unterfordert an der schule und das macht mich ziemlich fertig. Bei mir wurde eine mittelschwere depression diagnostiziert, auch wenn man das nicht zu 100% glauben kann, weil die psychologin echt schlecht war. Sie hat mir Dinge on den mund gelegt die ich so nie gesagt hatte und war generell unprofessionel. Jedenfalls weiß ich nicht weiter. Schon seit einer woche verkrieche ich mich in meinem zimmer und will so nicht weiter machen. Die schulewechseln kann ich aber erst nächstes jahr und bis dahin werden meine noten warscheinlich schlechter weil ich es nicht schaffe mich auf den stoff zu konzentrieren und nach dem test weiß ich oft die antworten obwohl ich garnicht gelernt hatte und es einfach inden unterrichtsphasen hängen geblieben ist(gemeinschaftsschule)
Ich hoffe das war jetzt nicht zu lang und man kann das verstehen.
Liebe Grüße

Christina Schindler | am 8.Januar 2016 um 14:57 Uhr

Hi Vanessa,

ich glaube ich kann deine Situation sehr gut verstehen. Ich hoffe du kannst auf eine Schule gehen, auf der deine individuelle Lerngeschwindigkeit besser berücksichtigt wird. Frag dich was du bis dahin tun kannst, damit es dir ein wenig besser geht, vielleicht entdeckst du ja das ein oder andere. Falls es dir im Allgemeinen Spaß macht mehr Wissen aufzunehmen dann schau doch auch mal, wie du in deiner Freizeit Dinge lernen kannst, die dich wirklich interessieren. Da forderst du dich selbst mehr und das kann gut tun.

Was du über die Psychologin sagst kenne ich zu gut. Ich selbst hatte auch oft das Gefühl, dass Psychologen irgendeinen (verzeih meine Wortwahl) Mist verzapfen, den ich nie gesagt habe. Wenn du weißt wie Psychologen arbeiten fällt es aber vielleicht leichter zu verstehen, wie das passiert. Menschen drücken sich ja meist sehr unklar aus, außerdem gibt es viele Dinge im Unterbewusstsein, die dir selbst gar nicht klar sind. Die Psychologin ist also darauf angewiesen deine Aussagen zu Deuten und verborgene Glaubenssätze anhand deiner Äußerungen zu rekonstruieren. Dabei legt aber natürllich jeder Mensch seine eigenen Gedanken und Einstellungen rein, das lässt sich auch gar nicht verhindern. Wenn also die Psychologin dir etwas „unterstellt“ kann es zum einen sein, dass sie etwas herausgefunden hat, das du selbst nicht wahrhaben willst, es kann aber natürlich auch sein, dass sie einfach falsch liegt, sie ist ja schließlich auch nur ein Mensch.

Ich hoffe das hilft dir das ganze ein bisschen klarer zu sehen.

Ich wünsche dir alles Liebe und dass deine Situation bald besser wird!
Deine Tina

J... | am 20.Januar 2016 um 14:51 Uhr

Ich will nicht mehr so
seit ich mein Job ende Dezember verlor habe ich das Gefühl nicht mehr gebraucht zu werden.
Über 50 Bewerbungen sind draussen auf dich ich entweder eine Absage oder meisten gar keine Antworten bekomme… warum macht ihr das? Macht es Spass Personen die unter euch stehen im leeren zu lassen? Liebe Chefs merkt ihr nicht was ihr damit anrichtet?
Ich habe zwei Ausbildungen gemacht, für nichts oder was? habe ich keine Chance verdient?
Über 6 Jahre ging ich täglich arbeiten, wahr praktisch nie krank und jetzt macht ausgerechnet das mich krank…
Ich war immer fröhlich, habe Mitarbeitende wie auch Bewohner aufgemuntert und unterstützt in jeder Situation und jetzt sitz ich hier warte auf Anrufe, dass ich Zu einem Vorstellungsgespräch darf, aber ich bekomm diese Chance nicht, da ich sie weder verdient noch die Berufserfahrung vorweisen kann.

Christina Schindler | am 20.Januar 2016 um 15:01 Uhr

Hi J.

ich kenne deine Situation sehr gut, bin gerade selbst auf Jobsuche. Du solltest das aber nicht persönlich nehmen, der Arbeitsmarkt sieht im Moment eher schlecht aus und viele quaifizierte und gut ausgebildete Menschen bekommen Absagen. Vertraue darauf dass sich das alles wieder einrenkt und mach was in deiner Macht steht. Mein Tipp außerdem: Nutze die Zeit die du im Moment hast und kümmere dich Mal so richtig um dich, denn diese Gelegenheit hast du mit einem Job so schnell nicht mehr. Vielleicht hat deine Situation ja auch den ein oder anderen Nutzen oder vielleicht will sie dir etwas sagen? Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Suche. 🙂

Alles Liebe,
deine Tina

Obi | am 8.Februar 2016 um 12:39 Uhr

Man merkt dir an das du weist wo von du sprichst

Es sind wichtige und reflektierte Worte die du findest es ist schade das man da über retehorisch störende Rechtschreibfehler stolpert.

Ich denke du hast schon vielen mit deinen Worten geholfen
Manko für diesen Blog

Lou | am 9.Februar 2016 um 20:54 Uhr

Ich habe denken blogeintrag gerade gelesen. Du hast recht, ich denke mir schon seit mindestens 2,5 Jahren dass ich nicht mehr leben will, oder eigentlich doch leben will, nur nicht mehr so. Und wenn es keinen Ausweg geben soll, dann sollte dem Leben auch ein Ende gesetzt werden. Wie oft denn ich mir, dass alles endlich vorbei wäre, wenn ich im Auto nur ein bisschen Gas geben würde und frontal gegen einen Baum fahren würde. Irgendwie ist das für mich eine sehr beruhigende Vorstellung. Ich Versuch immer mein Leben zu genießen, aber ich schaff es nicht. Ich hab keinen Spaß daran. Man kann nicht wissen, was in ein paar Jahren kommt, ob man vielleicht jemals glücklich sein werden kann. Ich bezweifel es. Ich halt das nicht mehr lange aus. Ich habe heute versucht meine Pulsadern aufzuschneiden, aber ich hab die Schnitte nicht tief genug gemacht. Ich habe gezögert. Ich hab weiter gemacht. Mein Arm sieht nun aus wie ein Arm nun mal aussieht wenn man ihn mit einer Schere bearbeitet. *Aus Sicherheitsgründen gelöscht* Es gibt ein Lied, welches mich immer an mich selber erinnert, es geht um ein Mädchen, dass immer lacht, immer versucht sich nichts anmerken zu lassen, aber wenn sie alleine ist, heult und es ihr dreckig geht. So ist es bei mir, außer dass ich den Leuten in meiner Umgebung langsam nichts mehr vormache, ich bin nicht mehr die immer lacht. Ich kann gar nicht beschreiben, wie gut es eigentlich tut, doch mal über das alles zu schreiben. Ich dachte immer ich bin stark und mir würde es nie schlecht gehen- früher dachte ich das. Irgendwas hat sich verändert…

Christina Schindler | am 10.Februar 2016 um 12:56 Uhr

Hi Lou,

du hörst dich ja ziemlich hoffnungslos an, das ist sehr schade. Ich denke es gibt immer einen Ausweg, einen anderen, als sich das Leben zu nehmen und ich hoffe dass du bald Wege findest, die dein Leben für dich wieder lebenswert machen. Ich kann auch sehr gut verstehen, dass du eine Maske aufsetzt und immer lächelst, egal wie es dir geht. Doch irgendwann kommst du dir nur noch wie eine Hülle vor, weil das einfach nicht echt ist. Meistens tut es gut, wenn man sich jemandem öffnen kann und sein „wahres Ich“ zeigen. Wenn man sich nicht verstellen muss.
Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass du aus diesem Tief heraus kommst und dein Leben wieder genießen kannst, denn genau dafür ist es da!

Alles Liebe
deine Tina

Mia Jürgens | am 11.Februar 2016 um 22:54 Uhr

Ich bin zwar noch ein Teenager, aber hatte auch heufig solche Gedanken. Alle sagten immer ich sei nur in der Pubertät aber ich wolle eigentlich nur Hilfe und kein Mitleid oder Aufmerksamkeit. Ich hab mich gefragt was man dagegen tun kann und dann landete ich bei deinem Blog. Ich bin dir sehr dankbar für die Tipps und die Aufforderung etwas zu tun! Vielen dank und super Blog!
LG Mia

Christina Schindler | am 12.Februar 2016 um 12:43 Uhr

Hi Mia,

es freut mich zu hören, dass ich dir ein klein wenig Motivation verschaffen konnte. Ich hoffe dass du diese Gedanken langfristig ablegen kannst und dein Leben genießen!

Alles Liebe
deine Tina

Weiblich | am 13.Februar 2016 um 20:41 Uhr

Endlich finde ich so eine Seite, wo mal über dieses Thema mit Respekt geschrieben wird. Schon lange habe ich Verständnis für Leute, die ihr Leben selbst beenden, dass mich dieser Gedanke aber mal so gefangen nimmt und bestimmt hätte ich nicht gedacht. Beinahe jeden Tag denke ich über verschiedene Arten nach und sehe dies als Ausweg aus meinem Gedankenkarussell.

Vor einigen Wochen hat jemand dafür gesorgt, dass ich in eine Klinik gehe. Ich wollte nicht, aber ich musste mich beugen. Irgendwann war die Scham weg in der Psychiatrie zu sitzen und ich konnte mich auf das dortige Angebot einlassen. Auch habe ich viele tolle Menschen dort kennengelernt, die gleiche oder leicht andere Problemfelder bearbeiten. Nun ist es aber so, dass die Zeit ihrem Ende zugeht und ich mich noch immer nicht besser fühle. Eher treiben sich diese Gedanken noch verstärkter in meinem Kopf herum. Äußern werde ich das aber nicht mehr, da ich ja jetzt die Konsequenzen kenne. Und meine Zeit in der geschützten Klinik-Umgebung geht ihrem Ende entgegen.

Bald bin ich wieder im Arbeitsleben und muss funktionieren. Ich bezweifle aber, ob ich das kann. Zuletzt hat es auch nur für wenige Monate gereicht.
Ich weiß auch nicht, woraus ich Kraft schöpfen soll. Ich bin einfach immer kaputt und antriebslos. Ich möchte nur meine Ruhe habe und allein sein. Ich finde einfach nichts, was mir Spaß macht. Was soll ich also noch hier?
Ich kann mich selbst nicht mehr ertragen!

Aber ich hoffe sehr, dass ich doch noch den Weg heraus finde und meine kreisenden Gedanke besiegen kann.

Christina Schindler | am 13.Februar 2016 um 20:59 Uhr

Schön dass du so offen über deine Gefühle sprichst, das erfordert Mut. Eigentlich ist es nicht mehr erlaubt jemanden zu einer Behandlung zu zwingen, das hätte nicht passieren dürfen. Trotzdem finde ich du solltest jemandem anvertrauen, dass es dir noch nicht besser geht. Sich jeden Tag zum funktionieren zwingen zu müssen ist unglaublich anstrengend, besonders dann wenn man noch dazu das Gefühl hat niemandem von den eigenen sorgen Erzählen zu dürfen. Bitte arbeite weiter an deinem leben, denn du kannst es wieder zum guten wenden, davon bin ich überzeugt. Nimm die Hilfe in Anspruch die du brauchst und gib dich nicht auf. Eine Frau mehr, die ihre Depression besiegt und wieder glücklich ist wird diese Welt ungemein bereichern. Ich wünsche dir dabei viel Erfolg und alles gute in dieser Welt.

Alles liebe
Deine Tina

Lara | am 21.Februar 2016 um 18:35 Uhr

Ich sitz grade mit Tränen in den Augen in den Augen vor meinem Handy. Ich bin zwar noch sehr jung aber ich bin jetzt schon total am ende würde ich sagen. Meine erste wirklich große Liebe hat mich verarscht. Ich verliere Freunde(meine Beste Freundin ist auch schon eher abgewandt). Und irgendwie versteht mich keiner. Ich bin seit 5 Jahren umgezogen und habe nie viele Freunde in der Zeit gehabt. Es macht mich alles fertig! Und nun finde ich mich auf dieser Seite wieder…

Christina Schindler | am 22.Februar 2016 um 10:52 Uhr

Hi Lara,

ich denke nicht dass du schon am Ende bist. Ich glaube du hast noch viele schöne Dinge vor dir. Mein Leben hat sich erst in den letzten paar Jahren zum besseren gewendet und zwar weil ich angefangen habe daran zu arbeiten. Also nutze die Seite als Motivation und arbeite daran, dann wirst du noch viele schöne Jahre erleben.

Ich wünsche dir die Kraft weiter zu machen und alles Gute!
Deine Tina

Ich | am 25.Februar 2016 um 12:42 Uhr

Es geht nicht immer darum, dass man wegen Problemen oder Unzufriedenheit nicht mehr leben will. Ich weiss mittlerweile, was ich wirklich spassig finde im Leben und was mir alles gefällt und was nicht. War jahrelang auch grundlos sehr glücklich. Mit jedem Atemzug habe ich das Leben in mir gespürt und hatte es geschätzt und geliebt. Nun bin ich aber seit 1 Jahr nicht mehr glücklich. Ich habe auf einmal die Lebenslust verloren. Ich finde das Leben langweilig und unsinnig, selbst wenn ich meiner Meinung nach den Sinn vom Leben kenne. Es reizt mich nicht mehr auf dieser Welt zu sein. Ich wünsche mir nicht mehr aufzuwachen. Nicht wegen den Problemen sondern weil ich das Leben auf dieser Welt einfach dämlich finde. Somit bin ich nicht deiner Meinung, dass man die Lebenssituation ändern sollte. Das habe ich schon x-mal gemacht und eigentlich habe ich ein gutes Leben. Ich kann nicht klagen, bin eine selbständige Frau, kann tun und machen was ich will und habe meine Familie in meiner Nähe. Ich lache auch viel und bin mit den Menschen stets fröhlich. Trotzdem ich glaube ich habe das Leben gesehen. Wünsche mir nur noch das Ende. Das ist mein einziges Ziel.

Christina Schindler | am 1.März 2016 um 18:54 Uhr

Nun, wenn es keine Probleme gäbe, dann wäre doch alles in Ordnung und du würdest das Leben genießen 😉 Spaß beiseite, es kommt häufig vor dass Depressionen auftreten obwohl doch „alles in Ordnung ist“. Man fragt sich dann was eigentlich los ist und hält sich selbst für bescheuert. Die Wahrheit ist aber, dass Depressionen aus ganz verschiedenen Gründen auftauchen können, sie können auch körperliche Ursachen haben, die man auf den ersten Blick einfach nicht sieht. Oft sind es aber auch unbewusste Bedürfnisse, die einfach nicht erfüllt werden, obwohl oberflächlich alles in Ordnung zu sein scheint. Z. B. deshalb, weil man das eigene Leben mehr nach den Vorstellungen anderer gestaltet hat. Ich für meinen Teil finde, das Leben ist zum genießen da und wenn noch Zeit da ist, dann will die genutzt werden. Ich wünsche dir alles Gute und hoffe dass du wieder Freude findest. 🙂

ALles Liebe
deine Tina

Regina | am 2.März 2016 um 22:00 Uhr

Meine große Schwester hat sich nach jahrelangen, schwersten Depressionen das Leben genommen. Sie hat jahrelang gekämpft durch Klinikaufenthalte, durchgehende Therapie, Medikamente, sehr gute Freunde, Familie etc. etc. und es hat alles nicht gereicht.

Erstmal möchte ich allen, die mit Depressionen und Selbstmordgedanken zu kämpfen haben, meine Hochachtung aussprechen, denn ihr habt euch nicht unterkriegen lassen! Ihr wollt weiterleben!

Grundsätzlich, Tina, finde ich deine Seite und die Tipps klasse! Denn häufig sind es nur Kleinigkeiten, die man ändern muss, und ist es so viel wert, wenn man sich selbst lieben kann! Das ist bei vielen Menschen die Wurzel aller Probleme. Aber es gibt eben auch die Ausmaße, an denen man aus eigener Kraft nichts tun kann, weil es eben (wissenschaftlich bewiesen) auch eine Krankheit ist! Und wie soll man sich selbst lieben, wenn keiner einem sagt/zeigt, dass man geliebt und wichtig ist???

Von meiner Schwester habe ich gelernt wie wichtig, hilfreich und auch erlösend es ist, mit seinen Freunden und Bekannten darüber zu reden, offen damit umzugehen. Häufig haben andere das gleiche Problem, aber keiner traut sich, darüber zu sprechen, weil sie sich schämen, OBWOHL ES KEINEN GRUND DAFÜR GIBT!! Und ja, es gibt Idioten, die sich darüber lustig machen, aber nur weil sie keine Ahnung haben! Nur dadurch, dass meine Schwester darüber geredet hat, hat sie einer anderer Freundin helfen können, die sich jetzt in guter Behandlung weiß.

Was mir persönlich hilft, wenn ich mich allein und schlecht fühle (obwohl das kein Vergleich ist zu dem, was ihr durchmacht) ist es, mich um andere Menschen zu sorgen (anrufen, Essen gehen, eine kurze Nachricht schreiben) und nicht mich um mich selbst zu kreisen.
Um nochmal zu dem sich-geliebt-fühlen zurückzukommen: In der heutigen Welt mit all dem Schlechten, das wir jeden Tag hören und sehen, auch in unseren eigenen Herzen, kann es sehr schwer sein, an das Gute in sich zu glauben. Aber ich persönlich glaube an einen liebenden Gott, der uns nicht mit Verachtung straft, wenn wir etwas falsches tun oder nur zu Weihnachten in die Kirche gehen, sondern dem wir – du + ich – wichtig sind, der uns einfach liebt, weil wir seine tollen Geschöpfe sind, einfach wie wir sind und nicht nachdem, was wir tun!

Das ist jetzt ein bisschen länger geworden, sorry 😉
Gebt nicht auf!
Alles Liebe
Regina

Christina Schindler | am 5.März 2016 um 10:29 Uhr

Hi Regina, dass deine Schwester es nicht geschafft hat tut mir leid. Es kann verdammt schwierig sein weiter zu machen. Ich denke es lohnt sich in jedem Fall daran zu arbeiten und das Beste daraus zu machen. Ja es ist eine Krankheit aber wie bei vielen anderen Krankheiten kann auch die Depression durch eine „falsche“ Lebensweise ausgelöst werden und durch eine „bessere“ geheilt oder zumindest gemindert werden, so dass man gut damit leben kann. Es ist wirklich nicht einfach aber in der Regel kann man vieles machen um damit umzugehen und das Leben trotzdem zu genießen. Wie man sich selbst lieben soll, wenn keiner einem das sagt? Na man muss es ganz einfach selbst tun. Selbstliebe kommt aus dir und ganz egal was irgendwer sagt du kannst dir diese Liebe immer selbst geben, du musst bloß lernen wie das geht, denn das bekommen wir leider selten beigebracht. Dich mit anderen Menschen zu beschäftigen, wenn es dir nicht gut geht ist eine wirklich tolle Idee und kann helfen, danke für diesen Tipp und die aufbauenden Worte!

Alles Liebe
deine Tina

Peter. | am 4.März 2016 um 18:21 Uhr

Hi. Deine Ratschläge hören sich so einfach an, aber so ist da zurzeit nicht. Ich bin36. Sitz seit 2015 im Rollstuhl und meine Suizid Gedanken werden immer heftiger. Früher war für mich kein Wochenende lang genug. Hab halt jede Party mitgenommen die Kahm und Sex war halt mein liebstes Hobby. Bei meinem rehaaufenthalt habe ich die ersten Wochen auch antidepressiva Medikamente bekommen, weil ich auch mein rechtes Bein amputiert bekam. In meiner rehazeit hatte ich überhaupt keine suizidgedanken, weil ich da nur unter Rollstuhlfahrer war. Jetzt bin ich allerdings wieder zuhause. Hab eine eigene kleine Wohnung im Obergeschoss im Haus meiner Oma. Hab bis jetzt noch keine Arbeit, hab keine Freundin und bin halt den ganzen Tag alleine. In der Zeit als ich im Koma lag verstarb mein kleiner Bruder nach einem Verkehrsunfall. Ich könnte nicht zu seiner Beerdigung ,weil ich ja noch auf der Intensivstation lag. Also hatte ich keine Möglichkeit mich von ihm zu verabschieden. Ich frage mich was ich verbrochen habe um das alles durchmachen zu müssen. Mir kommt es vor als hätte man mich unschuldig für lebenslang ins gefaengniss gesperrt. Wenn ich abends im Fernsehen all die reichen fröhlichen mit den besten Frauen gesegneten Typen sehe, frag ich mich wo und wie die Gerechtigkeit da ist. Wenn ich sowas sehe werden meine Gedanken zu sterben immer intensiver. Denke aber dann auch an meine Eltern, die halt schon einen Sohn verloren haben und das dann wieder durchmachen müssten. Aber ich weiß, das ich es irgendwann machen werde. Weiß allerdings noch nicht wann und wie.

Christina Schindler | am 5.März 2016 um 10:36 Uhr

Hi Peter,
dich hat in letzter Zeit wirklich viel getroffen und dass du dich da nicht mehr wohl fühlst mit deinem Leben ist verständlich. Ich bin keine Psychotherapeutin und kann keine Depression heilen, alles was ich tun kann ist Tipps zu geben, die mir selbst geholfen haben. Natürlich hören die sich immer einfach an, allerdings ist es niemals einfach gegen eine Depression zu kämpfen. Mit Gerechtigkeit haben solche Schicksale leider nichts zu tun. Allerdings solltest du das auch nicht als Strafe auffassen, denn das ist es nicht. So blöd es ist, es ist Zufall und solche Dinge passieren jeden Tag lieben und unschuldigen Menschen. 🙁 Dein Leben ist aber noch nicht vorbei, es ist nur nicht mehr so wie früher. Viele Menschen schaffen es auch nach solchen Problemen wieder Sinn und Freude am Leben zu finden und das wünsche ich dir auch. Ich kann deine Gedanken verstehen, ich würde vermutlich ebenso reagieren wie du. Aber ich glaube es könnte sich lohnen wenn du deinem Leben nochmal eine Chance gibst und alles versuchst um es wieder leben zu können, bevor du gehst.

Alles Liebe
deine Tina

Kathy | am 12.März 2016 um 00:25 Uhr

Hallo! Das liest sich alles so, als wäre es ganz einfach. Ich glaube schon dass es das nicht für dich war, aber beim Lesen deines Textes kam mir ständig der Gedanke: Ja okay, aber ich fühle anders, das würde ich nie so schaffen! Ich wäre nicht hier gelandet, würde ich nicht auch irgendwo eine Lösung suchen. Meine Lebensgeschichte ist lang und kompliziert,aber letztendlich führte sie dazu, dass ich am Abgrund stehe und nur noch wenig zittere zu springen, aber den Gedanken bereits vorgefasst habe und merke dass mich nur noch ein kleiner Schritt vom Sprung in die Ruhe abhält. Ich wünschte ich könnte zeichnen denn ich habe ein reelles Bild vor Augen wie sich die Situation anfühlt, was mich erwartet was ich mir so sehr wünsche. Ich bin alleinerziehende Mutter eines 14 jährigen wundervollen Mädels! Ich war immer eine liebevolle und verantwortungsbewusste Mutter, aber nun bin ich an dem Punkt wo ich so dermaßen daneben bin, dass ich glaube dass mein Kind und überhaupt alle ohne mich besser dran sind. Schmerz und Trauer der Familie vergehen, aber meine inneren Qualen, mein gefühltes Leid, welches ich aus Rücksicht auf alle anderen stets versucht habe im Zaum zu halten, das bricht jetzt raus. Ich bin 44, habe 3 inoperable Hirntumore (gutartig aber stetig wachsend und Probleme bereitend epileptische Anfälle u.v.a.m.), ich habe viele Therapien hinter mir, man hält die Tumore im Schach mit Gamma’Knife-OP’s und Medikamenten, dazu ein Wirbelsäulendefekt nach missglückter HWS-OP mit 29, Hörsturz li. Ohr und Tinnitus, sowie kompletter Hörverlust rechts nach Gamma’Knife-OP und um das Glück perfekt zu machen und kurz zur persönlichen privaten Tragödie meines Lebens, ich habe vor ein paar Wochen Zwillinge verloren die eigentlich nicht geplant aber gleich geliebt waren. Ich bekam grünes Licht für die Schwangerschaft von meinen Professoren und Neurochirurgen- und wider allen Schwierigkeiten bekam mein Leben für mich wieder einen Sinn. Es stellte sich schnell heraus, ich habe kein Glück im Leben denn ich verlor meine Engelein in der 20 SW- alle um mich rum waren froh darüber. ….Eltern (streng katholisch), Erzeuger. ….ja alle bloß ich nicht und meine Tochter -einzig wir trauerten und ich tu es noch. Zum Erzeuger: Die schwerste Tragödie für mich: Der Mann, den ich seit 18 Jahren liebe und mit ihm ein Kind habe und Zwillinge verlor, ist verheiratet und er wandelt zwischen zwei Welten;einer herrlichen Ehe als Arzt und Ärztin (alles kein Geheimnis für sie) mit viel gesellschaftlichen Ansehen, Organist und Pianist, eigener großer Gospelchor, mit der Kirche sooooo unendlich verbunden und Geld, Urlaub, Freude Spaß. …… und daneben 1x die Woche seine Tochter für 3 h und ich …nebenbei -blöd wie ich bin, emotional abhängig und nicht im Stande mich zu lösen! Alles zusammen gerechnet komme ich auf ein ziemlich beschissenes (sorry) armes Rentnerleben wo nichts möglich ist was Geld kostet, nichts „mehr“ möglich ist was man auch ohne Geld machen könnte weil ich die Kurve nicht mehr bekomme, ein Leben gelebt im Abseits und Schatten der Gesellschaft. Ich habe keine Freunde weil Freundschaft will gepflegt sein und ich bin seit ich krank bin mega unzuverlässig, verliere leicht meine Aufmerksamkeit und kann mich nur noch sehr schlecht auf andere einlassen. Ich sehe weder etwas Gutes, noch Schönes, noch Nützliches in meinem Dasein und mir fehlt jegliche Kraft und Antrieb etwas zu ändern. Ich stehe am Abgrund und schaue in absolute Dunkelheit! Ich wünschte ich könnte auch etwas positives schreiben, aber da gibt es nichts!

Christina Schindler | am 13.März 2016 um 15:46 Uhr

Hi Kathy,

natürlich war es nicht leicht für mich und natürlich ist es auch nicht einfach vorbei. Es gibt immer wieder momente in denen ich mich Frage was das überhaupt soll und das Gefühl habe dass ich es niemals schaffen kann. Solche Gedanken sind übrigens auch typisch für eine Depression, das heißt aber nicht dass sie die Realität sind. Was du erlebt hast ist schrecklich und ich kann mir kaum vorstellen wie du das alles durchgestanden hast. Allerdings tut es mir weh wenn du sagst, es wäre besser für alle, wenn du gehen würdest. Das selbe hat meine Mutter damals gesagt, als sie uns verlassen wollte und glaube mir das wäre schrecklich für uns gewesen und nicht besser.
Auch wenn du nicht zeichnen kannst, probier es doch einfach mal und lerne es. Meine Schwester ist sehr kreativ und sie sagt dass sie ihre „düsteren“ Phasen dazu nutzt Kunstwerke zu erschaffen und es somit etwas positives für sie hat. Vielleicht entdeckst du ja noch einen kleinen Künstler in dir und auch wenn nicht, kann es dir bestimmt helfen deine Gefühle zu kanalisieren. Probier es einfach aus. 🙂

Trotz all deinen Schwierigkeiten wünsche ich dir alles Gute und hoffe, dass du etwas Lebensfreude finden kannst.

Alles Liebe
deine Tina

Jeannette | am 15.April 2016 um 15:41 Uhr

Ich will nicht mehr leben. ich sehe keinen Grund. schon lange nicht mehr.

Christina Schindler | am 19.April 2016 um 09:52 Uhr

Hey Jeanette,
ich denke ich kenne dieses Gefühl sehr gut. Ich kann dir keinen Grund geben, ich denke aber dass du dir einen Grund erschaffen kannst. Vielleicht fühlst du ich im Moment nicht stark genug dafür. Es gibt Menschen die dir helfen können diese Kraft wieder aufzubauen. Ich bin davon überzeugt dass du das schaffen kannst!

Alles Liebe
deine Tina

Tanja | am 17.April 2016 um 08:29 Uhr

Ich bin gestern auf diese Seite gestossen. Ich bin 29 Jahre alt, bin verheiratet und habe 2 Kinder (7 und 4,5) Mir geht es seit einiger Zeit schlecht. Ich weine fast jeden Tag, fühle mich machtlos, hilflos, alleine, ungeliebt. Als hätte ich versagt. Meine Ehe ist sinnlos, wir reden kaum noch miteinander. Unterstützung hatte ich noch nie viel von ihm. Aber dennnoch schaffe ich es nicht mich zu lösen von ihm. Obwohl ich gebau weiss das er mich extrem unglücklich macht… Entweder arbeitet er oder er sitzt lieber zu Hause als etwas mit seiner Familie zu unternehmen. Wird wegen jeder Kleinigkeit wütend. Ich gehe immer alleine mit meinen Kindern raus – oder meine Eltern begleiten uns viel… Meine Kinder streiten sich leider sehr viel – momentan bringen sie mich vorallem durch die Streiterei fast täglich ans Ende meiner Kräfte und Nerven… Natürlich liebe ich meine Kinder nichts desto trotz über alles… Aber ich bin einfach nur noch unglücklich, unzufrieden und fühle mich komplett überfordert… Niemand weiss wie ich mich wirklich fühle, nach aussen hin überspiele ich alles. Alle denken ich wäre glücklich, hätte alles bestens im Griff… Ich wüsste auch nicht mit wem ich über meine Situatuon sprechen sollte… Wirklich viele Freunde habe ich nicht. Oft wünsche ich mir einfach zu sterben, einfach nicht mehr hier zu sein, nicht mehr fühlen und leiden zu müssen. Ich weiss momentan einfach nicht was ich tun soll – es erscheint mir alles hoffnungs -, und aussichtslos. Ich wäre so gerne wieder glücklich – so wie früher… Danke das ich meine Gedankrn einfach einmal ganz anonym hier niederlegen konnte.

Christina Schindler | am 19.April 2016 um 10:07 Uhr

Hi Tanja,
ich lese hier zwischen den Zeilen, dass du diese Maske aufsetzt und stark bist um für deine Kinder da zu sein und wahrscheinlich noch für andere und es ist wirklich großartig dass du dir so große Mühe gibst alles zu meistern. Was deine Kinder betrifft, so kann ich aus Erfahrung sagen, dass Kinder oft Probleme zwischen ihren Eltern bemerken und dann unbewusst von diesen Ablenken indem sie selbst Schwierigkeiten verursachen und so deine Aufmerksamkeit auf sich lenken. Außerdem ist es für sie natürlich auch schwierig damit umzugehen und sicher bemerken sie auch, dass es dir nicht so gut geht. Deine Kinder brauchen Eltern die glücklich sind. Ob es sich lohnt an deiner Ehe zu arbeiten musst du selbst entscheiden. Doch bevor du dich entscheidest sie zu beenden solltest du dich vielleicht erst einmal um dich kümmern und Wege finden wieder glücklicher zu werden und die Kraft zu finden dein Leben zu meistern. Außerdem solltest du unbedingt mit jemandem über deine Gefühle reden. Wenn dir kein Freund einfällt dem du dich mitteilen willst dann denk doch einmal darüber nach eine Therapie zu machen oder nimm die Hilfe von einem Coach in Anspruch. Du wirst feststellen, dass mehr Menschen dich verstehen als du glaubst und alleine das kann schon heilsam sein. Es gibt Menschen, die dich dabei unterstützen können deinen Weg wieder zu finden und ich hoffe dass du so jemanden findest.

Alles Liebe
deine Tina

Matt | am 21.April 2016 um 21:12 Uhr

Du hast vollkommen recht….Und auch danke für die richtigen Zeilen…..Aber iwie….In solchen Zuständen fühlt sich alles leer an.

Christina Schindler | am 21.April 2016 um 21:24 Uhr

Hi Matt,
Ich weiß was du meinst. Auch ich hab diese Zustände immernoch aber sie gehen auch immer wieder vorbei. Versuche deine Gedanken nicht als absolute Realität zu betrachten sondern sieh sie als Symptom. Sie sind nicht immer wahr. Halte durch und arbeite daran, es wird besser!

Alles liebe
Deine Tina

Mantian | am 24.April 2016 um 05:04 Uhr

willst du dir echt hier die sorgen aller menschen aufhalsen?
(nein, das ist kein vorwurf…)

darf ich als mann auch meine sorgen loswerden?

Christina Schindler | am 24.April 2016 um 13:32 Uhr

Hi Mantian,

ich halse mir überhaupt nichts auf aber ich habe selbstverständlich ein offenes Ohr für alle. Natürlich darfst du das auch und du kannst auch gerne übers Kontaktformular schreiben, wenn du es nicht öffentlich machen willst.

Alles Liebe
deine Tina

Monika | am 15.Mai 2016 um 11:06 Uhr

Wer bist Du, und wie alt bist Du? Vieles klingt für mich sehr naiv. Ich weiß, wovon ich rede, denn ich bin seit 25 Jahren depressiv. Selbstverständlich ist es eine Krankheit! Klar kann nur man selbst daran was ändern! Aber genau dieses „Hintern hoch“ ist ja das Problem. Kennst Du keine seelische Erschöpfung, sie einen gelähmt macht u. zwingt, sich auszuruhen? Natürlich ist Sport der beste Weg. Aber kannst Du das nach einem langen Arbeitstag noch? Kennst Du es nicht, tagelang liegen zu bleiben? Weil man einfach nicht mehr kann? Null Verständnis von Anderen? Ich kann die Leute verstehen, die Selbstmord als letzte Lösungen sehen. Bei mir hilft nur „mich durchbeißen u. die Anderen dazu zwingen, mir zu glauben“. Das ist ein sehr großer Kraftakt u. erschöpft mich mehr als die Krankheit es ohnehin schon tut.

Christina Schindler | am 17.Mai 2016 um 10:45 Uhr

Hi Monika,
verwechsle bitte optimistisch nicht mit naiv. Ja ich kenne das Gefühl überhaupt nichts mehr machen zu wollen, sich bis ins Letzte Erschöpft zu fühlen. Ja ich kann inzwischen nach einem langen Arbeitstag noch Sport machen und nicht nur das, ich will es sogar unbedingt. Wie ich damit angefangen habe? Ganz, ganz klein. Hauptsache etwas gemacht, nur so viel ich kann und ein klitzekleines bisschen mehr, aber dafür jeden Tag. Es wurde mit der Zeit immer mehr und ich habe mich so daran gewöhnt, dass es mir fehlt wenn ich Mal keine Zeit dafür habe.
Natürlich bekommst du kaum Verständnis von anderen. Wie soll man so etwas kompliziertes denn verstehen, wenn man es selbst nicht erlebt hat? Mein Tipp ist, verwschwende deine Energie nicht daran es anderen zu erklären. Nutze sie lieber dafür, kleine Schritte zu gehen und zwar jeden Tag. Ja an manchen Tagen ist es schon ein Erfolg wenn man es schafft sich eine Tasse Kaffee raus zu lassen. Aber es ist ein Erfolg, also feiere ihn auch so. Und dann mach weiter so und gehe täglich einen kleinen Schritt mehr.
Wenn du wirklich anfangen willst Sport zu machen, dann versuch jeden Tag eine Yoga Übung zu machen, als Beispiel. Und wenn das eine Weile gut klappt dann mach zwei usw. irgendwann ist es dann ein ganzes Workout. Danach kannst du dich an 15 min Ausdauersport wagen. Wenn du das dann jeden Tag machst wirst du es mit der Zeit automatisch erweitern.

Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft für die Zukunft,
deine Tina

Mohammad | am 27.Mai 2016 um 01:16 Uhr

Hallo, ich wurde früher wegen meinem aussehen gemobbt und ich leide immernoch drunter. Nun sehe ich ganz gut aus, nur habe ich mich Jahrelang von der Außenwelt isoliert. Mir fällt es schwer Freunde zu finden, ich studiere nun und ich bin total anders als meine Kommilitonen. Wir haben keine gemeinsamen Interessen, ich habe keine Interessen. Alle glauben ich wäre krank, was auch stimmt. Meine alten Freunde habe ich damals fallen gelassen weil sie Rassisten sind, ich bin bin Moslem und will der Religion nicht mehr angehören, leider wurde ich damals als Kind gezwungen zur Moschee zu gehen. Nun habe ich Probleme mit den Menschen die mich früher kannten (religiöser Freundeskreis). Die Probleme häufen sich übereinander, meine Nachbarn sind strengglaubige Moslem und sie beobachten mich permanent. Wenn ich in einem Raum mit Menschen bin, die ich nicht kenne werde ich total nervös, ich bekomme Zuckungen, ich kann nicht aufhören zu denken, ununterbrochen denke ich, ich kann kaum eine Konversation führen da ich nicht weiß wohin ich gucken muss. Manche glauben ich wäre schwul weil ich keinen in die Augen gucken kann, ich habe Depressionen, ich bin Hochsensibel und habe wenig Allgemeinwissen. Ich habe mich zuvor, in meiner Kindheit immer dumm gestellt um Probleme zu meiden, das geht jetzt nicht mehr. Die Leute welche mich früher als „total dummen“ Menschen kannten kommen nicht drauf klar wenn ich wie ein zivilisierter Mensch rede, das kommt alles so falsch. Es ist zu viel druck, ich will nicht falsch rüberkommen, ich täusche mehrmals verschiedene persönlichkeiten vor. Für welche bin ich der Typ aus dem Ghetto, für welche der Streber, für welche der Zocker, für welche der aufreiser usw. Ich kenne mich nicht und das alles belastet mich sehr. Dein Blog macht mir Mut, aber die Probleme häufen sich, das was oben steht ist nicht alles. Ich weiß leider was jetzt kommt du wirst mir raten Hilfe zu holen, nur will ich einfach nicht schwach erscheinen, Selbstmord werde ich sowieso nicht begehen, doch dir Gedanken tauchen ab und zu mal auf und ich Google dann. So kam ich hierher. Ich bin nur guter Hoffnung dass ich einen guten Rat von dir bekomme, wegziehen wäre keine Lösung, da ich gerade mit dem Studium begonnen habe. Ich weiß einfach nicht wie ich meine Probleme löse. Persönlich finde ich meine Probleme nicht sehr schlimm, doch es gibt Momente wie z.B. schöne heiße Sommertage, in dem ich zuhause sitze und aus dem Fenster starre, zu diesem Zeitpunkt bin ich total deprimiert. Ich habe jedes Jahr cf „angst“ vor dem Sommer. Ich falle auf. Ich verstehe mich selbst nicht, wenns nach mir geht ist mir die Meinung anderer Menschen egal, leider kann ich es nicht kontrollieren.

Christina Schindler | am 27.Mai 2016 um 12:26 Uhr

Hi Mohammad,

du hast es selbst schon gesagt, du stehst unter sehr viel Druck. Das kann natürlich auf Dauer zu Depressionen führen. Vor allem das Gefühl, dass du dich ständig verstellen musst und selbst nicht so recht weißt wer du bist. Da kann man sich schon ganz schön verloren fühlen. Es wird immer so sein, dass andere Menschen bestimmte Anforderungen an dich haben. In einem gewissen Maß kannst du diesen ja auch nachkommen, nur ist es wichtig aufzupassen dich dabei nicht selbst zu betrügen.

Ich würde dir Raten an deinen Glaubenssätzen zu arbeiten. Dass du nicht falsch rüber kommen willst zum Beispiel. Rational weißt du ja schon dass das nicht der richtige Weg ist. Dass es eigentlich egal sein sollte, was andere über dich denken. Es ist aber auch ok das zu wissen, aber es nicht zu fühlen, setz dich da nicht zu sehr unter Druck. Diese Einstellung muss man meiner Meinung nach einfach Stück für Stück trainieren. Das heißt im Klartext dass du dich bewusst deinen Ängsten stellst, mit fremden Leuten sprichst, Dinge tust, die „man“ eigentlich nicht tut. Du wirst feststellen, dass dann gar nichts schlimmes passiert und du wirst dich daran gewöhnen.

Außerdem könnte es dir helfen in dich selbst hinein zu gehen und dich damit zu beschäftigen, wer du bist, was dich ausmacht und was du willst. Was du gut kannst und wo deine Stärken liegen und woran du noch arbeiten könntest. Praktische Übungen zu diesen Themen habe ich in den Workbooks zusammengefasst, die du dir herunter laden kannst, wenn du dich in den Newsletterverteiler einträgst. Zwar spreche ich da hauptsächlich Frauen an, aber die Übungen sind für Männer natürlich genau so hilfreich. 🙂

Ich kann dir in einem einzelnen Kommentar natürlich keine umfassende Beratung bieten, mein Tipp wäre mach solche Übungen und arbeite dich Stück für Stück vorwärts. Und ja, ich würde dir Raten dir professionelle Hilfe zu suchen. Ich kann verstehen, dass du nicht schwach wirken möchtest. Lass dir doch einfach Mal einen Probetermin bei einem Therapeuten geben und schau dir an wie das ist. Das ist ganz unverbindlich und du wirst sehen, dass kein Therapeut der Welt dich als schwach ansehen wird. Im Gegenteil, wenn du dich deinen Problemen stellst und an ihnen arbeitest ist das ein Zeichen von Stärke.

Ich wünsche dir alles Gute der Welt und dass du die Kraft hast diese Dinge anzugehen.

Alles Liebe
deine Tina

hummingbird | am 28.Mai 2016 um 11:47 Uhr

Den Gedanken nicht mehr leben zu wollen habe ich jeden Tag aufs Neue. Verdammt nochmal, ich bin 19 Jahre jung. Eigentlich hatte ich meine Depression schon besiegt. Ja wirklich, ich war auf dem besten Weg. Dann traf ich ihn. Er war auhc depressiv. Aber ich dachte, er besiegt dieses innere Monster, da ich es ja auch geschafft habe. Habe ihm immer zugehört und nicht nur gesagt: Kopf hoch, das wird schon“ sondern versucht im zu erklären, dass er diese Zeit überstehen muss. Das das Leben gut sein kann. Ich habe ihm immer gesagt: ,,Du darfst weinen und traurig sein, ich verstehe dich.“ Ich habe immer zugehört, weil ich aus eigener Erfahrung wusste was bei Depressionen hilft: Zuhören, Ablenkung, Zwang und Vertrauen. Schließlich verliebte er sich in mich. Doch ich war selbst gefangen, von meinen eigenen Rückschlägen der Depression, ich war zu egoistisch und ging keine Beziehung ein. Ich dachte ich wäre nicht verliebt. Aber ich stieß ihn nie weg. Er war für mich der beste Freund, auch wenn ich oft abgestoßen war von ihm wenn er wieder sehr depressiv war. Ich sagte ihm immer, wie sehr ich ihn schätze. Dass er für mich so ein kluger Kerl ist und er für mich der beste Freund. Aber es gab auch mal harte Worte von mir. Vielleicht war es mein Instinkt, der mir sagte: ,,Er ist krank, er muss erst gesund werden, zieh dich erst selbst aus dem Graben der Depression und dann zieh ihn da raus.“
Aber dann war alles zu spät. Im April dieses Jahres beendete er sein Leben. Vielleicht hätte ein : ,,Ich liebe dich“ oder öftere Umarmungen gerettet. Denn ich merke: ich liebe ihn wirklich. Wieso muss ich mich im Leben bei Allem verspäten? Das war schin immer so. Docj diesmal ist es unverzeihlich. Denn es wurde so ein kostbares Leben weggeschmißen. Ich wünsche mir nichts sehnlicher als dass der sein Leben wieder leben kann. Dass ich seinen Eltern den Schmerz über diesen unbegreiflichen Verlust nehmen könnte. Ich würde morden damit er wieder am Leben wäre. Jeder Zelle in mir schreit nach mir. Ich habe das Gefühl keinen anderen lieben zu können. Ich weiß, dass ich ihn wirklich liebe, denn das Einzige was ich mir wünsche, dass er wieder da wäre und lachen könnte, das er sich freuen könnte.
Ich war schon immer ein egoistisches Wesen, aber für ihn hört sogar dieser niedere menschliche Egoismus bei mir auf, denn ich will für ihn, dass er einfach nur wieder lebt, und sei es auch ohne mich, hauptsache er lebt wieder, Hauptsache seine Familie hat ihn wieder, Hauptsache dass sein Wesen diese Wet wieder erfüllt.
Mein einziger Egoismus ist, dass ich jetzt auch nicht leben möchte. Ich möchte einfach nur zu ihm, falls es das gibt oder gar nicht mehr existieren. Er ist für Freund, Bruder und Geliebter.
Nur meine Familie hält mich zurück, ich will das ,,Glück“ meiner Eltern und Freunde nicht zerstören.
Ich will einfach nicht mehr.

Christina Schindler | am 6.Juni 2016 um 22:58 Uhr

Hi Hummingbird,

es ist schön zu lesen, dass du deine Depressionen schon einmal bewältigen konntest. Rückschläge und schlechte Zeiten wird es immer wieder geben, es geht gar nicht darum, dass es immer rosig ist und gut läuft, sondern eher darum, die schönen Dinge schätzen zu können und trotz allen Herausforderungen den Mut nicht zu verlieren.
Es ist natürlich einem anderen Menschen zu wollen, der ähnliches durchmacht, wie man selbst es erlebt hat. Allerdings bürdest du dir damit vielleicht auch zu viel auf. Es ist nicht deine Aufgabe andere Menschen zu retten, auch wenn es ein ehrbares Ziel ist. Mach dich nicht kaputt mit Gedanken daran, was du hättest tun können. Du hast getan was du tun konntest und was in deiner Macht stand.
Was ich gelernt habe in all den schweren Zeiten ist, dass auch die schlimmsten Gefühle sich abschwächen mit der Zeit, auch wenn es sich in dem Moment nicht so anfühlt. Wichtig ist nur, dass man weiter an sich arbeitet und weiter macht, für die guten Dinge des Lebens.

Tut mir leid dass ich deinen Kommentar erst jetzt beantworte, ich habe ihn in der E-Mailflut ganz übersehen.

Alles Liebe
deine Tina

hummingbird | am 28.Mai 2016 um 11:53 Uhr

Entschuldigung für diese ganzen Rechtschreibfehler. Ich bin nur sehr aufgewühlt und traurig und habe vergessen, mir meinem Kommentar auf jene Fehler durchzulesen.

Jeannette | am 31.Mai 2016 um 20:54 Uhr

Ich verstehe die Menschen nicht ich verstehe die ganze Welt nicht mehr ich verstehe auch nicht was ich hier noch soll. Ich sehe keinen zweck weiter zu leben. Ich habe auf all das keinen bock mehr. Für nichts und niemanden ist man gut genug und immer gibt es jemand besseren. Die Perfecktion die wir anstreben zerstört die ganze Welt. Ich bin so Machtlos. Ich sehe keinen Ausweg

Jeannette | am 31.Mai 2016 um 21:21 Uhr

Wiesoo gehts uns wohl schlecht??? Wir sind immer auf der suche nach Perfecktion. Wir bemerken das wir scheitern. Das wir das Ideal niemals erreichen werden. Wir haben alles uns sind doch nicht glücklich. Ich hasse diese Zeit in der wir leben

hummingbird | am 5.Juni 2016 um 13:55 Uhr

So eine scheiß Seite. wieso wird mein Kommentar nicht freigeschaltet?
Dann poste ich jeden Tag mein Kommentar rein.

Lena | am 5.Juli 2016 um 22:06 Uhr

Ich habe schon lange Depressionen und ich würde gerne sterben aber ich weiß nicht wie es gekommen ist ich war immer so glücklich aber mit der Zeit bin ich immer schlechter in der Schule geworden obwohl ich mal am besten war – eine Zeit lang wurde ich auch gemobbt aber vor allem war ich mit den falschen Freunden befreundet sagte zumindest meine Mutter immer.ich wurde durch diese Freunde immer frecher und meine Mutter hat Angefangen mich zuschlagen, wenn sie fertig war ging ich in mein Zimmer und weinte später fing ich an mich zuritzen meine Eltern haben es natürlich gesehen was sollte ich aber dazu sagen ich erzählte ihnen immer alle würden das machen und ich möchte dazugehören – es wurde bzw ist immer schlimmer geworden bis ich vorm suizid stand ich wollte sterben also habe ich mir eine Schere genommen und mir meine Adern „aufgeritzt“ vorher hatte ich mich schlau gemacht und wusste oder dachte eher gesagt dass ich sterben würde es war eine kleine Wunde sie blutete und ich dachte da es im Internet stand ich würde langsam sterben also verbluten aber als ich es einmal gemacht hatte und Todesangst hatte schrieb ich einen Freund an ich hoffte er könnte mir helfen jetzt wollte ich doch nicht sterben – anfangs half er mir ich sollte ihm auch ein Bild schicken wie viel Blut es war er meinte ich solle zu meinen Eltern gehen aber ich hasste bzw hasse meine Eltern so bin ich nicht zu ihnen, weil ich das also nicht machen wollte sagte er irgendwann ich wäre aufmerksamkeitsgeil und blockte mich das hat mir den Rest gegeben nun meine Frage was kann ich dagegen machen egal was ich tue nix hilft :/

Christina Schindler | am 11.Juli 2016 um 19:18 Uhr

Hi Lena,

was du schreibst zeigt, dass du sehr verzweifelt bist. Natürlich ist es auch immer ein Hilfeschrei, wenn man veruscht sich das Leben zu nehmen. Das ist aber nicht verwerflich, sondern in der Regel verständlich, denn schließlich ist Hilfe ja genau das was man braucht in so einer Situation. Dieser Junge konnte deine Situation einfach nicht verstehen, das ist auch ziemlich schwierig, wenn man das nicht selbst kennt.
Dass deine Mutter dich geschlagen hat war absolut nicht in Ordnung und dass das deine Beziehung zu ihr belastet ist auch verständlich. Such dir am Besten Hilfe von Außen, das ist völlig in Ordnung. Um Depressionen zu überwinden bedarf es der Grundlegenden und langfristigen Arbeit an deinem Leben und deinen Gefühlen, sowie die Aufarbeitung deiner Vergangenheit. Genau dafür ist eine Therapie gedacht und ein Therapeut kann dir auch dabei helfen, Strategien zu finden mit deiner aktuellen Situation umzugehen.

Ich wünsche dir alles Gute,
deine Tina

Daniela | am 9.Juli 2016 um 00:26 Uhr

Der Artikel verletzt jeden Menschen, der ernsthaft psychisch erkrankt ist und keinen Ausweg mehr sieht. „Lies jeden Tag einen Witz“ – ja, das hilft ganz bestimmt. Ja, dazu gehört dann wohl auch dieser Artikel: Es ist der reinste Witz.

Christina Schindler | am 11.Juli 2016 um 19:21 Uhr

Hallo Daniela,

schade dass du das so siehst. Ich hoffe du verstehst aber auch, dass dieser Artikel keine Heilanleitung für Depressive sein kann. Ich spreche hier ganz einfach aus meiner eigenen Erfahrung mit Depressionen und was mir geholfen hat, bzw. hilft.
Ich wünsche dir, dass auch du die Dinge findest die dir ganz persönlich dabei helfen, deinen Alltag zu meistern und dein Leben in vollen Zügen zu genießen.

Alles Liebe
deine Tina

Sprengja | am 23.Juli 2016 um 03:01 Uhr

Ich will nicht mehr leben – ein Hilfeschrei

Ja, das war es auch bei mir, ein Schrei nach Hilfe. Steht man vor einem Selbstmord, so steht man zwischen Leben und Tod. Ein Teil von einem möchte das alles Beenden, das Leiden, den Schmerz und in diesem Moment würde der Tod das ganze beenden. Aber richtig, eigentlich möchte man nicht nicht leben, sondern man möchte nicht so leben. Es gibt also ein anderer Teil von einem, der leben möchte. Man steht zwischen Leben und Tod.
Man ist wie eine Waage. In diesem Moment schwebt man. Doch nur ein kleines Gewicht auf die eine oder andere Seite beendet den Zustand, dann geht oder bleibt man.
Aber eine Waage kippt nicht von selbst, sie kann selbst nicht entscheiden. Es braucht einen Einfluss von aussen, jemand der dieses Gewicht setzt.
Der Hilfeschrei – setze das Gewicht!

Die richtige Reaktion

Ich war da, stand am Abgrund, wollte nicht mehr. Aber bevor ich sprang, tat ich, was die Meisten in einer solchen Situation tun – sie schreibe einer nahestehenden Person.
Jemand sagte mir einst ich hätte der Person mit einem Selbstmord gedroht. Die Person verurteilte mich dafür. Ich sei verrückt, hätte doch nur die Aufmerksam der Person gewollt.
Dieser Jemand verstand nicht. Hätte ich der Person nicht geschrieben wäre ich nicht mehr am leben. Ich brauchte jemand, der für mich entscheidet, jemand der das Gewicht setzt, weil ich es selbst nicht mehr konnte.
Die Person hat mich am Leben gehalten. Die Person nahm die Situation ernst, versuchte mich zu erreichen. Die Person fand die richtigen Worte. Ich kehrte um, ich lebe noch.

Es braucht nicht viel, ein kleines Gewicht auf die richtige Seite. Jemand der einem ernst nimmt, jemand der Versteht, versteht, dass man nur ein kleines Gewicht braucht.

Ich war seither weitere Male in derselben Situation. Ich wollte einfach nicht mehr. Hielt das Messer in der Hand, lag in der gefüllten Wanne, Stand an der Schlucht. Aber ich schrieb der Person nicht mehr – ich brauchte es nicht. Die Worte waren noch immer in meinem Kopf, waren jedes Mal da und hielten mich jedes Mal am Leben:
„Tu es nicht! Du hast nur ein Leben, bitte gib es nicht auf!“
Das war natürlich bei weitem nicht alles, was die Person damals gesagt hat, aber es war das wichtigste.

Christina Schindler | am 25.Juli 2016 um 20:33 Uhr

Hi Sprengja,

deine Geschichte finde ich wirklich rührend und es freut mich zu lesen, dass du mit Hilfe dieser Person etwas gefunden hast, was dich hält und wodurch du dran bleibst wann immer du daran denkst. Halte an diesem Gedanken fest und genieße das Leben, das du hast.
Ich wünsche dir dafür alles Gute.

Liebe Grüße
deine Tina

Katha | am 27.Juli 2016 um 03:21 Uhr

Danke…
Mehr kann ich gerade nicht sagen. Danke das es dich gibt. ♡

Irmi | am 27.Juli 2016 um 23:45 Uhr

Ich will, aber weiß, nicht wie.
Bin wie gelähmt. Habe Angst.
Fühle mich unverstanden und allein gelassen.

H. Pape | am 8.August 2016 um 23:17 Uhr

Ich habe seit 4 Jahren starke Depressionen. Ist manchmal ziemlich krass und manchmal sind sie einfach weg. Wenn sie wieder kommen geht es mir richtig schlecht. Ich sitze dann niedergschlagen am Boden. Oder fange einfach ohne Grund an zu weinen. Das macht einen so schwach !

Jeden Tag denke ich an Suizid. Aber habe mich es nie gertraut. Ich weiß nicht ob dies ein gutes Zeichen ist. Eigentlich steigere ich mich da nur rein. Und ich denke immer, dass das nie wieder aufhört.

Ich war auch vor ca. einem Jahr noch in Therapie. Aber habe es immer wieder abgebrochen, da ich keinen Sinn mehr darin gesehen habe. Und diese vielen Ärtzte und Psychiater haben mir nen scheiss gebracht.

Jeden Tag frage ich mich wie das hier weitergehen soll.

Diesen Blog könnte jeder lesen …. Aber ist mir egal

Christina Schindler | am 16.August 2016 um 05:43 Uhr

Da hast du schon etwas wichtiges erkannt, nämlich dass du immer wieder glaubst es hört nie wieder auf. Ich selbst habe auch immer wieder Depressionen und sogar Selbstmordgedanken kommen auf, doch ich weiß schon dass das nicht ewig anhält und mache mir das dann bewusst. Insgesamt sind die Phasen weniger geworden, weil ich an meinem Leben im Gesamten gearbeitet habe und genau das kann ich dir nur auch raten. In Phasen in denen es dir besser geht, arbeite daran. Finde heraus was für ein Leben du willst und dann mach es Stück für Stück wahr.

Alles Gute
deine Tina

dunkleseele | am 13.August 2016 um 22:34 Uhr

Ich denke dass der Satz „sich aufraffen und den Hintern hochbekommen“ ziemlich einfach gesagt rüberkommt, da fühle ich mich selber fast angegriffen denn so leicht ist es leider nicht. Und wie du weißt lassen sich Depressionen, besonders in schwerer Form, nicht durch „Kaffee trinken, ein Buch lesen oder sich mit Freunden treffen“ heilen. Aus so einem Loch kommt man meistens erst nach einigen Jahren heraus

Christina Schindler | am 16.August 2016 um 05:46 Uhr

Es klingt natürlich leicht gesagt, ich weiß auch aus eigener Erfahrung, dass es nicht so leicht ist. Es tut mir leid dass du dich dadurch angegriffen fühlst, das war nicht meine Absicht. Der Punkt ist, besonders dann, wenn es dir schwer fällt überhaupt etwas zu tun, ist das die einzige Lösung eben doch etwas zu tun und dich dazu zu zwingen.
Die Kleinigkeiten lassen keine Depression einfach verschwinden. Aber im Leben kommt es auf genau diese Kleinigkeiten an. Du machst Babysteps und erzielst dadurch Erfolgserlebnisse. Du sammelst kleine Momente, in denen du dich gut fühlst und die summieren sich dann auf. Ein glückliches Leben besteht vor allem aus vielen kleinen schönen Momenten, denen du dich erfreust. Genau das wollte ich damit sagen.

Alles Liebe
deine Tina

David | am 25.August 2016 um 00:54 Uhr

Alles schön und gut.Ich habe diese gedanken auch.Dein Block ist top,aber mir hilft das nicht.Ich wurde nicht gefragt ob ich leben möchte.Dazu kann man sich seine Famylie nicht aussuchen.ich bin viel unterwegs und sehr viele Menschen die ich treffe sind meiner Meinung nach nicht gesellschafst fähig.Ich kann auch nicht verstehen wie menschen sich gegenüber anderen menschen verhalten.Ich bin 24 jahre alt gut gebaut und könnte kräfte mässig 70 Prozent der Menschen die ich treffe den Hals umdrehen.
Natürlich mache ich sowas nicht auch wenn jeder einzelne es verdient hätte.ich helfe wo ich kann und gebraucht werde und möchte nur das beste für meine mitmenschen,aber so wie die sich hier alle auf der welt benehmen.So kann und will ich hier nicht leben.Ich werde mich nicht umbringen,aber es geht mir an die supstanz.ich könnte noch so viel schreiben.Aber das könn viele andere Menschen auch. Am schönsten wäre es wenn alles ein Ende hätte. Am traurigsten ist eig das ich das hier schreibe und mich scheiße fühle,weil es noch so viele Menschen gibt denen es noch Schlechter geht wie mir. Das is das erste mal das ich gegoogelt habe, mir deinen sehr mitreissenden block durchgelesen habe und das ich um die uhrzeit dir ein kommentar da lasse.ja hmmm es ändert nichts aber ich konnte mal etwas los werden danke dafür. Ps David

Christina Schindler | am 30.August 2016 um 09:27 Uhr

Hey David,

es gibt da einen schönen bekannten Spruch: Love it, change it or leave it. Aber Etwas zu verlassen, was einem nicht gefällt, insbesondere das Leben, sollte die allerletzte Option sein. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten etwas aus dem Leben zu machen und du hast nur dieses eine. Versuch etwas zu ändern und den Sinn in deinem Leben zu finden, was hast du zu verlieren?

Alles Liebe,
deine Tina

Elena | am 29.August 2016 um 15:50 Uhr

Ich mag das Leben an sich nicht so dermaßen; immer aufzustehen, Dinge zu machen. Wenn ich daran denke, dass ich noch gefühlt ewig in diesem System bleiben muss, immer wieder duschen, fertig machen, mit anderen klar kommen muss, kommt`s mir halb hoch. Aber ich hab mittlerweile akzeptiert, dass man nichts ändern kann. Einfach Augen zu und durch. Ich versuch einfach irgendwie nicht komplett durchzudrehen 😀
Mittlerweile hab ich auch andere kennengelernt, die sich auch fehl am Platze im Leben fühlen, man ist glaub ich nie allein mit etwas.

Christina Schindler | am 30.August 2016 um 09:29 Uhr

Hi Elena,

ich glaube nicht, dass du nichts ändern kannst. Dass die Depressionsrate hierzulande so hoch ist hat seine Gründe. Du hast recht, das System so wie es heute ist funktioniert für den Einzenlen nicht so gut und viele Menschen werden vom ständigen Druck krank. Du kannst dir aber Spielraum erschließen und Stück für Stück die Dinge für dich ändern. Halt die Augen offen und Frag dich was du tun kannst, um dein Leben für dich zu verbessern, früher oder später wirst du Antworten in dir selbst finden.

Alles Liebe
deine Tina

Marie | am 5.September 2016 um 13:40 Uhr

Ich finde es auch zu einfach geschrieben
Ich habe schon mehrere Jahre Depressionen von denen niemand etwas weiß, da ich meinen hintern hochbekomme. Ich unternehme mit „freunden“ Dinge fahre mit Ihnen auf Festivals ect allerdings fühle ich mich auch währenddessen innerlich leer nutzlich und ungeliebt. Niemand bemerkt das und ein Witz zu lesen während ich sonst tagelang isoliert von der Welt bin?! Das kann ja nicht die Lösung sein

Christina Schindler | am 7.September 2016 um 18:51 Uhr

Hi Marie,

natürlich ist es nicht die Lösung einen Witz zu lesen. Man muss sich mit dem Inneren, mit den eigenen Gefühlen, mit der eigenen Person beschäftigen und ganz lange und tief graben. Aber es hilft auch gewohnheiten aufzubauen, die langfristig die Stimmung heben. Mindestens um ein paar freudige Momente und damit die Kraft zu erhalten, um etwas zu ändern.

Alles Liebe
deine Tina

ruebenmaster | am 27.September 2016 um 10:52 Uhr

Hallo Frau Schindler,
Ihre Tipps helfen nicht:
„Mach etwas. Egal was. Ändere etwas. Egal was. Fang einfach an. Zwing dich dazu. Trink morgens Tee statt Kaffee. Steh eine halbe Stunde früher auf. Ruf jeden Tag einen guten Freund an oder bei der Seelsorge.
Lies jeden Tag einen Witz. Geh raus und genieß die Sonne (wenn es gerade geht). Fang an Sport zu machen. Sieh dich nach einer anderen Wohnung oder einem anderen Job um. Oder kauf dir ein neues Stück Deko, dass dir wirklich gut gefällt.
Höre dir gute Musik an um dich besser zu fühlen oder lerne das Glücklichsein selbst herauf zu beschwören.“
Das habe ich alles probiert, ohne Erfolg. Vor allem dann nicht, wenn das Umfeld dafür sorgt, dass Dein Leben nicht besser werden darf. Beispielsweise trägt die Unsicherheit mit der Millionenmigration und die gefahren dadurch nicht zur Beruhigung der Lebenssituation bei.

Für mich gilt, sobald ich den Mut dazu finde, ziehe ich das durch. Sterben muss man sowieso, warum noch viele Jahre quälen. Sorum muss man das auch mal sehen. Muss ich immer dafür bezahlen, dass andere einen Mercedes fahren? Das können andere Dumme übernehmen, wenn ich raus bin. Verstehen sie das?

Den Inhalten folgend in Ihrem Blog, den ich gut finde, glaube ich nicht, dass Sie schon einmal über Jahre hinweg verzweifelt und innerlich tot waren… Aber wem diese Webseite weiter hilft, der soll diese Tipps nutzen.

Viele Grüße
Stephan

Christina Schindler | am 28.September 2016 um 11:00 Uhr

Hi Stephan,

mir ging es leider die meiste Zeit meines Lebens so. Bis ich mein Leben selbst in die Hand nehmen konnte und gelernt habe, dass die äußeren Umstände viel weniger Einfluss auf mein Befinden haben als ich selbst.

Es tut mir leid dass du so leidest und nicht mehr hier bleiben möchtest. Ich denke du kannst dein Leben noch sehr genießen, das ist natürlich nur meine Meinung.
Der Artikel beschreibt meine eigenen Erfahrungen mit der Depression und wie ich es geschafft habe. Das heißt nicht dass das jedem hilft.

Arne Tempel ist ein Coach der sich auf Depressionen spezialisiert hat. Schau dir doch einmal seine Webseite an, vielleicht kannst du hier etwas mitnehmen.

Ich wünsche dir alles Gute für deine Zukunft.

Alles Liebe
deine Tina

Leser | am 5.Oktober 2016 um 19:40 Uhr

Was für Küchenweisheiten sollen das hier bitte sein? Hintern hoch bekommen – toller Rat für jemanden, der depressiv ist. Es soll Leute geben, die es nicht mal ohne Hilfe aus dem Haus schaffen.

Christina Schindler | am 6.Oktober 2016 um 07:05 Uhr

Und genau das ist das Ziel,diese Dinge wieder zu schaffen. Das funktioniert leider nicht indem man darauf wartet dass es von alleine kommt. Man muss etwas dafür tun. Das gilt für gesunde wie auch für depressive Menschen.

LG Tina

Jane | am 12.Oktober 2016 um 11:39 Uhr

Hallo

Ich möchte eigentlich gar nicht leben. Ich möchte keinen Selbstmord begehen aber ich freue mich auf den Tod. Ich bin mir nicht sicher wie krank dieser Gedanke ist aber ich freue mich auf die Erlösung von dieser Welt. Ich suche nicht nach dem Sinn des Lebens aber stelle mir trotzdem die Frage was ich hier genau zu suchen habe. Klar gibt es schöne Momente in meinem Leben aber im grossen und ganzen möchte ich einfach für immer einschlafen. Es sterben die ganze Zeit Lebewesen die nicht sterben wollen. Wieso die und nicht ich?

Christina Schindler | am 23.Oktober 2016 um 17:20 Uhr

Hi Jane,

ich finde das Leben ist ein Geschenk. Und ich denke nicht dass es sinnvoll ist nach dem Warum zu suchen, sondern dass wir alle versuchen sollten das Beste aus dem zu machen was wir haben. Ich habe mich vor einigen Jahren noch genau so gefühlt wie du. Doch heute ist alles anders, dabei haben auch einige Ereignissen geholfen, aber auch dass ich nicht aufgegeben habe und immer an meinem Leben gearbeitet. Vielleicht gibt dir das einen kleinen Lichtblick.

Ich wünsche dir von Herzen alles Gute und dass du deinen Weg findest.

Alles Liebe,
deine Tina

Marleen | am 13.Oktober 2016 um 21:56 Uhr

Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte

Im nächsten Leben würde ich versuchen, mehr Fehler zu machen. Ich würde nicht so perfekt sein wollen. Ich würde mich mehr entspannen.
Ich wäre ein bisschen verrückter,als ich es gewesen bin,ich würde viel weniger Dinge so ernst nehmen. Ich würde nicht so gesund leben. Ich würde mehr riskieren,würde mehr reisen,Sonnenuntergänge betrachten,mehr bergsteigen,mehr in Flüssen schwimmen.
Ich war einer dieser klugen Menschen, die jede Minute ihres Lebens fruchtbar verbrachten.Freilich hatte ich auch Momente der Freude,aber wenn ich noch einmal anfangen könnte,würde ich versuchen,viel mehr gute Augenblicke zu haben.Falls du es noch nicht weißt:aus diesen besteht nämlich das Leben;nur aus Augenblicken- vergiss nicht den jetzigen.Wenn ich noch mal Leben könnte , würde ich von Frühlingsbeginn an bis in den Spätherbst hinein barfuß gehen.Und ich würde mehr mit Kindern spielen,wenn ich das Leben noch vor mir hätte.

Ich finde da ist was dran!
Liebe Grüße
Marleen

Christina Schindler | am 23.Oktober 2016 um 17:22 Uhr

Hi Marleen,

ja das ist wirklich ein schöner Text, auch wenn ich die eine oder andere Passage abändern würde. Trotzdem danke für diese wertvolle Sicht der Dinge.

Alles Liebe
deine Tina

Lu | am 23.Oktober 2016 um 23:00 Uhr

Du sagst Depressionen bedeutet Arsch hoch… Ich muss dir leider sagen so einfach ist das nicht. Kennst du das Gefühl jemand legt einen Lichtschalter um ,du verfällt ohne Grund in eine Trauer. Du selbst weißt nicht einmal warum. Du selbst kannst den Schalter zurück nicht umlegen. Das ist Depression zumindest eine Art wie Sie sich zeigt.Es gibt viele die reden von Depressionen nur weil Sie mal gerade nicht gut drauf sind. Diagnose Depression will gut überlegt sein und bestätigt sein.Ich bin eine gestandene Frau mit Leitungsjob und guter Beziehung also alles okay und doch habe ich Diagnose Depression. Nicht Leben wollen war oft schon mein Gedanke und mein reden,aber ich habe es immer wieder hin bekommen weil ich Verantwortung habe im Leben gegenüber Personen und doch kämpfe ich gegen depressive Phasen an. Und es ist ein verdammt schwerer und unfairen Kampf von Seiten der Depression. Oft verliere ich diesen und ich trete den Rückzug an und laufe Gefahr mich von allen zu trennen. Anschließend hoch hilft dann nicht mehr… Ich habe eine en Kollegen der auch das sagte das solche Leute sich zusammen reißen sollen. Jetzt sagt er es nicht mehr. Seine Mutter hat sich umgebracht.

Christina Schindler | am 1.November 2016 um 12:19 Uhr

Hi Lu,

es geht nicht darum dich zusammen zu reißen und den Arsch hochzukriegen, weil ja alles „nicht so schlimm“ ist. Es geht darum, dass du eine Entscheidung triffst. Die Entscheidung deine Depression anzugehen, dein Leben zu verändern. Denn nur du kannst das. Und ohne aktiv zu werden klappt das leider auch nicht.

Ich wünsche dir weiterhin alles Gute auf deinem Weg.

Alles Liebe,
deine Tina

G | am 9.November 2016 um 16:54 Uhr

Ich falle immer tiefer. Ich sehe mich in der Zukunft nicht. Meine Gefühle meine Gedanken meine Austrahlung ist negativ. Meine eine Freundin verlier ich jeden Tag immer mehr. In der Schule ( bin 17 Jahre alt) habe ich meine Maske aufgesetzt, die mein richtiges Ich nicht zeigen soll. Mein Vater ist abgehauen als ich neun war und ist nicht wiedergekommen. Meiner Mutter bin ich auch egal. Ich war schon immer alleine. Mein einziger Freund der immer bei mir sein wird, ist Gott. Er gibt mir Kraft, er erhält mich am Leben und nicht ich. Es gibt meiner Meinung kein Ich wir sind alle Kreaturen Gottes.

Christina Schindler | am 13.November 2016 um 20:07 Uhr

Es freut mich dass du Trost in deinem Glauben gefunden hast und hoffe er gibt dir die Kraft die du brauchst.

Alles Liebe
deine Tina

Nicole | am 15.November 2016 um 22:46 Uhr

Hallo, ich bin Nicole. [15 Jahre]
Ich habe keine Lust mehr auf mein Leben.
Meine Eltern haben sich vor knapp 7 Jahren scheiden lassen. Ab dem Zeitpunkt ging es an. Ich war ca. 8 Jahre alt und würde bin und her gezogen, ich fühlte und fühle nach nach all den Jahren, die ein Gegenstand. Jeder geht mir nur um die er/die gerade Lust hat. Trotzdessen das sie wissen, was ich alles erlitt und erleiden muss. Meine Geschwister stehen nicht hinter mir, meine Familie behandelt mich beschissen. Wenn meinem Großen Bruder(ich bin die jüngste)etwas nicht passt, oder er sauer auf mich ist brüllt er mich an und spuckt mit und Gesicht. Meine „beste freundin“ belügt mich und verletzt mich oft zu tiefst im Herzen. Meine Mutter trinkt oft Alkohol und sagt zu mir „Du stück scheiße“ „beweg deinen Arsch und räum auf“…usw. Mein Vater trinkt auch oft und sagt zu mir „wenn du nicht da wärst könnt ich soviele Frauen f*cken wie ich will“ und noch mehr Dinge… Ich komme mit meinem Leben einfach nicht klar. Meine große Schwester Begrüßt mich nicht mal, wenn sie von der Schule kommt. Sie beleidigt mich und droht mir mit schläge. Die schlug mich auch schon oft genug… Ich werde nur fertig gemacht. Mein Stiefvater geht zwar gut mit mir um, aber er ist sehr anders… Ich werde von Tag zu Tag immer mehr enttäuscht und hintergangen. Ich verstecke meine Tränen und meinen Schmerz hinter meinem Lachen. Niemand merkt auch nur Absatz Weise wie es mir geht. Meinem Ex Freund kamen die Tränen, als ich ihn alles erziel. Niemand weiß wie es mir geht und trotzdem sagt jeder ich kann dich verstehen. Niemand versteht mich. Ich bin so zerbrechlich und schon eine kleine Lüge macht mich fertig von andern. Ich bin einfach fertig mit meinem Nerven. Ich sehe keinen Sinn in meinem Leben mehr. Ich werde von jedem missverstanden und verarscht. Ich hab das Gefühl, keine interessiert sich für mich und keinen nicht es wie es mir geht. Ich denke so oft an ein Leben nach dem Tod, das schlimme ist einfach da ich so jung bin… Ich wünsche mir doch auch nur ein normales Leben mit einer normalen Familie, so ich liebe und Zuneigung bekomme. Wo ich nicht von meinen geschwistern angespuckt werde, als wäre ich nichts. Ich will und kann nicht mehr. Meine Schwester hat auch eine Behinderung, womit ich nicht zurecht komme. Ich mache alles für sie. Wenn sie etwas braucht kriegt sie es von mir und ich bin immer für die da und helfe ihr, aber sie schätzt das alles einfach nicht, genauso wie der Rest meiner Familie. Was soll ich machen? Naja das war ein Teil meines Lebens…Es gibt noch viel Schlimmeres… MfG Nicole.

Christina Schindler | am 10.Dezember 2016 um 12:04 Uhr

Hi Nicole,

Es ist ziemlich mutig dass du deine Erfahrungen hier so erzählst.
Ich habe leider ebenfalls keine Familie die mich liebt und für mich da ist und verstehe daher das gefühl ganz alleine und ohne Unterstützung auf der Welt zu sein.

Trotzdem habe ich es aber geschafft mir ein Leben auf zu bauen, mit Höhen und tiefen natürlich, aber es ist meins.
Versuche Wege zu finden mit deinen Mitmenschen umzugehen ohne dich dabei selbst zu verlieren. Diese kann dir natürlich niemand vorgeben. Ich bin aber sicher dass du Wege findest wenn du nicht aufgibst.

Scheu dich auch nicht dir professionelle Hilfe zu holen. Auf den ersten Blick mag das nicht viel versprechend sein, aber langfristig ist so eine Therapie meiner Erfahrung nach eine große Hilfe.
Ich wünsche dir alles gute und dass du es schaffst.

Alles liebe
Deine Tina

B. | am 8.Dezember 2016 um 20:38 Uhr

Wahnsinn wasman hier alles lesen kann, so viele unterschiedliche Formen der Depression und des Selbstzweifels.
Ich habe Depressionen seit ich denken kann und bekomme auch seit Langem Medikamente. Trotzdem habe ich den Wunsch zu sterben so verinnerlicht dass ich sehenden Auges darauf zu steuere. Meine drei Kinder und mein Mann der mich in Allem unterstützt halten mich noch davon ab, aber mein Weg scheint vorgezeichnet.
Ich werde weiter die Kommentare durchforsten um positive Beispiele zu finden und halte mich an dem seidenen Faden meiner Existenz fest.
Alles gute für all Diejenigen die auch kämpfen.

Christina Schindler | am 10.Dezember 2016 um 12:17 Uhr

Diese positiven Beispiele gibt es und das macht mich sehr glücklich. 🙂

Bestimmt findest auch du Hoffnung, denn auch du kannst alles zum positiven wenden, daran glaube ich.

Alles liebe
Deine Tina

Laura | am 16.Dezember 2016 um 13:13 Uhr

Hm,wer weiß vielleicht meint sie das Ernst was sie da…okaaay,Werbung für irgendwas,alles klar.Richtig große Hilfe gewesen

Christina Schindler | am 18.Dezember 2016 um 15:20 Uhr

Hi Laura,

schade dass du so denkst. Ja ich meine alles ernst was ich geschrieben habe. Und ich möchte all meinen Leserinnen so gut ich es vermag helfen, doch Depressionen sind einfach nicht mein Spezialgebiet. Ich bin aber davon überzeugt dass Arnes Programm sehr gut helfen kann, daher empfehle ich es.

Alles Liebe
deine Tina

Birdy | am 23.Dezember 2016 um 23:48 Uhr

Bei mir ist es so, dass ich nicht mehr leben will, weil ich die falschen Menschen um mich herum habe/hatte und keinen anderen Weg mehr sehe. Meine Familie ist eigentlich ein haufen gestörter- besonders meine Schwester kann Krank machen. Keiner in meiner Familie kennt sowas wie Respekt oder das man die Grenzen des anderen achtet. Es wird verbal erniedrigt und gedemütigt wo und wann es nur geht. Jeder Handgriff wird beobachtet und bewertet und natürlich werden nur die falschen Handgriffe erwähnt. Meine Schwester ist herrschsüchtig und braucht ständig ihre Bestätigung oft auf meine Kosten. Auf der anderen Seite überhäuft sie einen mit Geschenken und wirkt dadurch besonders für aussenstehende als liebevolle, fürsorgliche Schwester. Ich konnte schon in meiner Kindheit und Jugend nicht mit diesem Verhalten umgehen und kann es noch weniger heute. Ich gehe daran zugrunde. Ich glaube mittlerweile das was sie mir eingeredet hat- nämlich das ich Dumm und psychisch krank sei. Ich komme aus diesem Morast auch nicht mehr raus. Mittlerweile scheint alles in meinem Leben schief zu gehen. Ich lebe in Scheidung, meine Kinder leiden darunter. Ich verliere gerade meinen Job und ich hatte vor kurzem einen recht schweren Autounfall (zum Glück „nur“ Blechschaden)an dem ich auch selber Schuld hatte. Die Worte Fehler und Schuld kleben mittlerweile an mir wie Pech. Ich weiss, das es mir immer besser ging wenn ich weit entfernt von meiner Familie besonders von meiner Schwester war. Aber als alleinerziehende Mutter von zwei kleinen Kindern bin ich jetzt auf meine Familie angewiesen und muss die Schei*e fressen, bis ich daran ersticke. Ich habe es nicht geschafft, daraus zu kommen und für mich erscheint es immer unmöglicher heile aus der ganzen Geschichte rauszukommen. Ich habe den Glauben an mich selber verloren. Ich fühle mich als sei mein Geist schon längst gestorben und nur noch mein Körper wandelt noch hier auf der Erde, obwohl er meinem Geist schon längst gefolgt sein sollte. Und so verläuft auch mein Leben- alles geht schief und ich bin selber unachtsam als wäre ich bei keiner Sache mehr so richtig dabei. Das ermüdet und man wünscht sich nur noch die Augen für immer zu schließen und nie wieder verletzt zu werden und nie wieder zu enttäuschen. Ich liebe lustige und glückliche Menschen, aber davon gibt es in meinem Leben keine. In meinem Leben gibt es nur unglückliche Menschen, die versuchen ihre Defizite auf Kosten anderer auszugleichen und ihre Befriedigung darin finden.

Christina Schindler | am 27.Dezember 2016 um 12:37 Uhr

Hi Birdy,

das klingt nach einer Schwierigen Situation mit deiner Familie. Ich denke du solltest Ausschau halten nach Hilfsmöglichkeiten außerhalb deiner Familie, wenn du fühlst, dass es dir ohne den Kontakt zu ihnen besser geht. Auch wenn es schwierig ist und einem als alleinerziehende Mutter viele Steine in den Weg gelegt werden, denke ich dass es einige Anlaufstellen gibt, die du finden kannst.

Die Leere die du beschreibst klingt nach einer Depression, vielleicht könnte therapeutische Unterstützung dir weiterhelfen. Bist du vielleicht bereits in Behandlung?

Ein Therapeut könnte dich darin unterstützen die Kraft zu finden dich von deiner Familie zu lösen und auch den schädigenden Glaubenssätzen, die du übnrnommen hast. In diesem Verlauf wird dein Leben sich fast automatisch mit Menschen füllen, die es gut mit dir meinen und dein Leben wird sich Stück für Stück wieder zum besseren wenden.

Ich hoffe du überwindest diese Siutation und dass dass du deine Lebensfreude wieder findest.

Alles Liebe
deine Tina

Pyseudonym | am 4.Februar 2017 um 18:09 Uhr

Ich möchte mich dafür bedanken, dass Du Christina Schindler diesen Artikel verfasst hast und diesen Artikel hier gepostet hast. Gerade hilft es mir sehr Gewissheit zu finden und zu wissen das ich mir doch helfen kann.

Das hier kann wirklich helfen , wenn man sich darauf einlässt, sonst wird sich wohl nie etwas ändern in meinem Leben!

Danke für die Hilfe zur Selbsterkenntniss.

Christina Schindler | am 4.Februar 2017 um 23:49 Uhr

Es freut mich zu lesen dass meine Erfahrungen dir helfen konnten und ich wünsche dir viel Erfolg und alles Gute in deinem Leben!

Alles Liebe
Deine Tina

Sarah | am 21.Februar 2017 um 15:57 Uhr

Hallo, mir geht es gerade sehr schlecht. Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Ich habe mich so lange um einen Mann bemüht, der mir auch immer wieder Hoffnung gemacht hat. Ich bin sehr in ihn verliebt. Naja und nach so langer Zeit des Bemühen, seh ich ihn nun mit seiner neuen Freundin und es zerreißt mich. Ich glaube ich überlebe das nicht. Ich denk die ganze Zeit daran warum er mich nicht wollte und was sie hat was ich nicht habe..Es ist so schlimm. Es geht schon so lange mit ihm hin und her und jetzt hat er eine neue und es tut einfach so sehr weh, dass ich wie gelähmt bin. Ich dachte immer uns verbindet etwas, aber er wollte mich nie, ich weiß nicht mehr weiter. Was soll ich nur tun?

Christina Schindler | am 21.Februar 2017 um 20:12 Uhr

Hi Sarah,

Ich weiß, so eine Situation kann sehr schmerzhaft sein. Ich selbst habe einmal all meine Hoffnungen in die Beziehung zu einem Mann gesetzt, die mich eigentlich nur zerstört hat.

Dass der Mann den du wolltest nun eine neue Freundin hat zeigt nur das, was du eigentlich schon lange weißt, wenn du ehrlich bist, nämlich dass er dich nicht will. Und das bedeutet dass er nicht der Richtige für dich ist.

Auch wenn es gerade schwer ist dir das vorzustellen, wenn du den richtigen triffst dann wird er all die Dinge, die du dir immer gewünscht hast ganz von selbst machen und du wirst wissen, dass er es ist.

Dass der Kerl eine neue hat tut sicher weh und machmal fragst du dich vielleicht warum ausgerechnet sie das bekommt was du willst.
Aber vielleicht hilft dieser schlag dir dabei den Mann, der dir nur schadet endlich loszulassen.

Du darfst ruhig um ihn trauern, schließe deine Gefühle nicht weg. Doch dann kümmere dich um dich und finde heraus was du willst und wie du dein Leben wieder in die richtige Bahn lenken kannst und sei dir gewiss, dass er es einfach nicht wert war.

Alles Liebe
Deine Tina

Laura | am 21.Februar 2017 um 19:12 Uhr

Hallo, ich bin laura und gerade mal 24 Jahre jung. Ich leide zurzeit an suizidgedanken und eine bekannte von mir hat sich das Leben genormen. Ich will einfach nicht mehr leben und denke jeden tag darüber nach mein leben einfach zu beenden. Ich sehe absolut keinen Ausweg mehr und weiß auch nicht was ich ändern könnte.

Christina Schindler | am 21.Februar 2017 um 20:16 Uhr

Hi Laura,

Es ist schade dass du daran denkst dein Leben zu beenden, auch wenn ich es in gewisser Weise nachvollziehen kann.

Ich selbst habe immer mal wieder den Wunsch Alles einfach aufzugeben, dann scheint es so einfach zu sein.
Doch ich weiß dass diese Gedanken nicht wirklich aus mir selbst stammen und sobald ich so eine tiefphase überwunden habe denke ich so auch gar nicht mehr. Ich sage mir also in dem Moment, dass die Gedanken nicht die Wahrheit sind und lasse sie einfach vorüber ziehen.

Es ist schwierig zu sagen was du gegen deine Probleme tun kannst. Ich bin mir aber sicher, dass du so ziemlich alles in deinem leben mit etwas Zeit und verschiedenen Lösungswegen wieder zum positiven wenden kannst.

Versuche einfach immer wieder Möglichkeiten zu finden und gib nicht auf, auch wenn es mal schief geht. Aus Fehlern kann man nur lernen.

Ich wünsche dir die Kraft an deinem Leben zu arbeiten und wieder glücklich und selbstbestimmt zu leben.

Alles Liebe
Deine Tina

Lucy-Jade | am 13.April 2017 um 21:27 Uhr

Ich weiß eher gesagt nicht was mit mir los ist. Ich war immer ein Lebensfroher Mensch immer für alles offen. Ich und meine Freunde waren unverbesserlich. Doch seid 1. Jahr ist alles komisch. Ich fühle mich nur noch verletzt. Ich habe Angst vor Konflikten. Ich fühle mich immer allein. Ich kann auch nicht über meine Probleme reden. Das ist wahrscheinlich mein größtes Problem. Ich möchte nur noch weglaufen. Egal wo hin. Einfach niemanden mehr sehen. Sei es meine Familie oder meine Freunde. Ich habe keine Kraft mehr. Am Tag oder Abends habe ich keine Kraft mehr in meinen Beinen. Sie fühlen sich an wie Wackelpudding. Ein- und Durchschlafen kann ich auch nicht mehr. Ich wende mich deshalb an diese Seite, weil ich merke das ich Hilfe brauche. Das ist mir aufgefallen als ich mehr als 1. Stunde auf den Badezimmerboden lag. Vor heulen nicht mehr aufstehen konnte. Und ich wollte es auch nicht. Keinen schritt mehr. Nicht bewegen nur noch weinen. Die Badezimmertür war abgeschlossen also konnte keiner rein. Dann sah ich vor mir diese weißen Fliesen und dachte: „Wenn ich jetzt sterbe und nur diese schimmernde Fliese vor mir sehe ist es okay. Ich habe so oder so kein Sinn in meinen Leben gefunden. Ich bin nichts besonderes. Ich kann einfach nicht mehr!“. Ich denke mir aber das alles nur. Wie gesagt ich kann mit niemanden reden. Wenn ich es versuche breche ich in Tränen aus und sage nur noch die Halbe Wahrheit oder ich lüge und täusche was vor. Ich fühle mich erbärmlich wenn ich vor anderen weine. Ich fühle mich dann so machtlos. Ich habe sogar angst ausgelacht zu werden.
Ich habe versucht mit meiner besten Freundin darüber zu sprechen aber sie bezieht alles auf sich. Hört mir dann nicht mehr richtig zu und erzählt von ihren Problemen. Und wie immer bin ich die Freundin wo sich alle auskotzen können.
Ich habe auch keine wirkliche Freude mehr. Mache ich was mit meinen Freunden setzte ich ein falsches Lächeln auf. Tu so als hätte ich spaß. Das ist sehr anstrengend aber ich will niemanden die Stimmung verhageln. Ich quäle mich jeden Tag aus den Bett. Und denke mir nur warum mache ich überhaupt weiter. Ich möchte am Liebsten nur noch in meinen Bett liegen.
Immer wenn ich versuche irgendwas zu machen. Tut sich nichts. Alles bleibt beim alten. Nichts ändert sich.
Ein wenig Hoffnung das es besser wird habe ich noch. Zwar nicht viel aber ein zu mindestens ein bisschen. Um ehrlich zu sein weiß ich nicht mal mehr warum ich das hier geschrieben habe aber vielleicht ist es ja das richtige.
Mit freundlichen Grüßen
Lucy-Jade

Dumme Kuh | am 10.Juni 2017 um 19:25 Uhr

Aber wie geht man damit um wenn man merkt dass die Liebe an die man geglaubt hat sich nach 30 Jahren als Lüge herausstellt. Dass man, nur belogen und betrigen wurde und den Mann aber trotzdem noch liebt. Aber er nicht und einfach eine neue Frau nimmt, wie immer? Ich mag nicht nur so nicht mehr leben ich mag gar nicht mehr leben.

Christina Schindler | am 11.Juni 2017 um 09:58 Uhr

Meine Eltern waren über 20 Jahre lang zusammen. Mein Vater war der erste und einzige für meine Mutter und sie hat ihn immernoch sehr geliebt, als sie sich getrennt haben. Anfangst ging es ihr natürlich sehr schlecht, aber sie hat sich wieder gefangen und ist jetzt sehr glücklich verheiratet.

Es ist eine große Sache eine solche Beziehung zu beenden und tut sicher verdammt weh. Aber wie du siehst erleben andere Menschen ähnliches und sie schaffen es da auch wieder raus. Vielleicht macht dir das ein wenig Mut.

Ich kenne das selbst sehr gut, dass der Gedanke einfach nicht mehr zu können oder zu wollen vorherrscht und man an nichts anderes denken kann. Aber früher oder später wird es wieder besser. Immer.

Gib dich nicht auf, versuche deinen Weg zu finden und ich bin sicher du wirst wieder glücklich werden. Wer weiß, vielleicht glücklicher als vorher, wie meine Mom.

Alles Liebe,
deine Tina

Juliette | am 3.August 2017 um 08:45 Uhr

Echt toller Artikel. Mach was. Neue Wohnung neuer Job. Hast schon mal daran gedacht, dass es nicht immer möglich ist? Sackgasse. Schon mal daran gedacht dass es einen grund braucht weiter zu leben?

Christina Schindler | am 3.August 2017 um 11:32 Uhr

Hi Juliette,

ich habe die Erfahrung gemacht, dass es immer möglich ist. Natürlich kommt es dir anders vor, aber das liegt an deiner Depression und das kann sich auch wieder ändern. Wichtig ist, das nicht als 100%ige Wahrheit anzusehen und eben doch etwas zu tun. Gründe um weiter zu machen gibt es mehr als genug, du musst sie nur finden, oder noch besser selbst erschaffen. Ich wünsche dir sehr, dass du diese Gründe bald wieder sehen kannst.

Alles Liebe,
deine Tina

Marie | am 23.September 2017 um 18:43 Uhr

Hallo Christina,

Ich bin nicht depressiv, aber bin momentan Psychologie-Studentin und habe mich schon immer für das Thema Depressionen interessiert.

Ich finde deine Erklärung zu dem Thema echt super, da ich meinen Freunden schon vor einigen Jahren immer von Antidepressiva abgeraten habe und wusste, es geht auch ohne. Deinen Erfahrungsbericht finde ich von daher echt klasse und ich bin froh, dass du es geschafft hast! Ich hoffe, mehr Leute bekommen die Chance diesen Text zu lesen!

Liebe Grüße
Marie

Christina Schindler | am 27.September 2017 um 11:50 Uhr

Hi Marie,

ja ich bin grundsätzlich gegen Antidepressiva, weil es ja nichts anderes als eine weitere ungesunde Vermeidungsstrategie ist (so wie bei Drogen). Man sollte sie daher nur im schlimmsten Fall einsetzen, wenn es wirklich nicht anders geht und parallel an gesunden Emotionsregulationsstrategien arbeiten.

Danke für das Kompliment. 🙂
Alles Liebe,
deine Tina

Steph | am 15.Oktober 2017 um 18:18 Uhr

Ich fühle mich nicht fremdbestimmt. Ganz und gar nicht und ich kann mir nicht vorstellen, dass es nicht auch anderen so geht, dass sie sich selbst einfach nur satt haben.
Ich habe so viel geändert. Immer wieder. Ständig arbeite ich an neuen Lösungen für meine Probleme und sehr oft ede ich mir das Leben schön, rede mir ein, dass ich ein wertvoller Mensch bin, um bei der nächsten Kleinigkeit (oder auch größeren Sache) wieder in das tiefe, schwarze Loch zu fallen. Ich komme aus diesem Kreislauf einfach nicht raus. So geht es schon mein Leben lang. Ich kann nicht mehr. Ich ertrage dieses ständige Auf und Ab nicht.
Heul ich mich doch mal bei jemandem aus, bekomme ich immer nur zu hören, dass ich positiver denken soll, dass ich nicht immer alles so schwer nehmen soll, dass ich über Missgeschicke einfach lachen soll. Das mache ich. Wenn es mir gerade gut geht. Wenn ich in diese Löcher falle, geht es mir aber nicht gut genug. Dann schaffe ich es nicht mehr, mir etwas schön zu reden. Dann bin ich einfach nur noch unendlich kraftlos und möchte das Leben nur noch verlassen.
Ohne meine Tochter würde ich das vermutlich tun. Nur ihretwegen lebe ich noch. Nur um sie vor Schaden zu bewahren, den ich ihr zufügen würde.
Aber eine depressive Mutter ist nur wenig besser, als eine die Selbstmord begeht. Besser ja, aber nicht viel. Durch keine starken Stimmungsschwankungen füge ich ihr ebenfalls Schaden zu. Es ist eine Zwickmühle, bei der ich nur die bessere Option wählen kann, aber keine wirkliche gute.

Das schlimmste an allem ist, dass es nie besser werden wird. Ich kann machen was ich will: an mir arbeiten, Pillen schlucken, Sport machen, Hobbys haben, meditieren, in Selbsthilfegruppen gehen, in die Natur gehen; all das gehört (oder gehörte -> Selbsthilfegruppe) zu meinem Leben, nur Selbstwertgefühl nicht. Genauso wenig ein Job und ebenfalls keine guten Freunde. Warum nicht? Weil ich ständig versagte, schnell erschöpft und unkonzentriert bin, weil ich mit Menschen nicht zurecht komme (ich war schon als Kind meistens allein, ich habe keine ausreichenden sozialen Fähigkeiten) und weil ich ein schlechter Mensch bin. An all dem arbeit ich seit Jahren. Ich mache Therapien, ich suche mir selbst Lösungen und setze sie um, ich arbeite und arbeite und trotzdem erreiche ich nichts und versage immer und immer wieder.
Dabei fühle ich mich nicht mal dumm. Nein, ich finde ich bin definitiv intelligent. Ich kann aus anderen Gründen nichts. Aus genetischen und charakterlichen Gründen nichts.

Ich fühle mich kein bisschen fremdgesteuert. Das war früher. Ich kann nur schlichtweg nichts und wäre in der Steinzeit ausgestoßen worden und hätte ein frühes Ende gefunden.
Vielleicht haben die Menschen deshalb Depressionen. Wir existieren einfach weiter, auch wenn wir kein bisschen lebensfähig sind (für wildlebende Tiere wären Depressionen das Todesurteil). Wir müssten eigentlich tot sein, aber wir sterben nicht einfach, also sind wir so lange depressiv, bis wir doch lebensfähig sind oder unser Todesurteil selbst fällen.

Christina Schindler | am 20.Oktober 2017 um 12:10 Uhr

Hi Steph,
ich kann das sehr gut nachvollziehen, was du schreibst. Es gab viele Phasen in meinem Leben, in denen ich genau das dachte: egal was ich mache, es wird nie besser werden. Diese Gedanken sind völlig normal in depressiven Phasen. Aber mir wurde bewusst, dass diese Gedanken nicht wahr sind. Es gibt immer gutes und es wird immer besser, wenn man sich darum bemüht. Es tut mir wirklich leid zu hören, dass du das Gefühl hast, deine Bemühungen haben bisher nichts gebracht. Wenn du allerdings einen Schritt zurück tritts und evaluierst, was sich tatsächlich für dich verändert hat, bin ich sicher, dann wirst du Verbesserungen finden. Die Kunst im Überwinden einer Depression besteht meiner Erfahrung nach darin, die Zeiten in denen es nicht so schlimm ist dafür zu nutzen, mit den negativen Gedanken und Gefühlen besser umzugehen und die Gesamtsituation zu verbessern, sodass die nächste depressive Epispode einen weniger tief fallen lässt. Das ist viel Arbeit und man möchte immer wieder aufgeben aber mit der Zeit verbessert es sich immer weiter.

Alles Liebe,
deine Tina

Manuela | am 18.Oktober 2017 um 19:37 Uhr

Was ist denn bitte so toll an dem Leben? Die alltäglichen Grausamkeiten die wir uns alle antun? Die Menschen die wir verhungern lassen, die Tiere die wir quälen? Ich weiß nicht wozu das alles gut sein soll. An was soll ich mich erfreuen? Geld regiert die Welt, wer nichts hat zählt nichts. Unser ganzes Streben nach Annehmlichkeiten ist so erbärmlich! Das einzige was evtl. zählt ist die Erhaltung der Art, aber ich frage mich ob es diese Menschheit noch wert ist erhalten zu werden. Für mich zählt ein Mensch nicht mehr, wir sind Konsumenten, medienbestimmte richtungslose und egoistische Wesen. Ich kann mit meinem Wohlstands-Leben nicht mehr umgehen. Alles fühlt sich hohl, dumm und falsch an. So macht mir das Leben keinen Spaß mehr. Ich hatte wirklich ein wunderschönes Leben, aber jetzt reicht es mir. Ich weiß nicht was noch kommen soll. Nicht rauchen, nicht trinken, gesund essen, ja kein Übergewicht, immer Sport treiben, WOZU??? Um alt zu werden und zu sehen wie die Ami mit Nordkorea Krieg anfangen? Wie unsere Erde vor die Hunde geht? Wie die Natur mit den Menschen spielt? Wie wir Flüchtlinge verrecken lassen aus Angst ein Brot weniger wegschmeißen zu können? Ich hab keinen Nerv mehr für diese Welt, mich kotzen die Menschen in ihrer Kleinkariertheit und ihrer Intoleranz an! Und das jeden verdammten Tag, egal auf welchen Straßen oder Städten. Jeder denkt nur an seinen Vorteil, manipuliert und dirigiert andere. Ich ertrage das einfach nicht mehr

Christina Schindler | am 20.Oktober 2017 um 12:13 Uhr

Hi Manuela,
ich kann deine Gedanken gut nachvollziehen. Daran gibt es nichts zu beschönigen: es gibt sehr viele schlimme Dinge auf der Welt. Nichts ist aber jemals nur gut oder nur schlecht. So auch nicht die Welt und auch nicht die Menschheit. Du kennst bestimmt auch Menschen, die ein gutes Herz haben und sich um ihre Umwelt sorgen. Und es gibt auch viel schönes auf der Welt. Liebe und Mitgefühl und Freude. Versuche nicht nur aber auch diese schönen Dinge zu sehen. Du kannst außerdem alles in deiner Macht stehende für eine besser Welt tun. Tu den Menschen in deiner Umgebung Gutes (fang mit dir selbst an), setz dich gegen Ungerechtigkeiten ein, halte dich an deine eigenen moralischen Regeln. Damit veränderst du nicht die ganze Welt, aber deine eigene und die von vielen Menschen um dich herum. Und dafür lohnt es sich bereits.

Alles Liebe,
deine Tina

Assi | am 3.November 2017 um 05:02 Uhr

Du schreibst deine Zeilen nüchtern und klar. Du hast schnell vergessen wie es sich anfühlt. Du meinst vielleicht wieder gesund zu sein. Vieleicht bist du es auch. Doch mit deinen Zeilen verletzt du die in tiefer
Traurigkeit, Verletztheit, Hilflosigkeit und Verletztheit. Ja, dir geht es jetzt besser und du meinst hier als Moralapostel
auftreten zu dürfen. Du liegst falsch mit deinen merkwürdigen Ratschlägen die niemanden aus einer tiefen Depression
nur ansatzweise befreien können. Laut deiner Beschreibung siehst du in jedem Depressiven dich, der als Coachphotato seine
Krankheit versucht zu überleben. Ich bin aktiv arbeite täglich 10. – 12 Stunden , verdiene viel Geld, habe ein riesen Haus, zwei Kinder, jogge täglich 10 km u d bin schwer depressiv. Ich möchte nur noch sterben obwohl ich alles habe. Nun gebe mir einen Rat. Den Hintern habe ich von 5:00 bis 22:00 hoch. Der Tod ruft mich und wenn du eine Version zum Leben hast dann nenne sie mir.

Christina Schindler | am 5.November 2017 um 12:00 Uhr

Hi Assi,

es ist sehr typisch für einen Menschen mit Depressionen, dass er das Gefühl hat „Eigentlich ist doch alles da und ich müsste glücklich sein.“. Ich kenne das. Und selbstverständlich ist ein vorgeblich geregeltes und „normales“ Leben nicht die Erfüllung und keinesfalls ein Garant zum glücklich sein.

Ich würde mich auch nicht als gesund bezeichnen. In unregelmäßigen und mehr oder weniger großen Abständen habe auch ich immer wieder mit Selbstmordgedanken zu kämpfen. Allerdings habe ich gelernt mit diesen Phasen umzugehen, die radikale Hoffnungslosigkeit nicht mehr so sehr ernst zu nehmen.

Diese Zeiten stehe ich durch, weil ich weiß, dass sie auch wieder vorbei gehen und arbeite weiterhin daran, mein Leben in die richtige Richtung zu lenken.

Es geht darum herauszufinden was dein Leben wirklich erfüllt und was dich glücklich macht und genau diese Dinge immer mehr in dein Leben zu integrieren. Das kann schwierig sein aber es lohnt sich.

Alles was ich mit dem Artikel sagen will, ist das, dass es nicht wirklich dein Leben als solches ist, das du aufgeben willst, wenn du Selbstmordgedanken hast. Sondern, dass dein Leben einfach nicht so ist, wie du es dir wünschst.

Und ich möchte allen, die genauso fühlen wie du, und wie auch ich es oft noch tue, die Motivation geben darauf hin zu arbeiten. Denn meiner Erfahrung nach ist das die beste Investition deines Lebens.

Ich hoffe wirklich, dass du Wege findest dein Leben für dich lohnenswerter zu gestalten und wünsche dir in der Zukunft viele glückliche Zeiten.

Alles Liebe,
deine Tina

Zombie | am 11.November 2017 um 02:33 Uhr

Die Vergangenheit kann man nicht ändern. Man muss sich damit abfinden oder leidet für immer. Die Vergangenheit ist ein Scheiß gegen die Gegenwart, wenn du in die Zukunft schaust und da absolut nichts ist, was dir eine Perspektive gibt. Keine Träume, keine Ziele, nichts.
Meine beste Freundin fand ihre Mutter mit offenen Pulsadern als sie noch keine 10 war und wurde ein paar Jahre später vergewaltigt, misshandelt und eingesperrt. Heute ist sie eine der ekelhaft fröhlichsten Menschen der Welt. Ich beneide sie dafür, wie stark sie ist und wie sie immer weiter macht, weil sie Ziele und Träume hat, an die sie glaubt. Meine Vergangenheit war auch ein großer Haufen scheiße, aber es ist mir inzwischen ziemlich egal, auch wenn es Jahre gebraucht hat, um an diesen Punkt zu kommen. Aber richtig am Arsch bist du erst, wenn du aus der Hölle ausziehst, in ein Wohnheim für pychisch Kranke ziehst und denkst, jetzt müsstest du dich doch endlich Mal besser fühlen. Und dann stellst du fest, dass du seit du 6 warst nichts anderes wolltest als auszuziehen. Und jetzt wo du es geschafft hast, ist da kein Schmerz mehr sondern einfach nur diese verdammte Leere, weil du merkst, das da überhaupt nichts mehr ist, was du erreichen willst. Da ist nichts, was dir etwas bedeutet. Freundschaft, Liebe, Familie, Alkohol, Geld, Arbeit, Hobbys, Drogen, Gott, Sex, Karriere… Nichts. Einfach nichts. Nichts hilft. Du hast das alles schon ausprobiert, aber nichts konnte deinem Leben einen Sinn geben. Völlige Leere. Du könntest einfach nur den ganzen Tag in deinem Zimmer liegen und die Wand anstarren. Aber natürlich hast du in dem Heim eine Beschäftigungstherapie und nimmst den ganzen Tag an verschieden Programmen teil. Dabei weißt du gar nicht, warum du das machst. Wozu. Du weißt sowieso nicht, wie es weitergehen soll. Und mit wem solltest du darüber reden, dass du dich so leer fühlst? Du fühlst dich schon lange so und das wissen viele Psychologen, die dir alle nicht helfen konnten. Es steht alles in deiner Akte und du willst nicht wieder damit angefangen. Dir reicht deine tägliche Kapsel und du willst nicht wie deine Mitbewohner täglich 12 verschiedene Pillen zu dir nehmen, von denen du beschissene Nebenwirkungen bekommst. Was zur Hölle machst du, wenn du einfach keine Lust mehr hast und nur aus Schuldgefühlen weiter machst, weil es da ein paar Menschen gibt, die dich mögen. Sie bedeuteten dir zwar kaum noch etwas und du fühlst dich leer in ihrer Gegenwart, aber du willst nicht, dass sie auch psychische Probleme bekommen, wenn du Suizid begehst. Ist es nicht vollkommen sinnlos, so eine Existenz überhaupt noch fortzuführen? Wenn du nichts mit dir anzufangen weißt? Wenn es nichts gibt, was dich noch glücklich macht?

Christina Schindler | am 19.November 2017 um 17:49 Uhr

Hi Zombie,

ich kann gut nachempfinden, dass du dich leer fühlst und da irgendwie ein großes Nichts ist, wenn du an die Zukunft denkst.

Sicherlich hast du einiges zu verarbeiten, vielleicht ist das Nichts auch einfach nur eine Schutzfunktion deiner Psyche, weil du noch nicht bereit bist, dich deiner Vergangenheit zu stellen.

Doch auch wenn du dich jetzt leer fühlst, bin ich davon überzeugt, dass du noch so einiges in dir und in deiner Zukunft finden kannst. Versuche dich darauf einzulassen und gib deiner Seele die Zeit, die sie braucht um sich zu ordnen.

Alles Liebe,
deine Tina

Lissy | am 14.November 2017 um 22:18 Uhr

Ich habe so oft das Gefühl das ich nicht mehr Leben will.Ich habe leider viele Baustelle, schlechte Kindheit, eine Tot Geburt, dann die Krankheit meiner Tochter ( sie hat mit 14 Epilepsie bekommen, jetzt ist sie 20 und noch nicht Anfallfrei) Dann bin ich Körperlich nicht mehr fit immer jeden Tag schmerzen. Ich bin 22 Jahre verheiratet und es ist leider nur noch Freundschaftlich. Bin jeden Tag alleine mit meine Probleme, mein Mann arbeitet Auswärts und am Wochenende geht er sein Hobby nach. Ich bekomme keine Unterstützung.Ob es um mich geht oder die Krankheit von meiner Tochter. Oder im Haushalt. Ich weiß nicht was ich machen soll ich bin oft traurig ich fühle mich allein gelassen. Habe keine Freunde habe keine Hobbys
Immer alleine
Es tut sehr weh.Können sie mir Tips geben??? Mir geht es Momentan geht gut.

Christina Schindler | am 19.November 2017 um 17:28 Uhr

Hi Lissy,

ich kann dir hier in den Kommentaren keine umfassenden Tipps geben.
Auf jeden Fall rate ich dir dazu, dir professionelle Hilfe, also eine Therapie oder eine Tagesklinik zu suchen, falls du das noch nicht getan hast.

Die Beziehung zu deinem Mann ist ein großes Thema, da gibt es sicherlich viel her dazu Klarheit zu erhalten und möglicherweise eine Entscheidung zu treffen.
Ein anderes Thema wäre es, dass du lernst dich besser um dich selbst zu kümmern, damit du mehr Ressourcen, mehr Energie hast dich um all die Probleme um dich herum zu kümmern.

Dazu gehört es auch, herauszufinden, was dich glücklich macht und dir Energie gibt, dir einfach mal regelmäßig Zeit für dich zu nehmen und ein gutes soziales Netz ist natürlich auch nicht zu verachten.

Ich wünsche dir alles gute auf deinem Weg.

Alles Liebe,
deine Tina

Dannchen | am 16.November 2017 um 19:16 Uhr

Das ist Blödsinn, was Du da schreibst! Also, natürlich hilft alles das was Du da beschreibst, aber Du vergisst scheinbar, dass genau diese winzigen kleinen Schritte in einer Depression schon das Problem sind! Leute mit Depressionen sind ja nicht blöd. Den Weg zu kennen ist das eine, ihn gehen zu KÖNNEN das andere!

Christina Schindler | am 19.November 2017 um 17:24 Uhr

Hi Dannchen,

was ich schreibe ist kein Blödsinn sondern ganz einfach meine persönliche Erfahrung mit dem Thema. Mir ist sehr wohl bewusst dass auch kleine Schritte unglaubliche Überwindung kosten können. Doch oft ist es einfach so, dass man sich gerade dann dazu zwingen muss z.B. auszugehen, wenn man am wenigsten Lust dazu hat. Schwierig ist das zwar, hat aber meiner Erfahrung nach den höchsten Erfolgswert.

Alles Liebe,
deine Tina

Sascha | am 7.Dezember 2017 um 18:48 Uhr

Ich habe auch schon den Wunsch mir das Leben zu nehmen.
Ich hatte vor 4 Jahren einen leichten Schlaganfall mit gerade einmal 34 Jahren,ein Jahr später kam auch noch der Reizdarm dazu.
Ich habe keine Freunde mehr.
Hinzu kommt auch noch das ich von Hartz IV leben muss,bin arbeitslos.
Auch vom Jobcenter wenn ich die Wahrheit sage wurde mir schon nahe gelegt ich solle zur psychosozialen Beratung gehen.
Keiner mag bzw.will mich mehr.
Wenn ich es gar nicht mehr aushalte höre ich sehr laut Musik und weine dabei.
In der Vergangenheit hatte ich einen Psychologen der mir gesagt hat er findet es nicht gut was ich mache aber ich bin auch nicht behandlungsbedürftig.

Christina Schindler | am 11.Dezember 2017 um 09:30 Uhr

Hi Sascha,

das sind wirklich schwere Schicksalsschläge, die du erleiden musstest. Natürlich fällt es da schwer, positiv in die Zukunft zu sehen. Ich kann dir aber wirklich nur nahelegen, dir professionelle Hilfe zu suchen. Auch wenn du zunächst skeptisch bist, kann dir das helfen. Ich habe die Erfahrung mehrfach gemacht.

Ich wünsche dir für die Zukunft alles Gute und dass es wieder Dinge in deinem Leben geben wird, über die du dich freuen kannst.

Alles Liebe,
deine Tina

Søren | am 16.Dezember 2017 um 01:21 Uhr

Einfach nur danke!

Christina Schindler | am 16.Dezember 2017 um 23:24 Uhr

Gerne 🙂

Valentina | am 31.Dezember 2017 um 22:50 Uhr

Man sollte immer ein guter Mensch sein wollen, man sollte anderen Menschen helfen, man sollte ohne Eigennutz denken und handeln, ohne auf den eigenen Vorteil bedacht sein
Ich habe es nicht geschafft die Gedanken vom selbsmord loszuwerden und habe immer wieder versucht mich umzubringen, leider ohne Erfolg. Aber versuche zumindest in der Zwischenzeit ein guter Mensch zu sein, anderen zu helfen

Christina Schindler | am 2.Januar 2018 um 13:33 Uhr

Hi Valentina,

wer sagt, dass man das sollte? Vor allem denke ich, solltest du nicht immer andere Menschen über deine eigenen Bedürfnisse stellen. Du musst erst deine Energie aufladen, damit du anderen helfen kannst. Es ist schön, dass es dir wichtig ist ein guter Mensch zu sein, bitte vergiss dabei aber nicht dich selbst.

Alles Liebe,
deine Tina

Desolato | am 5.Januar 2018 um 23:23 Uhr

Wow! Wer diesen Text geschrieben hat, ist und war nie depressiv. Er oder sie hat keine Ahnung!

Christina Schindler | am 13.Januar 2018 um 10:05 Uhr

Hi Desolato,

nun ja, ich habe den Text geschrieben und ich litt jahrelang unter Depressionen.

Alles Liebe,
deine Tina

Painful life | am 7.März 2018 um 21:18 Uhr

Hallo, ich habe deinen Block und die einzelnen Beiträge dazu genau angesehen. Was ich kein einziges mal gelesen habe, ist die Tatsache, dass ich nicht nur Gedanken zum Selbstmord habe, sondern heute weiß, dass ich mich umbringen werde. Davon wird mich ein Block, wenn auch gut geschrieben, nicht abbringen. Das leben ist ein Geschenk. Warum tritt man dieses Geschenk mit Füßen. Und dabei sind Demütigung und Ignoranz feste Bestandteile. Jetzt bin ich gespannt, ob Du mir darauf auch antworten wirst, bis es soweit ist. Ich möchte mein Geschenk gern zurück geben. Viele Grüße

Christina Schindler | am 10.März 2018 um 10:05 Uhr

Natürlich wird dich ein Blog nicht davon abhalten. Das soll er auch gar nicht, denn das ist nicht meine Aufgabe oder die einer anderen Person. Die Frage, wofür es sich für dich zu leben lohnt kannst nur du dir selbst beantworten. Frag dich: Was im Leben werde ich wirklich vermissen, wenn es nicht mehr da ist? Und hör nicht auf bis du mindestens eine Antwort gefunden hast.
Es gibt nicht nur die schlechten Dinge, auch wenn es einem manchmal so vorkommt. Es gibt auch Lachen, Freude, Liebe und Nähe. Denk an diese Dinge und dann frag dich, ob es sich dafür zu leben lohnt.
Niemand hat dich gefragt ob du dieses Geschenk willst. Ich kann das gut verstehen. Aber es ist eigentlich gar kein Geschenk, sondern nur eine Leihgabe. Denn eines Tages wirst du es so oder so zurück geben müssen. Warum dann also nicht noch das Beste daraus machen, so lange du es noch hast?
Ich wünsche dir, dass du all diese Fragen und noch mehr für dich beantworten kannst und den Weg im Leben findest, der für dich der richtige ist.

Alles Liebe,
deine Tina

Mario Bartels | am 12.März 2018 um 00:10 Uhr

Welch ein nutzloser Text.

Das klingt wie jemand der um Hilfe ruft weil er gerade ertrinkt und ihm wird geantwortet „Dann musst du jetzt schwimmen lernen!“.

Tipps dieser Art helfen nicht wirklich.

Christina Schindler | am 17.März 2018 um 12:49 Uhr

Hi Mario,
das ist im Grunde gar kein schlechter Vergleich. Denn wenn die Person das Schwimmen nicht lernt, dann wird sie immer wieder ins Wasser fallen und vom Ertrinken bedroht werden. Daher ist es besser, der Person das Schwimmen beizubringen statt sie einfach heraus zu ziehen.

Alles Liebe,
deine Tina

Elena | am 20.März 2018 um 17:02 Uhr

Hallo, die Kommentare und auch der Text oben haben mich gerade davon abgehalten weiter an selbstverletzung oder selbstversuch zu denken..
Ich bin 20 und habe seit ich 10 bin eine Angststörung.. Die mich die letzten 4Jahre ans Haus gefesselt haben. Erst im letzten halben Jahr wurde es besser. Ich hab kurzfristig eine Schule besucht bzw eine Ausbildung angefangen. Doch durch meine Ängste krank zu sein, und Kritik von anderen zu bekommen habe ich die verloren.. und das führt zu dem heutigen Problem..
Ich hänge stark an meiner Mutter. Sie hat mir jahrelang geholfen und ich kann ohne sie nicht leben. Ich kann nicht von ihr getrennt sein. Mein ganzes Selbstbewusstsein hängt von ihr ab. Immer wenn ich etwas geschafft habe hat sie mir das Gefühl gegeben das ich klasse bin und wenn etwas nicht geklappt hat hat sie mich ignoriert, so lange bis ich seit kurzem ständig ausraste und am liebsten in den Situationen zuhauen würde.. wo mir im nächsten Moment nur der gedanke daran schon leid tut..
Jedesmal möchte ich sterben weil ich denke dass der mensch den ich am meisten liebe für den ich mein Leben ausrichte nicht vermissen würde. Ich weiß nicht wie ich alleine auf eigenen Beinen stehen soll da ich total unsicher bin und vor allem Angst habe.. kennt jemand vlt grade von den älteren diese probleme und weiß einen rat bzw eine Lösung.. ich möchte mich nicht von meiner Mutter trennen und auch noch nicht ausziehen. Ich würde nur gerne in eine schule gehen ohne ständige körpersymptome.. vlt weiß jemand Rat auch grade wegen den ständigen Streitereien mit meiner Mutter.. denn ich möchte meine Familie nicht verlieren.
Danke im voraus und danke für das abhalten vom.falschen weg..

Christina Schindler | am 24.März 2018 um 15:18 Uhr

Hi Elena,

auch wenn deine Situation dir manchmal ausweglos erscheint, so ist sie es doch in der Regel nicht. Und ich bin froh, dass du dich noch nicht aufgegeben hast.

Was deine Abhängigkeit von deiner Mutter betrifft, finde ich es sehr gut, dass du so reflektiert bist und die Abhängigkeit erkennst.

Langfristig kann da leider nur eine räumliche Trennung helfen. Das muss aber natürlich nicht von heute auf morgen passieren. Mach dich am besten auf die Suche nach einem richtig guten Therapeuten, der dich bei diesem Prozess unterstützen kann.

Alles Liebe,
deine Tina

Lunchen92 | am 28.März 2018 um 19:13 Uhr

Danke !

Christina Schindler | am 31.März 2018 um 12:04 Uhr

Gern. 🙂

Sebastian | am 28.März 2018 um 20:55 Uhr

Sehr geehrte Frau Schindler,
Ihre Behauptungen, Depressionen seien keine Krankheit, ist für jeden Menschen der sich in diesem Zustand befindet eine nahezu bodenlose Frechheit! Depressionen sind nicht wie von Ihnen behauptet nur ein Gefühlszustand. Der Ursprung findet unter anderem durch einen Mangel an Neurotransmittern im Gehirn (also Serotonin und/oder Noradrenalin) statt. Es ist also eine Stoffwechselerkrankung im Hirn. Dies kann sowohl genetisch veranlagt als auch durch ein Trauma, Entwicklungsstörungen im frühkindlichen Stadium, durch eine Reizüberflutung oder sonstigen Ereignissen hervorgerufen werden. Die Einschränkung eines depressiven Menschen ist also nicht nur von Niedergeschlagenheit, Interessensmangel, Gefühlslosigkeit, Bewusstseinsstörungen oder Wahrnehmensveränderungen geprägt. Solche Menschen leiden mitunter nicht selten auch an Gedächtnisproblemen, Leistungseinbrüchen, Konzentrationsschwierigkeiten, einem eingeschränkten Sehvermögen, andauernder Übelkeit, Atemprobleme, ein ungewöhnlich starker Druck auf der Brust, Durchfall, chronischen Blähungen, sozialen Ängste, Selbst- und Fremdhass sowie an einer bipolaren affektiven Störungen (also manischen Phasen). Gerade bei dieser bipolaren Störung kann der Betroffene seine Handlungen nicht willentlich kontrollieren.

Das familiäre Umfeld eines solchen Menschen befindet sich de facto in einem Teufelskreis. Meistens wird diese Krankheit nicht verstanden, wodurch dahingehend eine Ungeduld und Abneigung gegenüber des Betroffenen aufgebaut wird. Der depressive Mensch fühlt sich dadurch unter Druck gesetzt wodurch die Lage verschlimmert wird. Durch die Aussichtslosigkeit der Familie verfallen diese nicht selten auch in eine Depression.

Wird diese Krankheit nicht rechtzeitig erkannt oder nach den von Ihnen dargebotenen Methoden behandelt, so werden die Probleme des Betroffenen aufgeschoben und schlussendlich sogar verschlimmert. Ich kann jedem welcher mit diesem Leid zu kämpfen hat nur raten, so bald als möglich professionelle Hilfe zu suchen und auch in Anspruch zu nehmen.

Übrigens, einen depressiven Menschen durch „Witze“ aufzuheitern ist doch pure Blasphemie!

Ich verbleibe mit lieben Grüßen
SM

Christina Schindler | am 31.März 2018 um 12:04 Uhr

Hi Sebastian,

natürlich finden sich in einem depressiven Gehirn auch andere Stoffwechselvorgänge als in einem gesunden. Doch diese Stoffe beeinflussen nicht nur die Psyche, sondern es verhält sich bekanntermaßen auch anders herum. Das eigene Verhalten und bewusste Denken beeinflussen auch nachhaltig die Hirnchemie, wie man zum Beispiel in einem MRT bei einem Menschen erkennen kann, der viel Meditiert.

Ich bin der Meinung eine Depression als Krankheit zu bezeichnen, auf die man selbst keinen Einfluss hat nimmt einem betroffenen Menschen jeglichen Handlungsspielraum. Der depressive Mensch fühlt sich dann seiner Krankheit, seinem Schicksal hilflos ausgeliefert, was er aber nicht ist. Das nimmt ihm dann die Möglichkeit akiv dagegen anzugehen. Ob man es nun Krankheit nennen mag oder nicht ist reine Definitionssache.

Natürlich heilen Witze auch keine Depression. Es ist aber durchaus förderlich für einen dauerhaft wohlgestimmten Gemütszustand sich auch regelmäßig mit Inhalten zu umgeben, die aufheitern und fröhlich stimmen. Daher denke ich dass es sinnvoll ist für jeden Menschen eine solche Quelle für sich zu finden und regelmäßig zu konsumieren.

Alles Liebe,
deine Tina

Daniel | am 31.März 2018 um 20:11 Uhr

„Mach was“ als Lösung… mag Leute geben denen das hilft…

Christina Schindler | am 4.April 2018 um 20:00 Uhr

Hi Daniel,

ein großes Problem bei Depressionen ist die Antriebslosigkeit. Es ist wichtig sich hin und wieder dazu zu „zwingen“ etwas zu tun – ganz egal was das ist, auch wenn einem gerade nicht danach ist. Damit lernt man Schritt für Schritt wieder mehr zu tun, bekommt mehr Vertrauen in sich selbst und lernt, dass es eben auch manchmal ganz gut tut etwas trotzdem zu tun.

Alles Liebe,
deine Tina

verlorene | am 5.Mai 2018 um 23:49 Uhr

Hallo,

dein Beitrag ist wirklich schön geschrieben,
und kenne das alles auch.
Und eigentlich bin ich auch der Meinung, das man nur was tun muss um aus der
Depression raus zukommen, irgendwas, auf jeden Fall das Gegenteil,
was man in Gefühl hat.

Will man sterben – sollte man wollen zu Leben
will man nicht aufstehen – sollte man erst recht aufstehen
will man nicht reden – sollte man einfach reden, egal über was..

usw…

so mache ich das jeden Tag, ich versuche immer die Gedanken in meine Kopf einzuprägen.
Manchmal gehts mir gut, oft aber nicht.

Ich hab mich im Leben oft verloren und Einsam gefühlt.
Ist auch nie wirklich weg. Aber ich fand Freunde im Internet gefunden,
die für mich da sind. Die 2 sind die wichtigsten Menschen in mein Leben,
und mit denen kann ich reden, wenn es mir nicht gut geht.

Aber im ich will die nicht belasten, ich will das es mir gut geht…
es geht mir gut wenn wir uns sehen, wenn wir teln und was unternehmen.

Aber bin ich wieder alleine, geht es mir nicht gut.

Ich hab mich oft schon selbst verletzt, ich bin oft einfach ohne zu Bremsen mit dem Fahrrad quer durch gefahren, Bergab gefahren und auch gestürzt, nur um zu gucken, ob ich sterben kann oder weiter leben muss.

Meine Verletzungen kann ich auch so Auffällig machen wie ich möchte, weil ich es einfach vergessen habe, nen Pflaster drüber zu kleben oder anders zu verdecken.
Es fällt mir immer aus Reflex eine Ausrede an, die anscheinend wirklich glaubhaft rüber kommt.

Ich habe Menschen die ich Liebe und einfach nur mag. Mit denen ich gerne rede über ka was.
Aber verliere ich die Menschen, aus irgendeinen Grund, wird der Kontakt weniger, zerbricht es mich innerlich.

Ich bin im moment wieder in so einen Tief, wo ich grade nicht mehr raus schaffe.
Aber ich sage keinem was, wie es mir geht. Ich stehe immer noch auf, obwohl ich nicht mehr will. Aber mit der Einsamkeit kann ich nicht umgehen… also zwinge ich mich dazu, raus zu kommen und einfach mit jemanden zu reden, wo ich weiß die haben grad Zeit.
Ich rede nicht darüber wie es mir geht, eher wie es den geht oder allgemein Sachen.

Aber ich wünsche mir schon… dass endlich mein Leben ein Ende findet.
Denn ich mag nicht mehr kämpfen, aber aufgeben ist auch nicht drin.
Ich will sterben nur leider ist es halt noch nicht soweit,
weil irgendwas mich hier festhält.

Therapie dachte ich auch schon drüber nach, aber ich traue mich nicht.
Jedes mal denke ich auch, wozu ich kann mit den wohl dann nicht reden,
und wahrscheinlich habe ich nichts.
Und wenn kommt, ich hab nichts, mir geht es gut und rede es mir nur ein.
Ja dann mag ich es auch im Moment nicht hören.

Sry das es so viel wurde… aber irgendwie wollte ich meine Gedanken einfach mal niederlassen, weil mich hier keiner kennt.

Vielen Dank für deinen Beitrag nochmal,
fand den wirklich gut

Christina Schindler | am 7.Mai 2018 um 21:07 Uhr

Ich finde es sehr gut, dass du raus gehst und etwas tust. Das ist das wichtigste und möglicherweise ist es ja das, was dich noch hält. Dass du sehen kannst, dass da etwas ist wofür es sich lohnt und was sich gut anfühlt, auch wenn du es bisher noch nicht geschafft hast, das so richtig in dein Leben zu holen.

Zur Therapie kann ich dir nur raten, auch wenn du vorbehalte hast. Du kannst dir ganz unverbindlich einen Kennenlerntermin machen und einfach mal schauen, wie es sich für dich anfühlt. Ein guter Therapeut bietet dir dann auch den Raum, in dem du frei sprechen kannst. Das ist zumindest meine Erfahrung.

Ich wünsche dir alles Gute.

Alles Liebe,
deine Tina

Anonym | am 7.Mai 2018 um 11:55 Uhr

Auch wenn es lange her ist, dass hier jemand dazu was geschrieben hat, muss ich meinen Kommentar dazu los werden.
Seit knapp 8 Jahren haben ich Depressionen und seit ca 6 Jahren denke ich an Selbstmord. Ich wurde seit der Grundschule gemobbt und hatte keine richtigen Freunde.
Seit 5 Jahren ist es ganz extrem. Ich hab ein paar „Selbstmordversuche“ hinter mir, die Depressionen verschwinden nie 100% egal was ich mache. Ich hab mich bemüht Therapeuten zu finden, vor allem nachdem ich vergewaltigt wurde. Ich war bei insgesamt 8 verschiedenen und nur eine hat es überhaupt versucht, mir zu helfen. Nur war die Zeit begrenzt durch den Klinikaufenthalt. Allen anderen war ich egal. Ich war in der Psychiatrie und in der Tagesklinik. Ich bin ausgezogen und hab mir Arbeit gesucht, also Verantwortung übernommen. Half nicht.
Jetzt hab ich mir den arsch aufgerissen um eine Ausbildung zu finden, 20 Absagen. Ich habe keinen einzigen Freund. Meine Familie versteht meine Situation nicht und meine Krankheit nicht. Ich finde keine Freunde egal wie sehr ich mich bemühe. Meine Arbeit ist an sich toll aber ich bin damit nicht zufrieden. Ich finde aber auch nichts anderes was mir Spaß macht. Meine Hobbies enttäuschen mich auch nur (angeln und Auto Schrauben) weil das Geld fehlt und man nichts fängt. Ich habe geldprobleme und absolut kein Glück im Leben. Ich könnte 100 Dinge aufzählen die mir in meinem Leben schlechtes passiert sind. Alles was in meinem Leben mir Gutes passiert ist, ist mein Freund. Er ist perfekt aber auch er kann mir nicht helfen. Selbst er sagt, er kennt niemanden der so viel Pech im Leben hat wie ich.

Jetzt sag mir, wie werde ich gesund? Von allem und jeden wurde und werde ich enttäuscht, egal was ich tue und wie sehr ich mich anstrenge.

Und ja Depressionen sind eine Krankheit, genau wie meine Borderline- Persönlichkeitsstörung. Die kann ich auch nicht einfach heilen.

LG

Christina Schindler | am 7.Mai 2018 um 21:12 Uhr

Ich kann gut nachempfinden, wie es ist wenn man das Gefühl hat, dass es nur schlechtes gibt. Manchmal im Leben ist das gute nur schwer zu finden. Meiner Erfahrung nach ist es aber meistens da, wenn du danach suchst.

Mit den Therapeuten ist das so eine Sache. Du musst natürlich auch den richtigen finden, da muss eine gewisse Chemie herrschen. Das allerwichtigste ist aber, dass du Verantwortung übernimmst und dass du etwas an deinem Leben ändern willst. Es ist nicht die Aufgabe des Therapeuten dir zu helfen. Das muss du selbst machen.

Darum kann es natürlich passieren, dass man sich unbewusst selbst blockiert, weil man gar nicht mehr an echte Veränderung glaubt und die Hoffnung schon aufgegeben hat. Ich hoffe du findest die Motivation und den Wunsch wirklich etwas zu ändern und natürlich auch einen Therapeuten, bei dem du ich gut aufgehoben fühlst.

Alles Liebe,
deine Tina

Tanja | am 12.Mai 2018 um 12:39 Uhr

Bullshit.
Wer so etwas schreibt, hatte sicherlich noch nie eine richtige Depression.
Wer an der Welt leidet, dem hilft es nicht, den Hintern hoch zu bekommen, oder morgens eine halbe Stunde früher aufzustehen.
Deine Aussage, dass Depression keine wirklich Krankheit ist, macht mich wütend.
Das ist ein Affront gegen alle, die wirklich depressiv sind.
Vielen Dank, dass du all diesen mit deinem Gesülze ein schlechtes Gewissen machst. Was die meisten oft sowieso schon haben, da diese Meinung, wie du sie vertrittst leider immer noch in den Köpfen der meisten Menschen vorherrscht.
Man macht mich das wütend!!!!!
Tanja

Christina Schindler | am 17.Mai 2018 um 09:27 Uhr

Hi Tanja,

bei einer Depression stellt sich häufig eine Negativspirale ein, bestehend aus negativen Gefühlen und Tatenlosigkeit. Diese Spirale zu durchbrechen kann sehr wohl helfen. Und ein schlechtes Gewissen braucht deshalb keiner zu haben.

Das Problem dabei, wenn du es als Krankheit betrachtest, dann hast du es nicht in der Hand. Dann machst du es zu einer Sache, die mit dir passiert. Damit nimmst du dir aber auch jeglichen Handlungsspielraum und das ist ein Trugschluss. Du kannst die Sache in die Hand nehmen, du kannst etwas tun und nur du selbst kannst dein Leben wieder zu dem machen, was es sein soll.

Übrigens zeigen Studien, dass Depressionen sich verringern, wenn die Patienten sehr früh aufstehen und auch Schlafentzug ist eine erfolgreich angewandte Therapie. Lies dich doch gerne einmal ein und probier es für dich aus.

Alles Liebe,
deine Tina

Tanja | am 27.Mai 2018 um 11:46 Uhr

Hallo Tina,

ein bisschen teile ich deine Ansicht. Aber wenn du so richtig in der Depression steckst, dann kannst du nicht aufstehen. Dann kannst du keinen Sport machen. Dann geht nichts. Und wer diese Erfahrung mal gemacht hat, der weiß wovon ich spreche.
Und wenn in deinem Kopf Chaos herrscht, dann kannst du noch so viel an Blumen riechen, dann hilft dir das eben nicht.

Und es ärgert mich so sehr, dass du immer wieder schreibst: „wenn du es als Krankheit betrachtest“ DEPRESSIONEN zu haben ist eine KRANKHEIT. Du hilfst mit deinem Gerede hier allen die WIRKLICH an Depressionenn ERKRANKT sind, kein bisschen. Im Gegenteil.
Ich denke, die meisten Depressiven, haben schon oft und immer und immer wieder versucht, aus diesem Dilemma raus zu kommen.

Es ist schön für dich, wenn du es geschafft hast. Allerdings, meine Meinung, berechtigt dich das nicht dazu, hier so Dogmen aufzustellen.

„du kannst etwas tun und nur du selbst kannst dein Leben wieder zu dem machen, was es sein soll“ –> dieser Satz ist für mich der Hinweis, dass du nie Depressionen gehabt haben kannst. Er lässt mich denken, dass du allerhöchstens eine depressive Phase hattest!!! Und dieser Satz ist das, was mich so verärgert. Das nur ich selbst etwas tun kann, das ist ok. Das lass ich gelten. Alles andere ist eine Unverschämtheit in meinen Augen.

Verzeih,wenn ich mich irre und du tatsächlich an Depressionen gelitten hast (denn du schreibst ja, dass du Depressionen HATTEST),dann herzlichen Glückwunsch, dass du es da raus geschafft hast. Sei dankbar und froh. Aber lass nicht jeden glauben, dass, wenn er das nicht hinbekommt, dass er sich einfach nicht genug angestrengt hat. Denn genau das ist die Aussage hier: „Wenn du nur wirklich willst, dann wirst du deine Depressionen los!“ Rückschluss: wenn du es nicht schaffst, hast du es nicht wirklich gewollt. Ich muss mich gleich übergeben, bei so viel Frechheit!

Tanja

P.S. Danke für deinen Tipp mit dem Schlafentzug und dem frühen Aufstehen. Wer sich allerdings mit Depressionen auskennt, der weiß das. Und ich kenne mich, so möchte ich behaupten, doch ein wenig damit aus.

Christina Schindler | am 25.Juni 2018 um 18:09 Uhr

Hi Tanja,

ich glaube ich habe dir bereits meine Sichtweise der Dinge dargelegt. Deshalb bist du natürlich nicht dazu verpflichtet, das auch so zu sehen. Ich verstehe deine Sicht auch sehr gut.

Depressionen sind glaube ich auch nichts was man mal hatte, sondern die Tiefphasen kommen immer wieder. Was man lernen kann ist damit umzugehen, das Leben trotzdem gut zu meistern, positive Gefühle zu fördern und aus den Tiefs schneller wieder heraus zu kommen. Ansonsten kommt es natürlich auch bei mir immer wieder vor dass ich zumindest depressive Gedanken habe.

Natürlich möchte ich auch niemandem das Gefühl geben er sei unzulänglich, wenn er seine Despressionen noch nicht in den Griff bekommen hat. Im Gegenteil. Ich möchte Mut machen, die Augen dafür öffnen, dass man tatsächlich etwas dagegen tun kann und das eigene Leben in die Hand nehmen kann. Auch wenn es in dem Moment schwer zu glauben scheint.

Es mag auch sein, dass einige Menschen sich mit Depressionen auskennen und verschiedene Therapieformen bereits kennen. Das darf mich aber selbstverständlich nicht davon abhalten diese Tipps denjenigen Menschen bereit zu stellen, die sie noch nicht kennen.

Alles Liebe,
deine Tina

marie | am 10.Juni 2018 um 20:53 Uhr

Die Seite ist das schlechteste was ich über dieses Thema gefunden habe.

Rike | am 24.Juni 2018 um 15:39 Uhr

Alles schön und gut aber es gibt auch andere Gründe für einen Suizud als Depressionen. Da hilft kein kleines so

Claudia | am 11.Juli 2018 um 18:41 Uhr

Hi Christina,

darf ich was fragen?
Ist dein Bild auf deiner Seite hier gefotoshopt?

Sieht für mich nämlich so aus. Wenn ja, würde es für mich nicht so ganz zu
„sei du selbst“ passen……

Ist nicht bös gemeint.

Freue mich auf eine ehrliche Antwort.

Claudi

Christina Schindler | am 24.Juli 2018 um 20:23 Uhr

Hi CLaudi,

selbstverständlich bearbeite ich Fotos ein wenig nach, was zum Beispiel Belichtung, Schärfe und ähnliches betrifft. Du kannst dir aber sicher sein, dass es sich hier um eine völlig natürliche Version von mir handelt. 🙂

Alles Liebe,
deine Tina

Nothing | am 17.Juli 2018 um 13:30 Uhr

Hey, das ist so nett, dass jemandem auch so geht oder ging. Es kann man als Hoffnung nehmen… Aber mir hilft es leider nicht mehr…
Ich bin so am Ende, dass ich einfach jeden Tag wünsche, dass mein Herz aufhört zu schlagen. Noch vorher war es mir nicht egal meinen geliebten Kater und meine Mutter, Schwester und meinen Freund da zu lassen. Aber langsam kann ich dieses mindfuck, was sich Leben nennt nicht mehr ertragen… Seit vierzehn Jahren Träume ich davon einen Menschen zu finden, der mich nicht verlässt, der zu mir steht und mit mir eine Familie will. Eine eigene glückliche Familie mit zwei Kindern. Und jetzt bin ich 28 Jahre alt, viele „Beziehungen“ habe ich hinter mir und ich war am Ende verlassen. Ich fühle mich unnötig und als ob ich ein Geist wäre. Keiner hört mich und vor allem alle wissen besser Wer ich bin, was ich denke und was ich tuhe. Und wenn ich mich verteidige heißt es direkt, dass ich einfach nur scheiss rede. Ich bin so verzweifelt und ich weiß nicht mehr Wer ich bin, den ich bin doch nicht das was ich denke und fühle… Selbst bei meinen jetzigen Freund. Wir sind beide psychisch vorbelastet,beide depressiv. Ich versuche für ihn da zu sein und mit ihm zu reden. Am Anfang hat es noch funktioniert aber jetzt heißt es nur, das es alles falsch ist, das ich relativiere, das ich ihn nicht zuhöre. Obwohl ich jeden Tag mein bestes versuche zu geben, obwohl ich innerlich einfach nur kaputt gehe. Jeden Tag wach ich auf, weil er sauer auf meinen Kater ist, er hat ihn geweckt. Jeden Tag wach ich auf mit den Herz und Bauchschmerzen. Aber wem juckt es? Er weißt auch davon. Ich bin einfach unnötig… Ich kann ihn nicht los lassen, weil ich ihn liebe. Ich will kämpfen dafür, dass ihn besser geht. Er auch – dass ihn besser geht. Ich bin relevant. Und überhaupt ich bin davon überzeugt, dass ohne mich viel besser alles wird. Ich stehe in weg und nerve nur mit meinen Aufmerksamkeitdefizit. Ich habe auch keine körperliche Probleme, ich lüge nur. Und überhaupt ist, es ist viel besser wenn wir Schluss machen, dann bin ich glücklicher. Was auch nicht stimmt. Ich will das jemand um mich kämpft, so wie ich Kämpfe. Egal wie schwer es ist. Einfach nicht gehen, ich halte es nicht mehr aus… warum mache ich den jeden so unglücklich??? Die Hilfe habe ich gesucht, bei den Hausarzt, Klinik, Therapeuten- keiner will es. Ich war sogar sehr aktiv für meine Depression, weil ich dieses Schmerz nicht mehr ertragen konnte. Aber es ist ja auch ziemlich relativ. Ich will am besten gar nicht mehr reden können, damit ich keinen mehr nerve. Wenn es alles meinem Freund sage, dann sagt er nur, das wir beide ziemlich unglücklich sind, aber er tut nichts. Nichts mehr. Nicht mehr. Ich habe ihn dazu gebracht. Ich und mein Kater. Dadurch bekommt er keine Ruhe und keine Privatsphäre… Wenn ich mit meine Mutter spreche, dann sagt sie nur, das ich mir es selber ausgesucht habe, das ich weinen mag. Was wieder nicht stimmt. Ich fühle mich einfach nur als kleine verlassene Mädchen, die ziemlich sehr leidet. Aber keinen interessiert es, da jeder mit sich selber beschäftigt ist. Und ich sehe es wie gedrückt. Ich kriege klotzen. Ich will es nicht mehr. Genau so wie mein Welt nicht nicht mehr will.
Als kleiner Kind habe ich die ganzes Welt geliebt. Jeden auf diesen Welt. Ich war verträumte kleine Mädchen die mit guten Ansichten an den Menschen kam. Jetzt nimmt mich jeder wie ein Feind Nummer eins. Und je mehr mich mal beleidigt und ausnutzt, desto besser ist es? Wieso passiert es so? Warum hassen mich die Menschen? Warum kann keiner mir sagen, dass er mein Schmerz versteht und mich nicht verlässt, wie die Tausende Menschen, die aus meinem Leben verschwunden sind? Wie auf einem laufenden Bahn. Wieso bin ich den schlechter, als jeder auf die Erde? Wieso lassen mich Menschen allein? Habe ich es verdient?

Christina Schindler | am 24.Juli 2018 um 20:30 Uhr

Hey Nothing,

deine Geschichte ist traurig zu lesen und gerade dieses Gefühl, niemals wirklich geliebt zu werden, immer mehr zu geben als andere für einen selbst bereit sind zu geben, das kenne ich nur zu gut.

Ich kann dir diesen Schmerz leider nicht einfach lösen. Nur raten, nicht aufzugeben, dran zu bleiben, an allem zu arbeiten.

Das wichtigste ist, dass du dich selbst annimmst und für dich da bist. Denn andere Menschen werden dich immer mal wieder enttäuschen, das ist normal und das ist menschlich. Sie meinen das in der Regel auch nicht böse.

Aber egal was passiert du hast immer dich. Und du solltest immer für dich da sein, dich immer gut um dich selbst kümmern. Das ist das einzige, worauf du dich verlassen kannst. Und das hilft dir auch.

Ich wünsche dir wirklich, dass du das hinbekommst und dass es dir wieder besser gehen wird.

Alles Liebe,
deine Tina

Nothing | am 17.Juli 2018 um 13:33 Uhr

Ich habe gerade langen Text verfasst, wie ich mich fühle. Und es war einfach verschwunden… sag ich doch… Ich bin unnötig

Christina Schindler | am 24.Juli 2018 um 20:31 Uhr

Hi Nothing,

die Kommentare werden von mir vor der Freigabe aus Sicherheitsgründen zuerst überprüft. Es geht nichts verloren, keine Sorge.

Alles Liebe,
deine Tina

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